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Donnerstag, 15 Mai 2014 05:56

Rostocker Uni-Fakultät will Snowden Ehrendoktor geben

Die Philosophische Fakultät der Universität Rostock will dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden die Ehrendoktorwürde verleihen. Der Fakultätsrat habe dies mit 20 von 22 Stimmen entschieden, teilte der Dekan der Fakultät mit. (Archivbild zeigt Demonstration für ein Asyl Snowdens in Deutschland) Die Philosophische Fakultät der Universität Rostock will dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden die Ehrendoktorwürde verleihen. Der Fakultätsrat habe dies mit 20 von 22 Stimmen entschieden, teilte der Dekan der Fakultät mit. (Archivbild zeigt Demonstration für ein Asyl Snowdens in Deutschland)
Rostock (AFP) - Die Philosophische Fakultät der Universität Rostock will dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden die Ehrendoktorwürde verleihen.

Der Fakultätsrat habe dies mit 20 von 22 Stimmen entschieden, teilte der Dekan der Fakultät, Hans-Jürgen von Wensierski, mit. Die Enthüllungen Snowdens über die NSA-Spähaffäre und die dadurch in Gang gesetzte wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Debatte seien eine "hervorragende wissenschaftliche Leistung" im Sinne der Promotionsordnung.

Durch von Snowden enthüllte Dokumente war bekannt geworden, das der US-Geheimdienst NSA massenhaft Telekommunikations- und Internetdaten in der Welt sammelt - auch von Bundesbürgern. Der US-Bürger könne als "ein bedeutender Aufklärer des 21. Jahrhunderts und des digitalen Zeitalters gelten", erklärte Wensierski.

Snowden habe der Fakultät inzwischen mitgeteilt, er fühle sich durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde geehrt, erklärte der Dekan weiter. Die Fakultät wolle mit Snowdens Anwalt "die Möglichkeiten einer würdigen Verleihungszeremonie ausloten". Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter hält sich an einem unbekannten Ort in Russland auf.

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