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Freitag, 20 Juli 2007 14:39

Jugend und Lebensfreude (Teil 19)

Die Jugend stellt die Zeit zur Erschließung von neuen Perspektiven und vielfältigen Idealen dar.
Zugleich mit diesen Besonderheiten treten für die Jugend auch Probleme und neue Komplikationen auf. In der heutigen modernen Welt ist die Jugend parallel zu den Möglichkeiten zum Wachstum und Fortschritt auch mit Gefahren konfrontiert, die ihre geistige Gesundheit bedrohen. Insbesondere im Westen sind die Jugendlichen mit verschiedenen Problemen konfrontiert.

In Wahrheit fehlte es nach dem zweiten Weltkrieg an jeglichen Erziehungsplänen für Jugendliche und Heranwachsende. So wurde ausgehend von den Werken des französischen Philosophen Jean Paul Sartre, der Film „Der letzte Tango in Paris" gedreht, dessen Held keine Grundsätze und Vorschriften einhält und und stets gegen die Normen verstößt. Das Fehlen von Identität und Weltanschauung im Westen hat die Jugend in die Absurdität und Rebellion gestoßen. Aus diesem Grunde sind eine Anzahl Experten zu dem Schluss gekommen, dass man zur Rettung der Jugend aus der Absurdität Lösungswege finden sollte. Diesbezüglich sagte Dr. Rajaroy Sink auf der regionalen Konferenz der UNESCO: „Die Probleme auf der Welt sind Anlass dafür, dass man sich um die Jugend Sorgen macht und Pläne entwirft, damit die jetzige junge Generation zur Weitsicht befähigt wird und sich über die ferne Zukunft Gedanken macht.

„Dreizehn" ist der Titel eines neuen, umstritten Filmes, der die Identitätslosigkeit und Ziellosigkeit der jungen Generation im Westen darstellt: Zwei dreizehn Jahre alte Mädchen setzen sich lachend auf das Bett, ohrfeigen sich abwechselnd und fangen an, einander zu prügeln. Sie haben soviel Beruhigungsmittel eingenommen, dass sie nichts fühlen können. Dies dauert solange an, bis eine von ihnen das Bewusstsein verliert. Dieser Film, der nach den Erfahrungen eines kalifornischen Jugendlichen gedreht wurde, ist trotz dessen verführerischem Äußeren überaus bedauernswert. Dieser Film zeigt einerseits nachlässige Familien und andererseits den leichten Zugang der westlichen Jugend zu Drogen. Mit anderen Worten stellt der Film „Dreizehn" eines der wichtigsten grundsätzlichen Probleme der US-Gesellschaft, das heißt den kritischen Zustand der Familien und den Untergang der Jugend zur Schau. Darüber hinaus bringt dieser Film zum Ausdruck, dass die amerikanische Jugend unter beispiellosen psychischen Schäden leidet.

1960 lebten 70 Prozent der Kinder in den USA mindestens mit einem Elternteil. Aber in der heutigen Zeit haben die amerikanischen Familien, von denen viele allein stehend sind, sehr wenig Zeit für die Kinder. Die Gleichgültigkeit der Familien gegenüber jungen Kindern führt zu Arbeitslosigkeit, Schlendern auf den Straßen, Tendenz zu Drogen und Verleitung der Jugendlichen zu Verderbtheit und Delikten.

Aus der Sicht der amerikanischen Liberalen ist die US-Gesellschaft durch Verbesserung der Umerziehungsheime für Heranwachsende und Jugendliche in der Lage, diese Probleme zu bewältigen, während die Soziologen und Psychologen auf die Frage, weshalb die amerikanische Jugend unter dieser Situation leidet, die Familie als Hauptursache bezeichnen und die Wiederbelegung der Familie empfehlen.

 

Das Internet stellt eines der prägnanten Instrumente für wichtige Informationen und Technologie dar. Die umfangreichen Möglichkeiten dieses elektronischen Gerätes ziehen eine hohe Anzahl  von Jugendlichen an. Der Genuss des Lernens und der Fortschritts im Zeitalter der Kommunikation führt dazu, dass die Jugend stundenlang vor dem Computer sitzt und mit ihrer neugierigen Eigenschaft die Welt des Internets erforscht. Aber plötzlich rufen obszöne und lüsterne Bilder die sexuellen Gefühle des Jugendlichen wach und schleudern ihn in eine andere Welt des Untergangs und der Verderbtheit.

Die Psychologen des Fernsehsenders ABC News sind aufgrund ihrer Erfahrungen gemeinsam der Meinung, dass die Jungen, die mit aggressiven und obszönen Bildern zu tun hatten zumeist gegenüber den Mädchen gegenüber sinnlich eingestellt sind. Auch die Mädchen reagieren positiv auf diese Tendenzen. So fügen banale und amoralische Webseiten dem Geist und der Psyche ihrer Benutzer, die zumeist jung sind, große Schäden zu und ruinieren ihr Leben, ja sogar das ihrer Eltern.

Laut veröffentlichter Berichte wird ein 15 jähriges Mädchen aus Connecticut durch Chat Rooms mit einem 24-jährigen Mann bekannt und beginnt ein Liebesverhältnis mit ihm. Gegenwärtig ist dieser Mann des Mordes an diesem Mädchen angeklagt. Er hat eingestanden, er habe nicht die Absicht gehegt, dieses Mädchen zu töten, habe es aber durch seelische Spannungen erwürgt. Nach Angaben der Polizei sei dieses angeblich zufällige Treffen, das zum Tod des jungen Mädchens geführt habe, nicht ihr erster Kontakt mit dem jungen Mörder gewesen.

Rolf Dickelment, Dozent für Verhaltensforschung an einer Universität in den USA sagte: „Neue Informationen zeigen, dass 60 - 70 Prozent der Jugendlichen, die sich mit dem Internet befassen, bei einer Konfrontation mit obszönen Webseiten psychische Probleme bekommen. Auch wenn sie nicht automatisch durch die  400 tausend aktiven Webseiten für solche Dinge beeindruckt werden, besteht dennoch die Möglichkeit, dass diese durch den Erhalt der Adressen dieser Webseiten  über  E-Mail nervöse und aggressive Spannungen bekommen.

Sims, Gründer des Live-Kontaktes in Chat Rooms in Chicago sagte über die Gefahr der Internet-Kontakte: „Die Liebesverhältnisse durch das Internet sind überaus gefährlich und gleichen dem Fahren eines Betrunkenen bzw. dem Ausrutschen am Rand des Dachs eines Gebäudes. Bei einigen Minuten kann man noch heil davonkommen, aber wenn man sich daran gewöhnt, verstrickt man sich immer mehr in ihm. Infolge solcher Kontaktaufnahmen verliert man dann sein gesundes Leben und all sein Hab und Gut.

Zweifelsohne stellt das Internet eine große Schnellstraße von Informationen dar, die für den wissenschaftlichen Fortschritt und Gedankenaustausch überaus nützlich ist. Aus diesem Grunde kann man der aktiven und neugierigen Jugend den Zugang zu ihm nicht vorenthalten. Andererseits ist die volle Freiheit zum Zugang zu den Webseiten des Internets nicht rational. Die meisten Kenner und Psychologen fordern diesbezüglich die Familien auf, die Kluft zwischen ihnen und der Jugend zu beseitigen und durch Anbahnung von herzlichen Verhältnissen die Devianz der begeisterten Kraft der Jugendlichen zu unterbinden. Die Eltern sollten direkt bzw. indirekt die Nutzung des Internets durch die Jugendlichen kontrollieren.

Der iranische Psychologe Dr. Afruz schlägt vor, man sollte den Computer anstatt in Privatzimmern in durchgängigen und sichtbaren Stellen aufstellen. Dies erschwert die Visite von amoralischen Webseiten für die jungen Benutzer.

Dickelment sagt: „Wir müssen uns bemühen. Denn wenn wir nachlässig handeln, kann ein Vakuum entstehen, das die Massenmedien sehr schnell füllen. Man sollte eine Atmosphäre schaffen, in der der Jugendliche das Gefühl bekomme, wir seien unter jedem Umstand eine zuverlässige Stütze für ihn, eine mitfühlende Stütze, an die sich der Jugendliche wenden kann. Wenn dies nicht geschieht, wird ein Dritter in den globalen Chat Rooms auf sie warten."

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