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Donnerstag, 21 Mai 2015 16:03

Internationale Konferenz zur "Zukunft der Kultur" in Teheran

Internationale Konferenz zur "Zukunft der Kultur" in Teheran
Teheran (IRIB) - Gestern endete die internationale Konferenz zur "Zukunft der Kultur" an der Universität Allameh Tabatabai in Teheran, einem interdisziplinären Gemeinschaftsprojekt mit der Teheraner Universität, der Universität von Isfahan und der iranischen Akademie der Wissenschaften.    

Der Einladung zur Konferenz waren unter anderem Wissenschaftler aus China, Südkorea, Kanada, Spanien, Deutschland, Österreich, Finnland und der Türkei gefolgt.

Auf den rund 25 Panelsitzungen mit mehr als 80 Vorträgen reichte das Themenspektrum von philosophischen und wissenschaftlichen Grundsatzfragen wie dem Begriff und der Bedeutung von "Kultur" in verschiedenen Theorien (Reza Davari Ardakani), Aspekten der interkulturellen Philosophie (Hamid Reza Yousefi) und des kulturellen Relativismus (Shahin Aawani) über verschiedene Bereiche der iranischen Kultur und der Literatur als Kulturvermittler (Faranak Hashemi) bis zu Fragen der (Bio-)Ethik, der Technologie, des Zusammenhangs von wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung (He-Kyoung Spiritas Cho) sowie postmaterialistischer und demokratischer Einstellungen mit dem Bruttosozialprodukt in 52 Ländern (Reza Nakhai).

Ausgangsüberlegung des Kongresses war es, so Ali Asghar Mosleh, Dekan an der Universität Allmeh Tabatabai und Vorsitzender der Konferenz, dass soziale, politische und ökonomische Prozesse der vergangenen Jahrzehnte die ehemalige Gewissheit von einem ständigen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt erschüttert haben. Stärker als je zuvor erlebe die Menschheit gegenwärtig Veränderungen ihrer Lebenswelt, woraus Ängste und Hoffnungen, aber auch Erwartungen an Wissenschaft und Philosophie resultieren. Um die neuen Fragen nach der Zukunft der Kultur auf globaler wie lokaler Ebene zu diskutieren und Impulse für künftige Forschungen zu liefern, seien Wissenschaftler aus verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen zu dieser Konferenz eingeladen worden.  Als Mitveranstalter seitens der Teheraner Universität und wissenschaftlicher Leiter des Kongresses hob Mohammad Reza Beheshti dabei die zunehmende Bedeutung des interdisziplinären und interkulturellen wissenschaftlichen Austauschs hervor. Beide Philosophen setzen sich mit zunehmendem Erfolg für die Etablierung der interkulturellen Philosophie im Iran ein.

Iranische Teilnehmer wie die ausländischen Gäste resümierten die Tagung als vollen Erfolg und beispielgebend für den interdisziplinären und interkulturellen Austausch auf hohem akademischen Niveau. Dagmar Neuendorff von der Universität Turku/Finnland, die selbst mit ihrem Vortrag zum Thema "Das lange Gedächtnis der Kulturen" die Debatte bereichert hatte, betonte abschließend die überwältigende iranische Gastfreundschaft als einen nicht zu unterschätzenden Faktor für diesen Erfolg.

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