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Dienstag, 12 Januar 2016 12:46

Anlässlich des jüngsten Treffens des Revolutionsoberhauptes mit den Freitagsimamen

Anlässlich des jüngsten  Treffens des Revolutionsoberhauptes mit den Freitagsimamen
    Am 4. Januar empfing Ajatollah Khamenei  Freitagsimame aus ganz Iran.  Er unterstrich die Bedeutung des Freitagsgebetes und bezeichnete die Freitagsimame als die spirituellen und kulturellen Beauftragten der Revolution.

 

Er sagte, uns wurde ein Kampf um den Glauben aufgezwungen. In diesem Kampf  ist das Freitagsgebet ein wichtiger Stützpunkt  für die Verteidigung des Glaubens, der Gottesfürchtigkeit und Erkenntnis und Moral und die Freitagsimame sind sozusagen die Befehlshaber dieses Stützpunktes.  Ajatollah Khamenei unterstrich die meisten Abweichungen gehen auf die Unkenntnis von der Wahrheit zurück und die Propheten Gottes sind gekommen, um die Wahrheit darzulegen.   Er sagte die Religionsgelehrten darunter die Imame, die das Freitagsgebet leiten,  haben von den Propheten die Aufgabe geerbt, die Wahrheit der Religion vorzustellen.

In der Sure 62 – die Freitagsversammlung steht im Vers 9
„O ihr, die ihr glaubt, wenn zum Freitagsgebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs und stellt den Geschäftsbetrieb ein. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet." 

Dies ist die Stimme des Korans, die die Muslime zum Gemeinschaftsgebet am Freitag aufruft.

Das Freitagsgebet gehört zu den schönen gottesdienstlichen Bräuchen. Es dient nicht nur dem Gott-Dienen und der Charakterveredlung sondern bringt auch der Gesellschaft wichtige Vorteile, wie Einheit und Einmütigkeit, gegenseitige Hilfe und Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden.

In der Zeit, in der einer der Makellosen Imame (Friede sei mit ihnen) unter den  Muslimen lebt, ist das Freitagsgebet Pflicht. Solange er fehlt ist die Teilnahme eine freiwillige gute Tat.  

Ajatollah Khamenei bezeichnete das gemeinsame Freitagsgebet als eine Gelegenheit zur Versammlung der Muslime und zum Meinungsaustausch und er bekräftigte, auch wenn heutige Kommunikationsmittel wie das Internet und Sozialnetze  einen große Reichweite haben,  so sei es doch etwas ganz anderes und viel effektiver beim Freitagsgebet direkt zu den Menschen zu sprechen.  Deshalb bezeichnete er dieses Gemeinschaftsgebet als das Herzstück jeder Stadt, welches kulturell und politisch Wegweisung geben soll.

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution erklärte die kulturelle Wegweisung als grundlegender als die politische und forderte die Freitagsimame aus ganz Iran, die sich bei ihm versammelt hatten, auf, den Bereichen Moral und Kultur der Islamischen Gesellschaft in ihren Freitagspredigten besondere Aufmerksamkeit zu widmen. 

 

Ajatollah Khamenei sagte, die Darlegung und Verbreitung des islamischen Lebensstils gehöre zu den wichtigen Angelegenheiten im Kulturbereich und erklärte: “Eines der wichtigsten Ziele der Feinde der iranischen Nation und der Feinde des Islams besteht darin, den Lebensstil der Muslime zu verändern und ihrem eigenen Lebensstil anzugleichen.“ 

Er sagte die Beachtung der guten Sitten ist ein Merkmal des Islamischen Lebensstils, welches in allen Lebensbereichen so auch bei der Konfrontation mit Gegnern bewahrt werden muss.

Auch müsse bei den kulturellen Wegweisungen die Lese-Kultur gefördert werden.  Er forderte die Freitagsimam zu neuen Initiativen auf wie die Einrichtung von Buchständen am Ort des Freitagsgebetes. Die Jugend müsse zum Bücherlesen und die Elitekräfte zum Bücherschreiben angeregt werden.

Er bezeichnete es als wichtig, dass die junge Generation für das Freitagsgebet mit Mitteln der Vernunft und des Herzens gewonnen wird. Dabei hob er hervor dass jungen Menschen eine  feste und  überzeugende Sprache  und neue Worte gefallen. Er hob die Intensität der Gefühle von jungen Menschen hervor und unterstrich, dass sie gerne an Versammlungen teilnehmen, in der Aufrichtigkeit herrscht. Stolz und Heuchelei würden sie abstoßen.

 

Im Islam findet  die Jugendzeit besondere Beachtung. Die körperlichen und geistigen Kräfte befinden sich ja auf ihrem Höhepunkt  und die Bereitschaft zur Umsetzung großer Pläne und zur Anerkennung der Wahrheit ist größer als bei den anderen Altersgruppen. Daher empfiehlt Ajatollah Khamenei den Freitagsimamen,  dass sie das Interesse der jungen Menschen für die Teilnahme am Freitagsgebet verstärken sollen.

Ajatollah Khamenei empfahl den Freitagsimamen ein herzliches und väterliches Verhalten.

Der oberste Führer der Revolution unterstrich: „Die Tribüne des Freitagsgebetes ist eine Tribüne, von der aus über Recht und Wahrheit gesprochen werden muss und es darf von dieser Tribüne aus nichts Ungerechtes gesagt werden, nur um einigen einen Gefallen zu tun.“

Ajatollah Khamenei bezeichnete es als großes Glück, dass im Iran das Freitagsgebet stattfindet und fuhr fort: „In einigen muslimischen Ländern ist es üblich, dass die Freitagsgebetsansprachen von den Verwaltungsbehörden geschrieben und dem Freitagsimam übergeben werden, damit er sie von der Tribüne aus vorliest. Aber das ist keine richtige Freitagsgebetsansprache! Eine Freitagspredigt  ist das, was dem  Herzen und dem aktiven Geist des Freitagsimams entspringt: Es muss aus seinem eigenen Munde kommen und gut und klar  formuliert sein. Er soll von dem, was in seinem Herzen und Geist ist, das wiedergeben, was die Menschen brauchen.“   

Ajatollah Khamenei sagte, ein Freitagsimam müsse die politischen und kulturellen Leerräume  der Gesellschaft und das entsprechende Heilmittel kennen.

                                     

Auch verwies Ajatollah Khamenei auf die herannahenden Parlamentswahlen und Wahl der Mitglieder des Führung-Expertenrates.  Er rief den klaren Standpunkt  Imam Chomeinis , des Begründers der Islamischen Republik Iran (r.h.) in Erinnerung, indem er sagte:  „Zu Beginn der Revolution haben einige gedacht, wenn es die islamische Regierung gibt, sind keine Wahlen mehr nötig. Aber der Imam (Chomeini) hat gesagt: `Nein! Es muss Wahlen geben, sie müssen entscheiden und die Bevölkerung muss entscheiden. Das Volk muss wählen und es muss das geschehen, was das Volk will.`  Das Ergebnis dieser Politik war, dass das Volk an der Seite der Revolution  und in der Mitte des Schauplatzes blieb und bis heute – Gott sei Preis und Dank – geblieben ist.“

 

Der Vater der Islamischen Republik Iran, Imam Chomeini,  hat übrigens auch  gesagt: „Die islamisch-republikanische Regierung, die wir im Auge haben, wird sich von dem  Vorgehen des geehrten Propheten (s) und Imam Ali (a) inspirieren lassen und sich auf die Stimmen des Volkes stützen.  Wir richten uns nach den Stimmen des Volkes. Gott der Höchsterhabene und der Prophet des Islams hat uns nicht berechtigt, unserem Volk etwas aufzuzwingen.“

                                   

Ajatollah Khamenei verwies darauf, dass der Feind in seiner Propaganda weiter behauptet, im Iran herrsche eine Diktatur, obwohl derartig viele Wahlen seit dem  Revolutionssieg in der Islamischen Republik stattfanden.   

 

Ajatollah Khamenei betonte die Ordnungsmäßigkeit dieser Wahlen und sagte ein Wahlbetrug, der das Wahlergebnis völlig ändern würde niemals vorkommen. Das Wählen bezeichnete er als Haq-un Naas – als  Recht des  Volkes. Dieses Recht des Volkes müsse bei der Stimmenauszählung und bei der Feststellung  der Eignung von Kandidaten  bewahrt  werden. Ein weiteres Recht des Volkes bestehe darin, dass das gesetzliche Wahlergebnis akzeptiert wird. 

Er bezeichnete auch diesmal eine maximale Wahlbeteiligung als erforderlich für die Festigung und das Ansehen der islamisch-republikanischen Staatsordnung. Zugleich warnte er  vor der Einflussnahme des Feindes auf die Entscheidung des Volkes und sagte die Bevölkerung müsse entsprechend alarmiert  werden. Denn wenn Individuen, die für den Feind arbeiten  Einlass ins Parlament oder den Expertenrat oder ein anderes Organ finden würden, würden sie wie Termiten deren Grundlagen zerstören.    

                                     

Ajatollah Khamenei unterstrich, dass die Feinde Irans sich vor der Verbreitung des revolutionären Denkens und des echten Islams fürchten, da dieses Denken nicht nur ausgesprochen oder niedergeschrieben wird sondern  herrscht.

Ajatollah Khamenei sagte, dass dieses  Gedankengut heute  in der Islamischen Welt verbreitet ist und starke  und erfahrene Menschen herangebildet hat. Deshalb würden die Feinde Gefahr verspüren und weil sie denken, dass die Islamische Republik Iran Mittelpunkt dieser großen  islamischen Bewegung ist,   attackieren  sie den Iran  politisch und geistig, und setzen jedes Mittel ein.  

Ajatollah Khamenei verwies darauf, dass die Amerikaner sich etwas von den bevorstehenden Wahlen zu ihren Gunsten versprechen und einen Wandel im Iran erhoffen und sagte:  „Wir wollen auch einen Wandel, weil eine Gesellschaft nicht auf einem  Fleck bleiben sollte. Wir wollen weiterkommen. Aber unser Wandel geht in Richtung der vollständigen Islamisierung.

Denn zurzeit nennen  wir uns zwar islamisch“ , aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns bis wir völlig islamisch geworden sind. Wir müssen vorwärtsstreben und von Tag zu Tag den Zielen, welche der geehrte Prophet (s) für die Islamische Gesellschaft festgelegt hat, näherkommen. …

Wir sind auch für den Wandel, aber der Wandel des Feindes richtet sich gegen den unsrigen.  Sie wollen, dass wir im Gegenteil, uns immer weiter von den islamischen Zielen entfernen und kehrtmachen und in die von ihnen gewünschte Richtung gehen.“

 Ajatollah Khamenei betonte, dass die iranische Nation genau im Gegensatz zu dem was die Feinde wollen handeln und ihnen eine entschiedene Absage erteilen sollte, ob bei den Wahlen oder in irgendeiner  anderen wichtigen Angelegenheit der Gesellschaft.  

  

 

 

 

 

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