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Freitag, 13 März 2015 05:27

Iranische und deutsche Experten graben das "verlorene Paradies" der Archäologen aus

Iranische und deutsche Experten graben das "verlorene Paradies" der Archäologen aus
Teheran (Tehran Times) - Ein Team aus iranischen und deutschen Archäologen wird demnächst nach Jiroft im Süden Irans aufbrechen, um eine 5000 Jahre alte Siedlung auszugraben, die als "verlorenes Paradies der Archäologen" bekannt geworden ist.


Wie Nader Alidadi, der Leiter des Grabungsteams, mitteilte, sind die Experten zur Zeit damit beschäftigt, die Siedlung in der Nähe des Flusses Halil-Rud zu kartieren. Das gesamte Projekt ist auf fünf Jahre ausgelegt und soll neue Erkenntnisse über die Kultur dieser Region sowie die kulturellen Beziehungen zwischen der Halil-Rud-Region und der mesopotanischen Zivilisation während der Bronzezeit erbringen.

Das Grabungsteam wird aus 16 Teilnehmern bestehen, darunter acht deutschen Archäologen unter Leitung von Professor Peter Pfälzner von der Universität Tübingen. Die Zusammenarbeit zwischen iranischen und deutschen Experten basiert auf einer Vereinbarung, die Ende Januar zwischen der Universität Tübingen und dem iranischen Forschungsinstitut für Kulturerbe und Tourismus unterzeichnet worden ist.

Die Jiroft-Kultur nahe des Halil-Rud Flusses in der Provinz Kerman wurde erst 2002 nach Raubgrabungen und Plünderungen wertvoller historischer Objekte in dieser Region zum Gegenstand der archäologischen Forschung. Seitdem haben fünf Grabungsphasen stattgefunden, wobei neben uralten Ruinen und interessanten Fundstücken ein um 2200 v.Chr. aus mehr als vier Millionen Lehmziegeln erbauter Tempelturm (ziggurat) zutage gefördert wurde. Erst kürzlich entdeckte Inschriften verweisen auf Ähnlichkeiten zu Schriftfunden in Susa um 2900 v. Chr.

Viele iranische und ausländische Experten betrachten die Funde in Jiroft als Belege für eine Zivilisation auf gleicher Höhe mit der der Sumerer und des alten Mesopotamiens. Möglicherweise handelt es sich bei Jiroft um die antike Stadt Aratta, von der eine sumerische Lehminschrift als eine große Zivilisation berichtet

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