Mittwoch, 25 Juli 2007 14:45

Teil 1

Im Rahmen dieser neuen Beitragssreihe möchten wir sie ein wenig mehr mit Iran bekannt, besser noch: vertraut machen. Wir wollen berichten über all das Interessante, Gute und Liebenswerte, was dieses weite Land und seine Bevölkerung so anziehend und erlebenswert macht.
Beginnen wollen wir mit Gedanken des großen und weltbekannten persischsprachigen Dichters Moulaanaa, die wir, und zwar übersetzt von der iranischen Wissenschaftlerin Piaaresch - in einem seiner zahlreichen und wunderschönen Gedichte lasen:
Was kann ich machen, ich kenne mich ja nicht,
kein Christ bin ich, kein Jude, nicht Zoroaster,
auch Muslim bin ich nicht,
nicht vom Osten komm ich, nicht vom Westen,
vom Land, vom Meer,
Nicht der Natur Pfeiler bin ich,
nicht vom Stern, der kreist daher...
Nicht aus Indien bin ich,
nicht aus China, Bulgarien oder Ungarn,
noch komm ich aus der Iraker Land
oder gar von Khoraassaan.
Bin nicht aus Erde, aus Wind,
Wasser oder Feuer,
komm nicht von Adam, von Eva
oder des Paradieses Engel her, mein Platz ist nirgends.
Von mir gibt`s kein Symbol,
weder dies noch jenes,
der Seele Seelen, das bin ich wohl.
Verjagt hab ich mein zweites Ich,
zwei Welten sah ich als nur eine,
nur von der einen rede ich ich,
ersehne, suche, kenne nur die eine.
Er ist der Anfang, das Ende,
alles, was innen und außen ist,
nichts seh ich was außer Ihm
und von Ihm vorhanden ist.
Wollt ich einen Tag, nur einen Moment
ohne Ihn verbringen das Leben mein,
wird dieser Tag,
dieser Moment meines Lebens,
vergeudet sein...
Iran ist ein reizvolles Land. Schön und voller Vielfalt.
Ein Land der „Vielfalt in der Einheit", könnte man sagen. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Die Bevölkerung betreffend, die Landesgeographie, Klimazonen, die Natur, Kultur, Dichter und Denker, Kunst und Handwerk, die iranische Architektur, Musik und und und..........
Zunächst, was die Bevölkerung anbelangt:
Sie ist zusammengesetzt aus zahlreichen Volksgruppen, die sich hinsichtlich ihres Aussehens ziemlich unterscheiden, unterschiedliche Dialekte sprechen und - abgesehen von der offiziellen Landessprache, dem Persischen - oftmals ihre eigene einheimische Sprachart beibehalten haben.
Beispielsweise die Bewohner der Region Tabris oder des iranischen Aasarbeidschaans, deren Sprache viel Ähnlichkeit mit der türkischen hat, dieweil das Persisch der Südiraner
arabische Elemente enthält.
Die meisten sind Muslime. Aber auch Christen, besonders armenische Christen gibt es in Iran und ebenfalls Juden und Zarathustrier.Sie alle leben in friedlicher Eintracht an der
Seite ihrer muslimischen Landsleute, gehen den eigenen religiösen Regelungen und Bräuchen nach und sind - als Minderheiten - im Parlament vertreten.
Vielleicht erinnern Sie sich, dass wir vor einiger Zeit ins Parlament gingen und mit den Vertretern der religiösen Minderheiten Gespräche führten. Interessante Interviews waren es, die wir natürlich auch Sie hören ließen...
Und wenn wir sagen: Iran, „ein Land der Vielfalt in der Einheit", so ist das im wahrsten Sinne des Wortes so gemeint.
Denn sie alle, die vielen Volksstämme oder Volksgruppen, ob Kurden, Aasarbeidschaaner, Südiraner, Sistaaner, Khoraassaaner, Khusestaaner, ob die aus der Kawir, aus Gilan, Maasanderaan, ob Teheraner, Isfahaner oder Schiraaser und wo sie alle leben und welcher Religion sie auch angehören mögen:
Sie alle setzten und setzen sich für ihr Land, ihre iranische Heimat ein, was sie immer und immer wieder unter Beweis stellen. Und diese Einheitlichkeit und Brüderlichkeit war nicht nur während der Revolution und in den Kriegsjahren zu beobachten, sondern auch davor, danach, immer noch und so wird es weiterhin sein. Denn sie sind Iraner, gehören zur großen iranischen Familie, ob in guten oder schweren Zeiten und wirken am Aufbau und Vorwärtskommen ihrer Heimat entschlossen und tatkräftig mit...
Dann auch die geographische Situation Irans und seine unterschiedlichen Klimazonen.
Iran ist, wie man so gerne sagt, „ein Land der vier Jahreszeiten".
Warum, weil, wenn es zum Beispiel in Teheran bitterkalt ist, im Süden Irans frühlingshafte Temperaturen gegeben sind.
Genau wie jetzt:
In weiten Teilen des iranischen Nordens ist der Winter eingezogen. Mit frostiger Kälte. Verschneit sind Gipfel und Hänge des Alborsgebirges. Auch die der Gebirgszüge, zu deren Füßen Teheran liegt.Ein prächtiger Anblick.
Ganz abgesehen von den Wintersportmöglichkeiten, die sich nun anbieten. Die Skifans sind startbereit. Gut ausgerüstet gehts hoch hinauf zu den gut ausgebauten und nun tief verschneiten Pisten, die mit Skilifts natürlich recht bequem zu erreichen sind.
Im Gegensatz zu Schnee und winterlichen Temperaturen hier, bei uns, im nördlichen Iran, aber ist das Klima im Süden des Landes jetzt milde und angenehm. Und an den Küsten des Persischen Golfes: Richtiggehender Frühling.
Palmen, Haine, sie alle leuchten in frischem Grün. Dazu die erblühende Blütenpracht. Zartduftende gelbe Mimosensträucher, roter, weißer und rosa Orleander, Blüten und Blumen.
Reizvoll auch die bizarren, hellen Kalksteinfelsen und dann, vor ihnen, soweit das Auge reicht, der Persische Golf mit seinen in feinem Türkis glänzenden Wassern, die sich irgendwann, weit weit hinten, mit dem Meer, dem Ozean vereinen...
Und da es nun, wo in nördlichen Breiten der Winter eingezogen ist, in Hormosgaan, in der Region des Persischen Golfes, besonders schön und erholsam ist, laden wir Sie nächstes Mal zu einer Reise dorthin ein und damit natürlich zu einem Besuch der attraktiven Inseln Kisch und Qeschm.
Halten Sie sich, wenn Sie möchten, bereit zu diesem Besuch,
bis dann...
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