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Donnerstag, 11 Juli 2013 06:44

HPV-Impfung reduziert Genitalwarzen

HPV-Impfung reduziert Genitalwarzen
Seit dem Beginn des nationalen Impfprogramms gegen humane Papillomviren (HPV) treten in Australien bei jungen Mädchen so gut wie keine Genitalwarzen mehr auf.
Dies ermittelte eine aktuelle Studie. Zwölf- bis 13-jährigen Mädchen wird seit Mitte des Jahres 2007 in Australien in den Schulen eine kostenlose Vierfach-Impfung gegen humane Papillomviren der Typen 6, 11, 16 und 18 angeboten. Außerdem gab es 2007 bis 2009 Nachholprogramme für 13- bis 18-jährige Mädchen sowie für 18- bis 26-jährige Frauen. Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen Genitalwarzen, während HPV 16 und 18 Gebärmutterhalskrebs auslösen können. In einer ersten Trendanalyse untersuchten Wissenschaftler in Sydney nun den Effekt dieser Programme auf das Auftreten von Genitalwarzen. Das Ergebnis: Die Impfung scheint junge Mädchen sehr zuverlässig davor zu schützen. HPV-Impfung: Auch junge Männer und Frauen bis 30 profitierten Während zwischen 2004 und 2007 – also vor dem Start des Impfprogramms – noch 11, 5 % der Frauen unter 21 Jahren Genitalwarzen hatten, war ihr Anteil zwischen 2007 und Ende 2011 auf 0, 85 % zurückgegangen (minus 92, 6 %) . Bei den geimpften Frauen unter 21 Jahren gab es sogar nicht einen einzigen Fall von Kondylomen. Dies überraschte die Forscher insbesondere deshalb, weil viele der jungen Mädchen nur ein oder zwei Impfdosen erhalten hatten. Auch die 21- bis 30-jährigen Frauen profitierten offenbar von der Impfung: Vor dem Impfprogramm hatten noch rund 12 % von ihnen Genitalwarzen, im Jahr 2011 waren es nur noch 3, 1 % (minus 72, 6 %) . Bei den Frauen im Alter über 30 Jahre ließ sich hingegen kein signifikanter Effekt feststellen. Obwohl nicht geimpft, ging auch bei Jungen und Männern die Erkrankungsrate zurück: 2004 und 2007 litten noch 7, 2 und 12, 1 % der heterosexuellen Männer unter 21 Jahren an den Kondylomen, in 2011 waren es nur noch 2, 2 %. Die Forscher führen den Effekt auf Herdenimmunität zurück. Quelle: Hammad Ali et al., BMJ 2013; 346: online first

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