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Mittwoch, 16 Dezember 2015 11:44

Der zweite offene Brief an die jungen Menschen im Westen (Teil 4 – über Staatsterrorismus)

Der zweite  offene Brief  an die jungen Menschen im Westen (Teil 4 – über Staatsterrorismus)
    Staatsterrorismus hat heute durch die Unterstützung von Terrorgruppen für  Kriege in islamischen Ländern gesorgt. Die Bevölkerung in diesen Ländern bringt ständig in Angst vor den Terroristen zu.

Ihr Leben, Hab und Gut und ihren weiblichen Angehörigen sind in Gefahr.   Dieser Terrorismus ist nun auch in westlichen Ländern aufgetaucht und hat europäische Bürger in Angst und Sorge versetzt. Aber wieso verzögern die westlichen Staaten, die doch behaupten für den internationalen Frieden und die Weltsicherheit einzutreten  und die Menschenrechte zu verteidigen den Kampf gegen die Terroristen? Warum haben ihre Angriffe gegen die Terroristen  noch keinen nennenswerte Ergebnisse gebracht?

Es gibt Experten für internationale Fragen, die sagen,  dass einige westliche Länder selber die Terrorgruppen gebildet haben und sie unterstützen.   –Ein Grund für die heimliche Unterstützung ist darin zu sehen, dass der Terrorismus von westlichen Ländern politisch und wirtschaftlich ausgenutzt werden kann. Ajatollah Khamenei sagt über die westliche Unterstützung für die Terroristen:

„Es gibt heute kaum jemanden, der nicht von der Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Bildung oder Stärkung und Bewaffnung der Al-Kaida und Taliban und deren üblen Nachfolgern wüsste.“

 

Einige Nahostexperten sehen einen weiteren Grund für zögernde  Terrorbekämpfung des Westen    besonders in den wirtschaftlichen Interessen und darin einige diktatorische Regimes im Nahen Osten wie Saudi Arabien, die offen die Terroristen unterstützen, verstärkt unter Druck setzen und erpressen zu können.

In seinem jüngsten  Schreiben an die westliche Jugend hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei daher gesagt: 

„Neben diesen direkten Hilfen befinden sich außerdem die offensichtlichen und bekannten Unterstützer des takfiristischen  Terrorismus trotz ihrer rückständigsten politischen Systeme, immer in der Reihe der Verbündeten des Westens“

                            

 

Aber das deutlichste und älteste Beispiel für Staatsterrorismus im Nahen Osten ist das zionistische Regime. Seit Jahrzehnten geht es gewaltsam und brutal gegen die palästinensische einheimische Bevölkerung vor und  verletzt ihre Rechte.  Die Zionisten  töten die Palästinenser, vergreifen sich an ihrem Grund  und Boden, an ihrem Hab und Gut und an ihren weiblichen Familienangehörigen.

Aber wieso zeigen die westlichen Regierungen, die sich so besorgt über die Menschenrechte im Nahen Osten geben, keinen ernsthaften Willen um gegen einen derartig langen und umfassenden  Staatsterrorismus vorzugehen? Geraten die  politischen und wirtschaftlichen Interessen des Westens im Zusammenhang mit den  Zionisten in Gefahr, wenn  die Palästinenser über die selbstverständlichsten Menschenrechte  verfügen würden?

Sind denn die Kriege, bei denen die grundsätzlichsten Gesetze für Krieg und die humanitären Verträge missachtet werden und die grausame Tötung von Abertausenden von unschuldigen Menschen, schutzlosen Frauen und Kindern und das Blutbad, das Tel Aviv unter den palästinensischen Bürgern anrichtet, weniger von Bedeutung als der Tod von 100 Menschen in Europa, welcher sofort die Besorgnis und Empörung  der Verteidiger der Menschenrechte hervorruft?

Ajatollah Khamenei sagt über diese doppelwertige Politik des Westens hinsichtlich des Terrorismus und der Menschenrechte:

„Solange ambivalente Kriterien in der westlichen Politik herrschen, und solange sich der Terrorismus in den Augen seiner mächtigen Unterstützer in einen guten und einen schlechten aufteilen lässt, und solange die Interessen von Regierungen gegenüber den menschlichen und ethischen Werten den  Vorzug genießen, sollte man nicht anderswo nach den Ursachen für die Gewalt suchen.“

 

 

Angesichts dieser heuchlerischen Politik der westlichen Politiker bezüglich Terrorismus und Menschenrechte, besteht keine Hoffnung auf eine wirkliche Verbesserung der jetzigen Situation durch sie.

Ajatollah Khamenei  der wie andere Religionsführer den Frieden anstrebt, setzt jedoch Hoffnung in die Jugend  im Westen und schreibt:

„Ich bin davon überzeugt, dass nur Ihr jungen Leute aus den Unbilden von  heute Lehren ziehen, neue Lösungen für die Gestaltung der Zukunft finden, und die  Irrwege blockieren könnt, welche den Westen in die jetzige Lage versetzt haben.“

 

 

 

 

 

Das Revolutionsoberhaupt  unterbreitet der westlichen Jugend Vorschläge zur Herstellung von Sicherheit und einer friedlichen Atmosphäre.  Diese Ziele sind durch ein Umdenken durch die Beseitigung der Gewalt hervorrufenden  Denkart und durch Enthaltung von voreiligen Reaktionen auf Terroranschläge realisierbar.

Radikale rassistische Gruppen im Westen nutzen die Terrorereignisse um in Europa verstärkt  Angst vor dem Islam zu schüren. Das Islambild, welches die westlichen Medien mit Hilfe der Bilder Gräueltaten der Terroristen, die sich als Muslime ausgeben, verbreiten entspricht in keiner Weise dem wahren Islam. Die jungen Menschen im Westen sollen sich  nicht von der islamfeindlichen Hetzpropaganda in den Medien beeinflussen lassen, denn das würde sie daran hindern,  überlegt gegen radikale Reaktionen in ihrer Gesellschaft vorzugehen und vernünftig für den Sicherheit und Friede in ihrem Land und auf der Welt planen.

Die Terroristen, die unter der Bezeichnung Islam morden haben nichts mit dem Islam des Propheten zu tun. Darüber sagt Ajatollah Khamenei:

„Wie sollte es möglich sein, dass aus einer der ethisch und menschlich höchststehenden religiösen Lehreen, die in ihrem zugrundeliegenden Buch die Tötung eines einzigen Menschen mit der Tötung der ganzen Menschheit gleichstellt, ein Abschaum wie der IS hervorgeht?!“

 

 

Die jungen Menschen in Europa müssen erforschen, wer diese barbarischen Terroristen hervorgebracht hat.

 

                                 

Die Gleichbehandlung der Menschenwürde gehört zu den elementarsten unveränderlichen Grundsätzen der Menschenrechte.  Die Beseitigung von Gewalt genügt noch nicht zur Herstellung von Sicherheit und Frieden, sondern es müssen  auch die ungleichen Lebensverhältnisse  beseitigt werden. Durch eine bessere soziale Gerechtigkeit werden Sicherheit und Frieden garantiert. Frieden und Sicherheit sind nicht vorstellbar, solange es Benachteiligungen gibt, zum Beispiel wegen der Religion. Die Probleme lassen sich nicht durch irgendwelches diskriminierendes und radikales Verhalten gegen die in Europa ansässigen Muslime lösen.  Das macht die Lage nur noch angespannter.    Das Revolutionsoberhaupt bezeichnet daher überstürzte  Reaktionen als großen Fehler bei der Bekämpfung des Terrorismus, die vorhandene Klüfte vergrößern und sagt:

 

„Irgendwelche  impulsiven übereilten Handlungen, welche die in Europa und den USA lebende muslimische Gemeinschaft, die aus Millionen von aktiven und pflichtbewussten Menschen besteht, isolieren, in Schrecken und Besorgnis versetzen, und ihnen noch mehr als bisher ihre Grundrechte verwehren und sie in der Gesellschaft an den Rand drängen, werden  keine Lösung sein. „

Aus seiner Sicht vertieft jede hitzige, überstürze Reaktion  die Klüfte und trübt noch mehr die Situation und oberflächliche Maßnahmen werden, insbesondere wenn sie durch das Gesetz verankert werden, zu einer verstärkten Blockbildung führen und noch mehr Krisen die Tore öffnen. Eine solche verstärkte Blockbildung kann sowohl in den einzelnen westlichen Ländern  als auch weltweit zwischen der islamischen und westlichen Zivilisation auftreten. Ajatollah Khamenei sagt:     

 

„Den eingegangenen Meldungen zufolge wurden in einigen europäischen Ländern Bestimmungen eingeführt, welche die Bürger dazu anregen, die Muslime auszuspionieren. Dies ist ein ungerechtes Vorgehen und alle wissen, dass Unrecht, ob man will oder nicht, wie ein Bumerang wirken kann. Die Muslime verdienen diesen  Undank nicht. Die westliche Welt kennt die Muslime seit Jahrhunderten sehr gut. Sie hat fast immer nur Freundlichkeit und Geduld seitens der Muslime erlebt - sowohl in der Zeit, als Menschen aus dem Westen auf dem Territorium des Islam zu Gast waren und  ein Auge auf den Reichtum des Gastgebers geworfen haben, als auch in der Zeit, als der Westen selber Gastgeber war und das Tun und Denken der Muslime genutzt hat.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Terrormaßnahmen und offene Gewalt entstehen erst, nachdem Bedingungen in einer Gesellschaft aufkommen, die sie begünstigen..  Es fragt sich wie ein junger Mensch, der im Westen aufgewachsen ist sich von einer Terrorgruppe für die  unmenschlichen Ziele deren falschen Ideologie gewinnen lässt und  gegen seine Landsleute Selbstmordanschläge begeht.

Eines der Motive ist darin zu suchen, dass sie Protest gegenüber schweren Benachteiligungen demonstrieren wollen. Ungerechtigkeit und Diskriminierung ruft Hass gegen die Gesellschaft hervor und dieser bricht irgendwann einmal hervor.  Die Industrierevolution im Westen  und Benachteiligungen in den Strukturen und auf Grund der Religion oder der völkischen Abstammung haben zu unterschiedlicher Behandlung von Bevölkerungsgruppen und zu aufgestauten Emotionen geführt.   

Ajaollah Khamenei geht den Ursprüngen von Gewalt im Westen nach und sagt:

„Es stellt sich außerdem die Frage, wie jemand, der in Europa auf die Welt gekommen ist und in der dortigen Umgebung geistig und seelisch geformt wurde, von solchen Gruppen (wie die IS)  angeworben werden kann. Soll man etwa glauben, dass Leute, die ein oder zweimal in  ein Kriegsgebiet gereist sind, von einem Tag auf den anderen so radikalisiert sind, dass sie auf ihre eigenen Landsleute schießen? Mit Sicherheit darf man hierbei nicht die Wirkung der ungesunden kulturellen Nahrung, die sie ein Leben lang in einer  verschmutzten, Gewalt hervorbringenden Umgebung erhalten haben, vergessen.

In diesem Zusammenhang sind umfassende Analysen nötig, welche die offenen und versteckten Verunreinigungen der Gesellschaft feststellen. Vielleicht haben tiefe Hassgefühle, die in den Jahren der industriellen und wirtschaftlichen Entfaltung wegen Ungleichheiten und eventuell wegen gesetzlicher und struktureller Benachteiligungen in die Herzen von Bevölkerungsgruppen der westlichen Gesellschaften gesät wurden, zu Minderwertigkeitskomplexen geführt, die hin und wieder krankhaft auf diese Weise abgebaut werden.“

 

 

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