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Mittwoch, 09 Dezember 2015 07:06

Der zweite offene Brief an die jungen Menschen im Westen (Teil 2 –Menschenrechtliche Aspekte)

Der zweite  offene Brief  an die jungen Menschen im Westen (Teil 2 –Menschenrechtliche Aspekte)
  In seinem zweiten offenen Brief vom 29. 11. an die jungen Menschen im Westen, lädt  Ajatollah Khamenei diese kurz nach den Terroranschlägen im November in Paris, zum kritischen Nachdenken über wichtige internationale Probleme ein, die entschieden das Schicksal aller Menschen und den Weltfrieden beeinträchtigen.

 

Ajatollah Khamenei bezeichnet den Terrorismus als Störfaktor des Weltfriedens und verweist auf die Ursprünge der Entstehung und Erstarkung menschenfeindlicher Gruppen wie die IS-Terrormiliz.  Er ruft die jungen Menschen im Westen auf genauer den Gründen dieses Phänomens nachzugehen und nicht einfach den falschen Behauptungen westlicher Politiker und Medien zu glauben.  Er regt sie ebenso dazu an, die Politik des Westens und des zionistischen Regimes im Nahen Osten und deren Folgen für einen beständigen Frieden auf der Welt näher zu untersuchen.

In seinem Schreiben bringt er seine Besorgnis über die  Zukunft der Welt zum Ausdruck. Er sagt, er bedaure es, dass  Terroranschläge der Anlass für sein Schreiben sein müssen und fährt fort, dass schmerzliche Dinge zur Suche nach Lösungen und zur Verständigung führen müssen.

Indirekt weist Ajatollah Khamenei darauf hin dass die bisherigen Irrtümer und Irrwege die Zukunft der Welt in Gefahr bringen und möchte dass die jungen Menschen  die Methoden des Westens kritisch betrachten.   

Er richtet sich an die jungen Menschen, weil diese mehr als alle anderen um die Zukunft in der heutigen Welt besorgt sind und in der Mehrheit die Verwirklichung des Weltfriedens möchten. Sie sind noch  nicht von finanziellem und politischem Ehrgeiz geblendet.

Aus der jungen Generation werden die künftigen Politiker und geistigen Führer des Westens  hervorkommen und könnten als Verantwortliche, bei einer gesunden Denkweise mit  gerechten und humanitären Methoden eine Welt errichten, in der es keine Gewalt  mehr gibt und Frieden herrscht.

                            

Es ist klar, dass ein beständiger Friede auf  der Erde die erste Voraussetzung für den Erhalt der Zivilisation und der Menschheit ist.  Jeder Mensch und jedes Volk  hat unabhängig von Abstammung, Überzeugung und Geschlecht und ähnliches das Recht auf ein Leben in Frieden.

Zusammen mit anderen Menschenrechten ist die Respektierung dieses Rechtes  ein gemeinsamer Vorteil für alle Menschen und als  eine Vorbedingung für die Weiterentwicklung aller Völker auf allen Ebenen nicht wegzudenken. 

Die Umsetzung des Rechtes der Menschen auf Frieden, setzt voraus, dass sich die Politik der Staaten gegen  die Gefahren für den Frieden richtet und die Voraussetzungen für die Verwirklichung aller Grundfreiheiten, die in der Menschenrechtserklärung unterstrichen wurden, geschaffen werden.  

Einerseits ist die Verwirklichung des Friedens die Basis für die Verwirklichung der anderen Menschenrechte und andererseits, erfordert die Verwirklichung der anderen Menschenrechte, eine ruhige friedliche Umgebung, ohne Spannungen und Stress und Feindschaften.  Also bedingen sich der Frieden und die Menschenrecht gegenseitig.

Die Verwirklichung der Menschenrechte und Gleichberechtigung und Brüderlichkeit wird dann möglich, wenn es keine Gewalt, Konflikte, Armut, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Aggression auf der Welt gibt.  Solange die elementaren Rechte und Freiheiten der Menschen noch nicht verwirklicht sind,  ist in Wahrheit auch noch kein Friede zustande gekommen und wenn ja, dann ist es ein brüchiger nur scheinbarer Frieden und eine Täuschung  der Massen. 

Die westlichen Staatsmänner behaupten zwar dass sie nach der Verwirklichung des Weltfriedens und den menschlichen Idealen streben, aber in Wahrheit schüren sie Krieg und unterstützen den Extremismus  und  durch Zerstörung der Existenzgrundlagen, zerstören sie für einen großen Teil der  Bevölkerung  im Nahen Osten und in den islamischen Ländern

auch die Basis für die Gerechtigkeit und Verwirklichung der Menschenrechte. Ihre aggressiven Maßnahmen verhindern den internationalen Frieden und ein friedliches Zusammenleben. denn sie rufen Diskriminierung, Ungleichheit, Gewalt und Extremismus hervor.

 

Ajatollah Khamenei  bittet die junge Generation im Westen über die doppeltwertige westliche Politik insbesondere hinsichtlich der Verwirklichung der Menschenrechte und des Friedens nachzudenken. Er führt Beispiele für die Maßnahmen der westlichen Regierungsverantwortlichen an, die zur Vernichtung der Rechte der Menschen und dem Weltfrieden führen.

Zu den Maßnahmen der westlichen Regierungen gehören die vielen Feldzüge in Länder der Islamischen Welt, angeblich wegen Verwirklichung der Demokratie und der Menschenrechte.

Diese Länder haben nicht nur viele menschliche Verluste gehabt, sondern auch ihre Infrastrukturen wurden vernichtet und ihr Entwicklungsprozess gestoppt.

Diese Angriffe und Zerstörungen seitens der westlichen Regierungen  haben den Völkern damit die Grundlagen für einen normalen Lebensstandard und die Gewährleistung ihrer elementarsten Grundrechte genommen.

Der Westen beschönigt  jedoch die Feldzüge gegen islamische Länder wie Irak und Afghanistan Deshalb sagt Ajatollah Khamenei in seinem Brief:.

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Ihr werten jungen Menschen! Ich hoffe, dass ihr heute oder morgen diese von List und Heimtücke verunreinigte Denkart ändert, deren Kunst darin besteht,  langfristige Ziele zu verheimlichen  und  hinterhältige Absichten zu beschönigen.“

 

Wenn durch eine falsche Politik die Chancen für die Verwirklichung der wichtigsten Menschenrechte ungleich geworden sind, so werden Gewalt und Extremismus gefördert und bringen den Weltfrieden in Gefahr.  Der Terrorismus bedroht heute den internationalen Frieden.

Heute bedroht der Terrorismus den Weltfrieden

Ajatollah Khamenei bezeichnet den Terrorismus als gemeinsames Problem  der Islamischen Welt und des Westens.

Wenn vor kurzem Paris Terroranschlägen ausgesetzt waren, und sich die europäischen Bürger nicht mehr sicher fühlen,  so haben die Menschen im Irak, Syrien, Jemen und Afghanistan und weiteren islamischen Ländern seit Jahren und die Palästinenser seit Jahrzehnten keine Sicherheit.

Dennoch  besteht in zweierlei Hinsicht ein großer Unterschied zwischen dem Terrorismus dem die islamische Welt ausgesetzt ist und dem Terrorismus im Westen.  

 

Er sagt über den ersten Unterschied

„Erstens ist die Islamische Welt in weitaus größerem Umfang, viel intensiver und seit sehr viel längerer Zeit  Opfer der Hervorrufung von Schrecken und Furcht und der Gewalt.“

 

 Der zweite Unterschied besteht nach Meinung des Revoutionsoberhauptes darin, dass diese Gewaltsamkeiten  in der islamischen Welt immer seitens einiger großer Mächte auf verschiedene Weise wirksam unterstützt wurden.

                           

 

Das größte Hindernis für den Weltfrieden ist heute der Staatsterrorismus.

 

Die Regierungen führen manchmal direkt Terroroperationen gegen eine andere Regierung durch und manchmal lassen sie das durch von ihnen unterstützte  Extremistengruppen besorgen, Diese unterstützen sie rundherum: mit Geldern und Waffen oder sie politisch oder agitatorisch.

Beide Arten dieses  Staatsterrorismus  wurden in den letzten Jahren  im Nahen Osten und einigen Ländern der Islamischen Welt praktiziert.

Ajatollah Khamenei  weist in seinem jüngsten offenen  Brief an die westliche Jugend auf diesen Punkt hin und schreibt:  

„ Es gibt heute kaum jemanden, der nicht von der Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Bildung oder Stärkung und Bewaffnung  der Al Kaida und Taliban und deren üblen Nachfolger wüsste.

Neben diesen direkten Hilfen befinden sich außerdem die offenen und bekannten Unterstützer des takfiristischen Terrorismus trotz ihrer rückständigsten politischen Systeme, immer in der Reihe der Verbündeten des Westens, während das progressivste und klarste, aus lebendigen Volksregierungssystemen hervorgehende Denken  in der Region erbarmungslos  unterdrückt wird.“ 

Staatsterrorismus zeigt sich auch an der Terrorpolitik des zionistischen Regime gegenüber der unterdrückten palästinensischen  Bevölkerung.  Ajatollah Khamenei schreibt in diesem Zusammenhang:“Die Bürger in Europa suchen zurzeit für einige Tage in ihren Häusern Schutz und meiden Versammlungen und überfüllte Plätze. Aber eine Palästinenserfamilie  ist seit Jahrzehnten noch nicht einmal im eigenen Haus vor der Tötungs- und Zerstörungsmaschinerie des zionistischen Regimes sicher. Gibt es heute eine Gewalttat, die sich hinsichtlich ihrer Kaltblütigkeit mit dem Siedlungsbau des zionistischen Regimes vergleichen ließe? Dieses Regime zerstört, ohne jemals ernsthaft und wirksam von seinen einflussreichen Verbündeten oder zumindest von den scheinbar unabhängigen internationalen Einrichtungen gerügt zu werden, tagtäglich die Häuser der Palästinenser, ihre Obstplantagen und Äcker , und gibt ihnen noch nicht einmal die Gelegenheit, ihre  Gegenstände zum Leben an einen anderen Ort zu bringen oder ihre Ackerfrüchte zu ernten. Und all das spielt sich meistens vor den entsetzten Blicken und tränenerfüllten Augen der Frauen und Kinder ab, welche erleben, wie Mitglieder ihrer Familie verprügelt und verletzt oder in einigen Fällen zu den schrecklichen Folterstätten abtransportiert werden.  Kennt ihr in der heutigen Welt noch ein anderes Beispiel für  eine solche Herzlosigkeit, die derartig lange fortgesetzt wird?  Ist es kein Terrorismus, wenn eine Frau mitten auf der Straße von einem bis zu den Zähnen bewaffneten Soldaten erschossen wird, nur weil sie protestiert?  Wenn es kein Terrorismus ist, was ist es dann? Ist diese Barbarei nicht mehr als Extremismus zu bezeichnen, nur weil die Militärkräfte eines Besatzerregimes sie begehen? Oder soll sich etwa unser Gewissen beim Anblick dieser Bilder nicht mehr rühren, nur weil sie 60 Jahre lang laufend auf den Fernsehbildschirmen zu sehen waren?“

                                        

Eine Welt voller Frieden erfordert eine ernsthafte Bekämpfung des Extremismus,  die Verwirklichung der Menschenrechte und die Beseitigung der Diskriminierung.

Die westlichen Mächte nutzen jedoch zur Verwirklichung ihrer außenpolitischen Ziele und für ihre Interessen das Phänomen Terrorismus aus und er ist dann für sie ein „guter Terrorismus“, wenn er ihnen etwas nützt.

 

Solange doppelwertige Kriterien in der westlichen Politik herrschen und solange der Terrorismus in den Augen seiner mächtigen Unterstützer sich in einen guten und einen schlechten aufteilen lässt und solange wie die Interessen von Regierungen gegenüber den  menschlichen und ethischen Werten den Vorzug genießen, sollte man nach Ansicht von Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei  nicht bei anderen Dingen nach den Ursachen für die Gewalt suchen.

 

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