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Donnerstag, 30 Januar 2014 03:49

Iranische und deutsche Archäologen setzen Forschungsarbeiten im "Salzmänner-Bergwerk" fort

Iranische und deutsche Archäologen setzen Forschungsarbeiten im "Salzmänner-Bergwerk" fort
Teheran (Isna/ bergbaumuseum.de) - Am Ende des Frühlings werden iranische Archäologen und Experten der Universität von Bochum ihre gemeinsame Erforschung des Salzbergwerks Chehrabad in der Provinz Zandschan wieder aufnehmen. Das gab Yahya Rahmati, Generaldirektor der Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourimus von Zandschan, am Dienstag bekannt.
Sie erhoffen sich von weiteren Ausgrabungen in dem Salzbergwerk noch mehr Informationen über die als "Sechs Salzmänner von Zandschan" bekannten mumifizierten Leichen von Bergleuten. 2012 waren die Erkundungen u.a. wegen mangelnder finanzieller Mittel eingestellt worden.
"Die deutschen Archäologen haben große Erfahrungen bei Ausgrabung in Salzbergwerken und es ist sehr wichtig für uns, ihr Wissen in diesem Bereich zu nutzen", erklärte Rahmati.
Im Jahre 1994 traten bei Arbeiten zur kommerziellen Salzgewinnung in unmittelbarer Nähe zum Dorf Hamzehli, etwa 340 km nordwestlich von Teheran, die ersten sensationellen Zufallsfunde zutage. Unter ihnen befanden sich die mumifizierten Überreste menschlicher Körper. Eine Notgrabungskampagne begann im Jahr 2004, nachdem Arbeiter abermals Teile menschlicher Körper fanden. Der iranische Archäologe Abolfazl Aali erkannte den kulturhistorischen Wert des Ortes und setzte sich für eine Einstellung der kommerziellen Extraktion ein. Die archäologischen Tätigkeiten wurden im Jahr 2005 fortgesetzt.
Die Grabungsergebnisse erlaubten eine zeitliche Gliederung der antiken Salzgewinnung in diesem Bergwerk in eine achämenidische, eine sassanidische, sowie eine islamische Phase.
Im Jahr 2010 startete ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf zunächst zwei Jahre bewilligtes internationales Forschungsprojekt. Das Team umfasste neben ArchäologInnen der iranischen Bodendenkmalpflege und des Deutschen-Bergbau Museums Bochum ExpertInnen für Mumienforschung, Histologie und DNA-Forschung der Universität Zürich (Zentrum für Evolutionäre Medizin; Swiss Mummy Project), der Archäometrie der Universitäten Oxford und York sowie der Archäobotanik der Ruhr-Universität Bochum.

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