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Dienstag, 03 Dezember 2013 09:49

Komet ISON hat Annäherung an Sonne nicht überlebt

Das Schicksal des Adventskometen ISON beschäftigt weiter die Astronomen. Womöglich könnten doch Teile des Kometen dessen Vorbeiflug an der Sonne überstanden haben. Experten dämpften jedoch die Hoffnungen auf eine Beobachtung des Himmelskörpers (u.r.) Das Schicksal des Adventskometen ISON beschäftigt weiter die Astronomen. Womöglich könnten doch Teile des Kometen dessen Vorbeiflug an der Sonne überstanden haben. Experten dämpften jedoch die Hoffnungen auf eine Beobachtung des Himmelskörpers (u.r.)
Washington (RIA Novosti/dradio) - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat das Schicksal des Kometen Ison endgültig für besiegelt erklärt.
  Denn der Schweifstern hat seine größte Annäherung an die Sonne nicht überlebt. ISON sei inzwischen nur noch eine Staubwolke, heißt es auf der NASA-unterstützen Seite SpaceWeather.com. Erfahrene Astrofotografen könnten die erlöschenden Spuren des Kometen noch in der klaren Dezember-Morgendämmerung einfangen. Mit dem bloßen Auge sei da aber nichts mehr zu erkennen. Der Schweifstern hätte laut Voraussagen von Sternenforschern am Weihnachtsabend ein Himmelsspektakel bescheren sollen. Am Abend des 28. Novembers erreichte ISON seinen sonnennächsten Punkt der Umlaufbahn und kam danach nicht zum berechneten Zeitpunkt hinter der Sonne hervor.  Am 29. November hieß es meist unter Hinweis auf US-Forscher, der Komet sei bei der Sonnenpassage vollständig zu einer Staubwolke verglüht.  Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung erklärte, der Kern des Schweifsterns sei schon auseinandergebrochen, bevor er an der Sonne vorbei geflogen sei. Danach habe es noch aktive Teile gegeben, die Staub spuckten, weswegen neben dem eigentlichen Kometenschweif ein zweiter kleinerer Schweif zu beobachten gewesen sei. Inzwischen sei "nichts mehr aktiv". Russische Astronomen hatten zuvor die Vermutung geäußert, dass größere Brocken des „Adventskometen“ überlebt hätten und nun, begleitet von einem Kometenschweif, mit einer Woche Verspätung auf die Erde zusteuern würden. Den Erdbewohnern blühe in der Silvesternacht und in den ersten Tagen des neuen Jahres eine Überraschung – entweder in Form eines Sternschnuppen-Schauspiels, oder aber eines Meteoritenregens, zitierten russische Medien den Sprecher der Pulkowo-Sternwarte bei Sankt Petersburg, Sergej Smirnow. Stanislaw Korotki, Direktor der Sternwarte Ka-Dar unweit von Moskau, schließt jedoch aus, dass die Reste von ISON der Erde zu nahe kommen könnten. Bei dem zwischen 2. und 4. Januar 2014 zu erwartenden erhöhten Meteor-Aufkommen handelt es sich nach seinen Worten lediglich um den jährlich wiederkehrenden Quadrantiden-Meteorstrom. Der Komet ISON war rund 4, 5 Milliarden Jahre alt. Sein Kern hatte ursprünglich einen Durchmesser von mehreren Kilometern und bestand aus Eis und Gestein. Er war erst im vergangenen Jahr von zwei Amateur-Astronomen entdeckt worden.

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