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Samstag, 03 Oktober 2015 06:00

Der Linde-Konzern plant Beteiligung an iranischen Flüssigerdgasprojekten

Der Linde-Konzern plant Beteiligung an iranischen Flüssigerdgasprojekten
Teheran (Iran Daily) - Der deutsche Industriekonzern "Linde" steigt beim Rennen um die vom iranischen Ölministerium geplanten Milliarden Dollar schweren petrochemischen Entwicklungsprojekte ein.
Linde-Geschäftsführer Wolfgang Buchele sagte kürzlich nach der Rückkehr von einem Besuch in Teheran, dass sein Unternehmen sich "mit Sicherheit" in Form von Technologietransfer an petrochemischen Projekten im Iran beteiligen wird, sobald erst einmal die Sanktionen aufgehoben sind.

Iran plant nach offiziellen Angaben für die nächste Zukunft massive Investitionen in die Produktion von Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas - kurz: LNG), um es vor allem nach Europa zu exportieren. Dazu hatte Iran bereits Verträge mit der "Anglo-Dutch Royal Dutch Shell", dem spanischen Unternehmen "Repsol" und dem französischen "Total"-Konzern über den Bau von drei LNG-Werken abgeschlossen, die von europäischer Seite jedoch aufgrund der Sanktionen 2010 storniert wurden.

Die jetzt geplanten Anlagen sind auf den Export von 40 Millionen Kubikmeter LNG jährlich ausgelegt. Auf minus 162 Grad heruntergekühlt, kann es mit Spezialtankern nach Europa verschifft werden und ist damit weitaus besser transportierbar als normales Erdgas, für das in diesem Falle eine 4.000 km lange Pipeleine gebaut werden müßte. Das würde viel Geld und Zeit kosten, was für Linde keinesfalls in Frage käme, wie Buchele sagte.

Außer mit Linde steht Iran auch mit einem chinesischen Partner in Verhandlungen.

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