Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Mittwoch, 23 Juli 2014 15:28

Deutsche Bank unter Druck der US-Justiz

Deutsche Bank unter Druck der US-Justiz
Frankfurt a.M. (n-tv/IRIB) - Gegegen die Deutsche Bank, Deutschlands größtes Geldhaus, wird von der New Yorker Filiale der US-Notenbank Fed wegen Hypothekengeschäften, Verdacht auf Manipulationen im Devisenhandel und Geschäften mit dem Iran ermittelt. 

Unter Berufung auf amerikanische Sanktionsgesetze gegen den Iran setzen die USA damit ihre Erpressungsstrategie gegen europäische Banken fort.  

Die Deutsche Bank ist einer der größten Devisenhändler der Welt und hat einen Anteil von knapp 15 Prozent am Devisenmarkt, auf dem täglich bis zu 5 Millionen Dollar gehandelt werden. Gegen die Deutsche Bank - und weitere Banken - wird international ermittelt, weil sie Geschäfte mit Fremdwährungen so getätigt haben soll, dass sie selbst auf die Kursunterschiede wetten und damit Gewinne einfahren konnte.
 
Sollte sich die Manipulation von Wechselkursen bewahrheiten, muß die Deutsche Bank mit einer enormen Strafzahlung rechnen. In einem anderen Verfahren wurde sie von der EU-Kommission bereits zu einer Strafe von 725 Millionen Euro verurteilt, weil sie sich mit anderen Banken bei der Ermittlung wichtiger Referenzzinssätze abgesprochen haben soll.

Schließlich drohen der Deutschen Bank hohe Strafen aus laufenden Untersuchungen von US-Ermittlern wegen verbotener Geschäfte mit Ländern wie dem Iran und dem Sudan. Es geht um Geldtransfers in Staaten, gegen die die USA Sanktionen verhängt haben. Die zum Teil mehr als zehn Jahre zurückreichenden Transaktionen wurden in US-Dollar abgewickelt. Zudem waren die US-Filialen der Geldhäuser involviert. Daher fühlen sich die New Yorker Staatsanwaltschaft, das US-Justizministerium und weitere amerikanische Behörden berechtigt, gegen deutsche Banken vorzugehen, obwohl diese Geschäfte in Deutschland nicht verboten waren und sind. Bei der Deutschen Bank rechnen Analysten mit einer Buße von mindestens 300 Millionen Euro. Die französische BNP hatte im Juni eine Strafe von fast 9 Milliarden Dollar akzeptiert, um nicht den Zugang zum amerikanischen Finanzmarkt zu verlieren.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren