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Sonntag, 15 Juli 2007 22:26

Teil 5

K- Wir sprachen letztes Mal, uns weitgehend auf die Informationen des bekannten Wissenschaftlers Dr. Sarinkub stützend darüber, dass sich die arischen Meder- und Paarssi-Stämme so langsam in den Gebieten, die sie als Lebensraum gewählt hatten, niederließen,

M- dass sie ihre Gebiete verteidigten und insbesondere die Meder, trotz ihrer Kooperation mit den einheimischen Stämmen, ihre Identität und Eigenständigkeit bewahrten.

K- Interessant ist, dass die Großen der Meder-Stämme nach ihren Fähigkeiten als gerechte, besonnene und verteidigungsfähige Führer gewählt wurden. Und diese, wenn sie gewählt waren, auch in diesem Sinne und gemäß dieser Kriterien ihre Regie wahrnahmen.

M- Was dem entspricht, was in den alten iranischen Sagen und Mythen, beispielsweise des großen Ferdussis, zu lesen ist.

K- Ganz abgesehen davon, dass dies, wie Dr. Sarinkub meint, dem vergleichbar ist, was die Herrscher im Europa der Aufklärungszeit als soziales Bündnis bezeichneten und wollten.
Seitens der Meder aber lange lange zuvor schon, in der iranischen Antike, praktiziert wurde...

M- Dennoch aber war, wie aus alten assyrischen Schriften hervorgeht, in jenen Tagen - die Herodot als die Herrschaftszeit des Diakes in Ekbatana und dem gesamten Medergebiet bezeichnet - das vereinigte und mächtige Königreich der Meder noch nicht gegeben.

K- Seinen Angaben nach entstand es in der Zeit des Farehwartisch, eines Sohnes aus dem Hause des Diakes.
Zunächst war dieser er ein Feldherr, einer der Kommandeure der Meder. Doch gelang es ihm, die Mederstämme zu vereinigen, die ihn als ihren Führer, ihr Oberhaupt bezeichneten und ihm in seinem Bemühen, die Macht der Meder zu festigen und Assyrern und agressiven Nachbarvölkern im Norden und Süden die Stirn zu bieten, treu zur Seite standen.

M- Darüberhinaus aber suchte er eine Art Bündnis mit den schon erwähnten einheimischen Maanaa-Stämmen und einem neu, aus kaukasischer Richtung hinzugekommenem Stamm, um den Assyrern, die ihre Attacken noch immer nicht beigelegt hatten, massiver und wirksamer begegnen zu können.

K- Zentrum dieses Bundes, dieser Vereinigung, dem auch die aarischen Paarssi-Stämme angeschlossen waren, war Ekbataana oder Hegmataana, das heutige Hamadan.

M- Gestützt auf diesen, na sagen wir "Völkerbund", konnte Farehwartisch seine Offensive gegen die Assyrer vorbereiten. Im Jahre 675 vor Christus. Der Assyrer-König jener Tage nahm die Gefahr wahr, und es gelang ihm - wenngleich sein Reich bereits Schwächen zeigte - den Angriff der Meder und ihrer Verbündeten zunächst abzuwehren.

K- Wie gesagt, zunächst, denn die Assyrer hatten Farehwartisch unterschätzt, denn er gab nicht auf, sondern zog mit seinen Mannen und Verbündeten weiter voran bis in die Gegend von Neynawaa, der alten Hauptstadt des Gegners.

M- Und dort stießen sie auf einen weiteres Volk, nämlich die Ssakaahis. Diese, die aus mittelasiatischen Räumen und auf dem Wege durch Gorgaan gekommen waren und die Meder und einheimischen Stämme bereits mehrere Male hart attackiert hatten, stellten sich ihnen nun in den Weg. Es kam zu einem bitteren Kampf, in dessen Verlauf - im Jahre 653 vor Christus - Farehwartisch getötet wurde...
Die Assyrer aber waren noch einmal davongekommen...

K- Und von nun an wurde das Gebiet der Meder, dem die Paarssi- und auch Maanaa-Stämme angeschlossen waren, immer wieder aufs neue von den Ssakaahis angegriffen.
Huwakhschatar, der damals noch sehr jung war und zum Nachfolger seines Vaters Farehwartisch ernannt worden war, wurde von den Ältesten der Stämme geraten, mit den Ssakaahis Frieden zu schließen, was jedoch dazu führte, dass das Mederreich unter deren
Vorherrschaft geriet und zu leiden hatte.

M- Doch nicht nur sie, sondern auch die Assyrer, die in der Nachbarschaft lebten, litten unter den Ssakaahis.
Diese waren inzwischen so stark geworden, dass sie nun sogar Syrien und Palästina verunsicherten.

K- Zu erwähnen ist, dass sie, die Ssakaahis, die ebenfalls ein arischer Stamm waren und mit den Medern und auch Paarssis weitläufig verwandt waren, ihr halbwildes Leben nach wie vor weiterführten, nicht daran dachten, sesshaft zu werden und recht rabiat und gewalttätig waren.
Weswegen sie von jüdischen Propheten, wie Dr. Sarinkub schreibt, als "die Völker-Vernichtenden" bezeichnet wurden.

M- Die Ssakaahis hatten also Syrien in ihrer Hand, verunsicherten Palästina, bedrohten heftig Ägypten und waren zu den Herren im Zwischenstromland geworden. Bis sie sich, nach langen Jahren Mordens und Verwüstens, bis ins Sagrosgebiet zurückzogen, um nun, reich, aber müde geworden, sich dem süßen Leben hinzugeben.

K- Huwakhschatar aber hatte die Zeit ihrer Abwesenheit aus dem Mederland genutzt und - insgeheim, wie es heißt - ein Heer auf die Beine gestellt. Eine Widerstands-Armee.
Und die Meder und alle, die ihnen angeschlossen waren, mobilisiert. Zum Kampf gegen die Ssakaahis.

M- Und als diese nun ins Sagrosgebiet zurückkehrten, sah er die Gelegenheit zu einer erfolgreichen Konfrontation mit ihnen gekommen.
Allerdings bediente er sich zunächst einer List und lud Maadis, den damaligen Ssakaahi-König und Feldherren zu einem Gastmahl ein, gab ihnen berauschende Getränke zu trinken und als sie betrunken dalagen, ließ er sie umbringen.

K- Das Ssakaahi-Heer aber wurden von seinen Truppen geschlagen, was nicht allzu schwer war, da sie sich - als sie von dem Tod ihrer Großen erfuhren - zu weiterem Kampf unfähig sahen.

M- Und nun, da die Ssakaahigefahr vorüber war, begann Howakhschatar, die entstandenen Schäden im Mederreich zu beheben, für Ruhe und Ordnung und ein gut gerüstetes und fähiges Heer zu sorgen...
Unter Musik
K- Soweit für heute, bis zum nächsten Mal, machen Sie`s gut.

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