Finnische Regierungsvertreter hätten Vorbereitungen für ein Ende der Gemeinschaftswährung mit einem Handlungsplan für jede Eventualität getroffen, sagte er zugleich in einem Interview mit der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ vom Freitag.
Es gibt keine Regeln dafür, wie man den Euro verlässt, aber es ist nur eine Frage der Zeit", erklärte der Minister. "Entweder der Süden oder der Norden wird wegbrechen." Die Gemeinschaftswährung sei wie eine Zwangsjacke, die Millionen Menschen in Not bringe und die Zukunft Europas zerstöre. "Aber niemand in Europa will der erste sein, der aus dem Euro aussteigt und die ganze Schuld auf sich ziehen", ergänzte er.
Die Misere der Eurozone sei eine "totale Katastrophe", betonte Finnlands Außenminister. "Das Auseinanderbrechen des Euro bedeutet nicht das Ende der Europäischen Union. Vielmehr könnte es der EU helfen, besser zu funktionieren", so Erkki Tuomioja.
Derart offen hat bislang noch kein Außenminister der Eurozone vor einem Zerfall der Währung gewarnt.
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Freitag, 17 August 2012 07:29
Finnland erwartet Bruch der Euro-Zone
Helsinki (Reuters/dpa/IRIB) - Finnlands Außenminister Erkki Tuomioja hat die europäischen Länder aufgefordert, sich auf ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone vorzubereiten.


