Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Donnerstag, 19 Juni 2014 09:28

Mit Compliance HIV-Verbreitung stoppen

Mit Compliance HIV-Verbreitung stoppen
Eine frühe HIV-Therapie ermöglicht Patienten ein weitgehend normales Leben und verhindert die Ansteckungsgefahr.
Trotzdem gibt es viele Neuinfektionen. Ein HIV-Infizierter unter frühzeitiger und erfolgreicher Therapie, bei dem also die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, ist nicht mehr ansteckend. Auch beim ungeschützten Sex überträgt er die Infektion nicht. Als Schweizer Forscher dies 2009 erstmals verkündeten, entbrannte ein Sturm der Entrüstung. Heute sind diese Aussagen ausreichend belegt und allgemein anerkannt, berichtete Dr. Annette Haberl vom HIV Center der Universität Frankfurt. In der Partner-Studie (T4P*) wurden 1763 HIV-diskordante Paare, die Sex ohne Kondom hatten, untersucht. Die Infizierten waren erfolgreich behandelt, d.h., die Viruslast lag < 200 bzw. unter der Nachweisgrenze. Die HIV-Übertragungen auf den negativen Partner wurden um 96 % verringert, berichtete die Referentin, und das, obwohl 34 % der Teilnehmer auch mit anderen Partnern Sex hatten und zu 16 % zusätzlich an STD** litten. Jeder fünfte HIV-Infizierte 
bisher nicht erkannt Wenn in der Praxis doch Transmissionen stattfinden, ist dies oft auf Noncompliance zurückzuführen, meinte dazu Dr. Haberl. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht recht zurückgehen will. Insgesamt sind nur etwa 25 % der HIV-Patienten erfolgreich viral supprimiert. Bei den jüngeren Patienten ist diese Rate noch niedriger. 10 bis 20 % der Patienten wissen zudem gar nichts von ihrer HIV-Infektion – Tendenz steigend. Um die Ausbreitung zu stoppen, muss die Detektion verbessert werden, so das Fazit der Kollegin. (Quelle: http://www.medical-tribune.de) * Treatment for Prevention ** Geschlechtskrankheiten (sexually transmitted diseases) Quelle: 120. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren