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Sonntag, 01 Februar 2009 06:06

Drei Jahrzehnte Islamische Revolution- Teil 10

Bei der Betrachtung der großen Revolutionen ist die Betrachtung der Architekten dieser gesellschaftlichen Erhebungen wichtig.
Betrachten wir die islamische Revolution im Iran sehen wir, dass es Denker gab, die diese Bewegung von Anfang an gelenkt haben und sie ihrem Sieg zuführten.
Imam Khomeini (rahmatollah aleih) ist der wichtigste Architekt der islamischen Revolution und ihr Begründer.

In den Jahren in denen er das Schiff der islamischen Revolution lenkte, vermehrten sich die feindlichen Aktionen im In-und Ausland, die der Vernichtung der Revolution galten oder sie von ihrem Ziel abbringen sollten. Imam Khomeini vereitelte klug alle diese Komplotte. Einige Analytiker haben ihn deshalb die Seele der islamischen Revolution genannt. Da wir bereits ausführlich über die Rolle Imam Khomeinis gesprochen haben, begnügen wir uns nun mit einem Zitat des heutigen Revolutionsoberhauptes, Ayatollah Khamenei der gesagt hat:

„Der berühmte Mann der zeitgenössischen Ära, nämlich Ruhollah Khomeini, war ein moralisch einwandfreier Gelehrter, ein gottesfürchtiger Weiser mit klugen Strategien, ein gläubiger Mensch mit neuen Gedanken, ein mutiger und kluger Mystiker, ein gerechter Herrscher und ein opferbereiter Kämpfer auf dem Wege Gottes. Er betrat aufgrund seines religiösen Pflichtgefühls die Arena zu einem großen historischen Kampf und niemand betritt diese Arena außer die großen Menschen der Geschichte, und nur einige wenige von ihnen gehen siegreich aus diesem Kampf hervor."

Für die Bewegung der iranischen Geistlichkeit galt die religiöse Ansprache stets als wichtigstes Mittel zur Verbreitung von Botschaften. Von 1963 bis zum Sieg der Revolution im Jahre 1979, hat eine Gruppe von kampfbereiten Geistlichen die religiösen Ansprachen genutzt, um wie Imam Khomeini die Bevölkerung aufzuklären und darzulegen, weshalb das Schah-Regime keine geeignete Regierung ist. In den Moscheen und bei Vorträgen sprachen sie über aktuelle Fragen der Gesellschaft, über die Ungerechtigkeiten und die große Verdorbenheit des Regimes. Einige Moscheen erinnern heute noch immer an diese Geistlichen, wie die Hedayat-Moschee, die unweigerlich mit dem Namen des verstorbenen Geistlichen Ayatollah Taleghani, einem aufrichtigen Helfer Imam Khomeinis einhergeht.

Ayatollah Taleghani begann seinen Kampf gegen das Regime gegen Ende der Diktatur Reza Khans während der politischen Ereignisse im Jahre 1941. Auch während des Militärputsches von 1953 setzte er den Kampf fort und bei der Nationalisierung der iranischen Erdölindustrie unterstützte er diese Bewegung. Er begann in der Hedayat-Moschee Lehrgänge für Koranauslegung. Während dieser Lehrsitzungen übte er am Schah-Regime Kritik. Die Hedayat-Moschee wurde zum Zentrum für den Gedankenaustausch zwischen religiösen Intellektuellen. Taleghani unterstützte fest die Bewegung unter Anführung von Imam Khomeini zur Befreiung der iranischen Nation aus der Diktatur.

Wegen seiner Aktivitäten wurde er zusammen mit Gleichgesinnten mehrmals inhaftiert oder verbannt. Er verbrachte viele Jahre in den Kerkern des Schah-Regimes und wurde schwer gefoltert. Doch er blieb standhaft und unerschütterlich. Im Gefängnis blieb er nicht untätig sondern war geistig tätig und verhalf den Mitgefangenen zu politischen und sozialen Kenntnissen. Im Gefängnis war es auch, dass er seine Koranauslegung „Ein Lichtstrahl des Korans" schrieb. In einem Bericht des Sawaks, des Geheimdienstes des Schahs stand über den Beitrag Ayatollah Taleghanis zur islamischen Bewegung:

„In der Wohnung Ayatollah Taleghanis finden sehr intensive Aktivitäten statt. Jeden Abend kehren dort Mittelsmänner aus und ein. Auch viele Verbindungsleute Herrn Khomeinis kehren in der Wohnung von Herrn Taleghani ein und aus. Die Wohnung von Herrn Taleghani ist der Sitz des Operationsstabes der Regimegegner."

Eine weitere Persönlichkeit, die zu den Architekten der islamischen revolutionären Denkweise gehört, ist Ayatollah Schahid Dr. Beheschti. Er zählt zu den Organisatoren der islamischen Revolution im Iran. Er widmete sich den geistigen und kulturellen Aktivitäten im Einklang mit dem Weg, den Imam Khomeini für den Kampf gewiesen hatte. Er war ein Strategist der Revolution, ein kluger weitsichtiger Intellektueller. Seine politische und gesellschaftliche Sichtweise ging auf die islamischen Lehren zurück. Dr. Beheschti kann als ein Islamologe und geistlicher Reformer betrachtet werden, der im Rahmen der Lehre des Islams eine bessere Gesellschaft anstrebte. Aus seiner Sicht, ist der Islam sowohl Religion und Ideologie, als auch ein Regierungssystem.

In wissenschaftlichen und Universitätskreisen legte Dr. Beheschti seine umfassenden Ansichten über islamische Fragen vor. Durch gesprochenes und geschriebenes Wort und Organisierung von kampfbereiten pflichtbewussten Kräften, setzte er sich für die Wahrung der islamischen Identität der Revolution ein. Er zählt zu den wichtigen Personen, die die kampfbereiten Geistlichen umeinander versammelten. Der Imam vertraute ihm vollständig während der harten Zeit des Kampfes.

Beheschti wurde zu einer der zuverlässigen Revolutionäre. Aufgrund seines Wissens über die aktuellen internationalen Fragen war er eine zuverlässige Verbindungsperson, welche die Gedanken Imam Khomeinis verbreitete und den Intellektuellen und Akademikern den Islam als eine erfolgreich anwendbare Religion vorstellte.

Auch Schahid Ayatollah Dr. Mofatteh ist eine wichtige Persönlichkeit der islamischen Revolution. Er hat die politischen Kämpfe Imam Khomeinis unterstützt und widmete der Herstellung des geistigen und kulturellen Rahmens dieses Kampfes besondere Aufmerksamkeit. Dr. Mofatteh nahm aktiv an den Kämpfen gegen das Regime Teil und konnte auf eine glänzende kulturelle Vergangenheit zurückblicken. Zusammen mit Persönlichkeiten wie Dr. Beheschti, Mohammad Dschawad Bahonar und Ostad Motahari war er aus der Schule Imam Khomeinis hervorgegangen und hatte die Universität betreten, um den Islam von falschen Vorstellungen zu befreien. Er und die anderen Persönlichkeiten haben mit ihren Werken die Dynamik und Vitalität des Islams an den Universitäten vorgestellt.

Dr. Mofatteh verwandelte in den Jahren vor dem Sieg der Revolution die Teheraner Ghaba-Moschee zu einem Zentrum, an dem sich die jungen revolutionären Kräfte versammelten. Zu den wichtigen Schritten dieses revolutionären Geistlichen gehören das beeindruckende Gemeischaftsgebet zum Fitr-Fest im Jahre 1978 und der darauf folgende Fußmarsch in Teheran. Dieser erfolgreichen Kundgebung folgten noch viele große Demonstrationen in anderen Städten Irans. Der Fußmarsch am 16. Schahriwar 57, Ende Sommer 1978 war die Fortsetzung der Demonstrationen vom Fitr-Festtag und die zweite große Kundgebung der Teheraner. Nachdem das Schahregime die Kundgebung vom 17. Schahriwar in Teheran blutig zerschlagen hatte, erhielt die Revolutionsbewegung einen weiteren großen Aufschwung.

Im gleichen Jahr hat Ayatollah Mofatteh zusammen mit Ayatollah Beheschti und Ostad Motahari die Gemeinschaft der kampfbereiten Geistlichkeit gegründet, um die Organisierung der revolutionären Kräfte vorzubereiten. Dr. Mofatteh hat ebenso aktiv im Ausschuss zum Empfang Imam Khomeinis bei seiner Rückkehr aus dem Zwangsexil mitgewirkt.

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