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Dienstag, 17 November 2015 04:30

Mehr über das Treffen mit den Leitern wissenschaftlicher Zentren

Mehr über das Treffen mit den Leitern  wissenschaftlicher Zentren
   Ajatollah Khamenei empfing  am 11. November Direktoren von Universitäten, Zentren  für höhere Bildung,  Wissenschafts- und Technologie-Parks sowie Forschungszentren. 

Bei diesem Treffen legte er die iranische Geschichte der Wissenschaft dar und beschrieb die Bedeutung der Universitäten in der Gegenwartsgeschichte insbesondere während der Islamischen Bewegung und nach dem Sieg der Islamischen Revolution.  Er sprach auch darüber, dass die Universitäten für die Bildung einer modernen Islamischen Zivilisation planen sollen und hob die Bedeutung der Wissenschaft als ein Mittel für Fortschritt und Erstarkung hervor. Das Revolutionsoberhaupt  sagte, Universitäten seien die wichtigsten Zentren für die Heranbildung zukünftiger Manager des Landes.

Ajatollah Khamenei erinnerte an die vielen wissenschaftlichen Größen, die Iran  in der Geschichte hervorgebracht hat, wie Ibn Sina (Avicena) Farabi, Zakariya Razi (Rhazes) und Chwarizmi und viele andere. Er sagte: „Iran ist lange Zeit  in der Geschichte ein Zentrum für die Produktion von Geistesgut und Wissenschaft  gewesen. Diese Entwicklung hielt bis zu Beginn der Qadscharen-Dynastie und dem Pahlavie-Regime an. Leider kam sie dann aber aus bestimmten Gründen zum Stillstand. In einer Zeit, in der sich die wissenschaftliche Entfaltung in Europa ereignete, konnten wir  nicht unsere Möglichkeiten in der Wissenschaft und unsere Wissenschaftsethik nutzen.“

Im Islam wird großer Wert auf die Weitergabe von Wissen und die Bemühung um den wissenschaftlichen Fortschritt gelegt. Das Wort „Ilm“, das Wissen bedeutet, hat einen Hauch von Heiligkeit an sich. Der Prophet des Islams sagt: „Es ist für jeden Menschen einen Pflicht, nach Wissen zu suchen.  Wahrlich Gott liebt die, die Wissen erlernen.“  In einem anderen Prophetenwort heißt es: „Wer nach Wissen sucht ist wie jemand, der am Tag fastet und in die Nacht mit Gebeten verbringt. Wenn jemand ein Kapitel Wissen lehrt, ist es für ihn besser als wenn der Berg Abu Qubais aus Gold wäre und er ihn auf dem Wege Gottes an Bedürftige spenden würde.“

Wegen dieser Wertstellung von Wissen und Gelehrten haben die Muslime in den ersten Jahrhunderten nach Beginn des Islams große Fortschritte gemacht.

 

Aber die wissenschaftliche Bewegung in der Islamischen Welt, zu der Iran erheblich beitrug, ging aus verschiedenen Gründen wieder zurück, zum Beispiel wegen der Gleichgültigkeit einiger Herrscher und daraufhin auch der Kolonialisierung.  Unter den Qadscharen und den Pahlavies im Iran kam es zu einem schmerzlichen Rückgang der Wissenschaft im Iran, doch nach dem Sieg der Islamischen Revolution lebte sie wieder auf.  Das Vertrauen in die eigenen Kräfte und die Befreiung von dem Joch der Fremden hatten zur Folge, dass die jungen Muslime im Iran ihre Fähigkeiten auf den verschiedenen Gebieten der Wissenschaft beweisen konnten.

Gemäß Angaben der  Datenbank Scopus  von 2012 konnte die Islamische Republik Iran  hinsichtlich der Produktion von Wissen auf internationaler Ebene an 16.Stelle und auf regionaler Ebene an erster Stelle zu stehen kommen. 

Iran produziert zurzeit 1,5 Prozent der Wissenschaft der Welt. Im Jahre 2000 waren es noch 0,13 Prozent .

Ajatollah Khamenei hob  die Wahrung des Tempos des wissenschaftlichen Fortschrittes im Lande hervor.

 Indem er auf die in der  Geschichte entstandene wissenschaftliche Rückständigkeit des Landes hinwies, - sagte er: „Falls der wissenschaftliche Fortschritt des Landes sich verlangsamt, wird unser Abstand zu der internationalen wissenschaftlichen Entwicklung zunehmen.  Daher müssen wir dieses Tempo beibehalten.“   Er sagte dies im Zusammenhang damit, dass dieses Tempo in den vergangenen zwei Jahren etwas  nachgelassen hat.

Bezüglich der vom Westen für die so genannte Dritte Welt ins Auge gefassten  Ausbildung von Managern nach westlichen Geschmack,  sagte er, dass die westlichen Staaten bei der Umsetzung dieser Pläne im Iran wegen der iranischen Wesensart und der Verbreitung und Vertiefung des islamischen und religiösen Denkens unter den Studenten und den Hochschullehrern auf Probleme gestoßen sind.

 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei  sagte, der Sieg der Islamischen Revolution  habe sich nachhaltig auf die Universitäten ausgewirkt. Viele  der aufrichtigsten und opferbereitesten  Diener der Revolution stammten aus den Hochschulen, fügte er hinzu.

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei   verwies auf die Situation an den Universitäten in den vergangenen 37 Jahren  und sagte, die bedeutendste Frage bestehe zurzeit darin, wie die Universitäten ihr historisches wissenschaftliches Erbe und die kostbare Erfahrung der Islamischen Revolution nutzen und zur Entstehung der modernen islamischen Zivilisation, nämlich dem Ideal einer  Islamischen Gesellschaft , beitragen können. Das Revolutionsoberhaupt bezeichnete die Existenz  von fähigen Kräften  für die wissenschaftliche Bewegung als  wichtig, aber noch wichtiger sei es, dass die Wissenschaft mit Moral und Spiritualität einhergeht. 

Als zwei historische Beispiele für die negativen Resultate einer Wissenschaft, die sich auf den falschen Bahnen bewegt und sich von der Ethik abkehrt, führte er die Erscheinung des Kolonialismus und die Atombombe an. Er sagte: „Wir müssen immer darauf achten, dass Moral und Spiritualität in der Wissenschaft berücksichtigt werden.“

Die Betonung dieses Aspektes geht auf die islamischen Lehren zurück.

Das Wissen ist gemäß Islam ein entscheidendes Mittel für den Menschen auf dem Wege zu dem hohen Ziel seiner Erschaffung nämlich der Annäherung an seinen Herrn,  die Vervollkommnung und das ewige Glück.

Daher haben die Muslime in der Glanzepoche ihrer Zivilisation, als der Westen im dunklen Mittelalter zubrachte, ihr Wissen nicht ausgenutzt um andere Länder  zu unterwerfen und auszuplündern.

Dahingegen hat der Westen zum Beispiel nachdem er in der Schifffahrt bewandert wurde, diese Kenntnisse ausgenutzt um  andere Länder zu kolonialisieren und auszubeuten.  Der Bau der Atombombe ist ein weiteres Beispiel für einen Umgang mit Wissen, der die Ethik außer Acht lässt. 

 

Ajatollah Khamenei  fuhr fort: „Während der wissenschaftlichen Bewegung müssen die jetzigen und die zukünftigen Bedürfnisse  des Landes ins Auge gefasst werden und muss in Fächer investiert werden, welche das Land benötigt.“ Eines dieser Bedürfnisse sei das Nuklearwissen. Seit Jahren würde auf diesem wissenschaftlichen Gebiet investiert, denn das Land brauche neue Energiequellen, wenn die Erdölressourcen zu Ende gegangen sind. 

In diesem Zusammenhang erwähnte er auch  die Urananreicherung um 20 Prozent durch die jungen iranischen Wissenschaftler und sagte: „Als der Brennstoff für den Teheraner Reaktor zur Gewinnung von radioaktiven Arzneimitteln zu Ende ging und der Westen demütigende Bedingungen für die Übergabe von Brennstoff stellte, haben  es unsere gläubigen jungen Talente dank unermüdlichem Einsatz geschafft, 20-prozentig angereichertes Uran zu gewinnen und den Bedarf des Landes gedeckt.“ 

 

 

Die kulturellen Initiativen an den Universitäten sollten außerdem auf die Herstellung von Selbstvertrauen und Zukunftshoffnung unter der jungen Generation sorgen, fuhr Ajatollah Khamenei fort und bezeichnete die Selbstunterschätzung als eine  der größten Gefahren.

 

Er warnte: „Die Universitäten und Studenten sind heute Zielscheibe der größten Umtriebe und die Feinde des Landes fürchten sich vor der Präsenz von Hochschullehrern mit einer revolutionären Haltung, die ihre roten Linien überschreiten und das Banner der Wissenschaft hochhalten. Die Feinde fürchten sich vor  einer Erstarkung der revolutionären Losungen. Um diese Entwicklung zu stoppen,  entwerfen sie  Pläne und nehmen aufwendige Investitionen vor.“

 

Er fuhr fort: „Die Hegemonialmächte sind im Moment bestrebt, die Denkweise der aktiven, klugen und begabten Kräfte in einem Land so zu ändern, dass sie sie für ihre Ziele einsetzen können.“

Ajatollah Khamenei kritisierte einige falsche Maßnahmen an den Universitäten und sagte:

 „Einige verwechseln Kulturarbeit mit der Veranstaltung von Konzerten und  Camps für beide Geschlechter,  und rechtfertigen dies damit, dass sie für Fröhlichkeit unter den Studenten sorgen wollen.“ Dazu sagte er weiter: „Für jede Umgebung ist Fröhlichkeit gut, aber nicht um jeden Preis! Was hat man im Westen anders von der Vermischung der Geschlechter gehabt als die jetzigen Sexualvergehen? Warum sollten wir dann diese Methoden übernehmen?“

Er unterstrich, „Eine geeignete Kulturarbeit besteht darin, gläubige, kreative und revolutionäre Menschen heran zu formen, die von den hohen Zielen überzeugt sind, das Land  und die islamische Staatsordnung lieben und Erkenntnis und tiefes politisches und religiöses Bewusstsein besitzen.“

                                

Die Verse des Heiligen Korans und  Lehren des Islams empfehlen den Wissenserwerb einhergehend mit der  Charakterveredlung, das heißt die Seele ist zu läutern und mit schönen Eigenschaften zu schmücken. Das Wissen ohne Charakterveredlung  kann zu einem Instrument für Unheil und Vernichtung werden.  Daher widmet Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei den kulturellen Aktivitäten an den Universitäten seine besondere Aufmerksamkeit.

 

Der Erwerb von Wissen ist die einzige Sache bei der Übertreibung nicht verurteilt wird   Der Prophet Gottes (s) hat gesagt: Wisset dass Gott jemanden, der über alle Maße hinaus nach Wissen strebt, liebt.“  Wissen kennt keine Grenzen und kein Ende und wer sich am meisten auf diesem Gebiet anstrengt, der ist bei Gott beliebter.

Wir schließen mit einem Hadith des Propheten, nämlich:

„Wer nach Wissen sucht, sucht nach Segen. Wer nach Wissen sucht ist Säule des Islams und er wird zusammen mit den Propheten belohnt.“ 

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