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Dienstag, 01 Dezember 2015 07:06

Russland bricht auch wissenschaftliche Beziehungen zur Türkei ab

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Kollege Wladimir Putin. - Foto: dpa Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Kollege Wladimir Putin. - Foto: dpa
Moskau (IRIB/IRNA) – Aufgrund der von Präsident Putin erlassenen Sanktionen gegen die Türkei hat Russland nun die wissenschaftlichen Beziehungen beider Länder auf Eis gelegt.

Dieser Beschluss, welcher heute in einer entsprechenden Erklärung des russisch-türkischen Wissenschaftszentrums an der Rudomino-Staatsbibliothek für ausländische Literatur bekanntgegeben wurde, legt einen Teil der wichtigen nicht-wirtschaftlichen Beziehungen, d.h. die Koopertionen unter den Universitäten, bei der Bücherpublikationen sowie Zusammenarbeit beim Unterricht der türkischen Sprache, bei gemeinsamen Studien und modernen Technologien, still.

Als Reaktion auf den Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türksiche Luftwaffe und die fehlende Entschuldigung Ankaras verhängte Moskau harte Sanktionen gegen die Türkei. Präsident Putin wies seine Regierung an, eine Liste mit türkischen Waren zu erstellen, deren Einfuhr vorübergehend verboten oder begrenzt werden soll. Russland führt laut dem Erlass zudem ab 1. Januar die Visumpflicht für türkische Bürger wieder ein. Auch die militärischen Kooperationen sind vollständig abgebrochen worden.

Stark dürfte auch die Tourismusbranche leiden. Russische Reiseveranstalter können künftig keinen Urlaub in der Türkei mehr anbieten. Fluggesellschaften müssen zudem auf Charterflüge zwischen Russland und der Türkei verzichten.

Betrachtet man die 28 EU-Länder zusammengefasst, war Russland vergangenes Jahr der zweitwichtigste Handelspartner für die Türkei. Der gemeinsame Warenumsatz belief sich auf umgerechnet 24 Milliarden Dollar. Russland war das viertwichtigste Ziel türkischer Exporte und die zweitwichtigste Importquelle.

      

 

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