Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Montag, 09 November 2015 05:39

Über die Außenpolitik Irans

Über die Außenpolitik Irans
 Ajatollah Khamenei, das werte Oberhaupt der Islamischen Revolution empfing am 1. November Außenminister Zarif und die Botschafter und Geschäftsträger der Islamischen Republik Iran.

 Er beschrieb bei diesem Treffen die festen außenpolitischen Prinzipien und Strategien gemäß der Verfassung und die logischen Lösungswege Irans für wichtige Fragen der Region. Erneut betonte er, dass die Ziele welche die USA in der Region verfolgen sich um 180 Grad von denen Irans unterscheiden. Er sagte, die Außenpolitik des Landes sei die Außenpolitik der Staatsordnung gemäß Verfassung und erklärte: „In der Verfassung, ist der Islam Kriterium für die Außenpolitik. Die Stellungnahmen gegenüber Staaten und verschiedenen Fragen müssen daher auf der Religion basieren.“ Er fügte hinzu:

Die Außenpolitik des Landes basiert wie bei allen anderen Ländern auf der Welt auf langfristigen Interessen, Prinzipien und Werten und ändert sich nicht durch den Wechsel der Regierungen mit unterschiedlichen politischen Geschmack. Die Regierungen bestimmen nur über die Taktiken und die Initiativen für die Durchführung der außenpolitischen Strategien.“

Die Politik ist Teil des Islamischen Denkens und das entsprechende Vorgehen geht auf die Offenbarung und die Vorgehensweise des Propheten der Makellosen (gegrüßet seien sie) zurück.

Aus der Sicht des Gelehrten Mohammad Taqi Dschafari ist die Politik islamisch gesehen „die Verwaltung des Lebens der Menschen, ob nun auf individueller oder gesellschaftlicher Stufe, zwecks Erreichung der höchsten materiellen und immateriellen Ziele.“

Die wichtigsten Prinzipien und Inhalte der Politik in einer auf den Einen Gott ausgerichteten Staatsordnung sind daher: Das Velayat Gottes (die Herrschaft Gottes) , Befolgung würdiger Führer (Prophet und seine rechtmäßigen Nachfolger) , Ablehnung einer Hegemonie und die Wahrung der Würde des Menschen, die Hervorhebung des Glaubens und der Gottesfürchtigkeit als Schlüssel für menschliche Größe und Würde, Gewinnung der Zusammenarbeit der Bevölkerung und Enthaltung von Alleingang und Diktatur, die Gerechtigkeitssuche und Bekämpfung von Unrecht und Armut, gerechte  Vermögensverteilung und friedliches Zusammenleben aufgrund von Liebe und Barmherzigkeit.

Ajatollah Khamenei verwies auf die voluminöse Propaganda der fremden Mächte hinsichtlich einer angeblich erzwungenen oder ungewollten Änderung der Außenpolitik der Islamischen Republik und sagte: „Diese illusionäre Deutung des Westens geht in Wahrheit auf den Druck zurück, der für ihn dadurch entsteht, dass die Außenpolitik der Islamischen Republik zumindest auf Regionalebene wie ein fester Damm und Felsen einen Einzelgang der Hegemonialmächte, insbesondere der USA, verhindert. Sie haben sich schon immer eine Änderung dieser Außenpolitik der Islamischen Republik gewünscht.“:

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte, dass die Politik der Amerikaner in der sehr sensiblen westasiatischen Region die Hauptursache für die regionalen Missstände ist, und erklärte: „Im Gegensatz zu der Ansicht einiger Leute, die die USA als den Lösungsweg für die Probleme in der Region sehen, macht dieses Land selbst einen Großteil der Probleme aus.“  

Nach dem 11. September 2001 setzte eine neue Runde der Einmischungen und Quertreibereien der USA in der westasiatischen Region ein. Obwohl die Recherchen über den Terroranschlag auf die Zwillingstürme in New York, anderes aussagen, als das was die USA behaupten und Anhaltspunkte für ein Mitwirken der US-Regierung an diesem Ereignis aufgedeckt wurden haben sie unter dem vorgeschobenen Argument der  Bekämpfung des Terrorismus den blutigen Krieg in Afghanistan und in Irak begonnen und Hunderttausende von Zivilisten getötet. 

Im Gefolge dieser Kriege sind aber weder die Al Kaida noch die Taliban vernichtet worden. Es sind sogar noch zahlreiche weitere Terrorgruppen in Westasien aufgetaucht und haben nie dagewesene Verbrechen in der Region  begangen.  Im Widerspruch zu dem, was die USA hinsichtlich ihrer Terrorbekämpfung behaupten, erhalten Terrorgruppen wie die IS Rüstungs- und Finanzhilfen von diesem Staat und seinen Verbündeten. Die verletzten Terroristen werden  in den besten israelischen Krankenhäusern behandelt.  Die Unterstützung der USA für die Terroristen in Syrien beschert der Bevölkerung in diesem Land seit einigen Jahren großes Leid und ein gefahrvolles  Leben.

Ajatollah Khamenei verwies bei diesem Treffen auf einige Grundsätze der in der Verfassung genannten Außenpolitik. wie zum Beispiel die brüderlichen Verpflichtungen gegenüber allen Muslimen der Welt, die bedingungslose Unterstützung für die Unterdrückten auf der Welt, die absolute Ablehnung des Imperialismus und die Verhütung des Fremdeneinflusses in allen Bereichen, die Wahrung der allseitigen Unabhängigkeit und die Verteidigung der Rechte aller Muslime. Es seien keine Bündnisse mit den Hegemonialmächten einzugehen und zu den Regierungen, die keinen Krieg gegen den Islam führen, friedliche Beziehungen zu pflegen, ebenso müsse auf jegliche Einmischung in die internen Angelegenheiten der Völker verzichtet werden und sind die Gerechtigkeit suchenden Kämpfe der Unterdrückten gegenüber den Unterdrückern überall auf der Welt zu unterstützen-

Die Außenpolitik der Islamischen Republik Iran,“ so fügte Ajatollah Khamenei hinzu, „ist aufgrund dieser Strategien und Eigenschaften revolutionär und wird in Begleitung von klugen Strategien eine erstaunliche Wirkung erzielen. Sie besitzt das Potential, einen bedeutenden Teil der Probleme der Islamischen Welt zu lösen.“

Schließlich empfahl das Revolutionsoberhaupt den Verantwortungsträgern des Außenministeriums, den Botschaftern und Geschäftsträgern, entschlossen und selbstbewusst an den revolutionären Grundsätzen und festen Strategien der Außenpolitik festzuhalten, damit die Fremdmächte und ihre Anhänger im Inland nicht auf den falschen Gedanken kommen, die Außenpolitik der Islamischen Republik Iran habe eine Änderung erfahren. Nach den Nuklearverhandlungen Irans mit den USA, haben die amerikanischen Regierungspolitiker auf verschiedene Weise die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen versucht, dass sie die iranische Politik, die sich gegen die arroganten Herrenmächte und die Maßlosigkeit der Herrschsüchtigen richtet, ändern könnten.

Doch die iranischen Regierungsvertreter haben oftmals bekannt gegeben, dass sie nicht von ihren revolutionären Prinzipien ablassen werden.

Ajatollah Khamenei würdigte die Anstrengungen des iranischen Verhandlungsteams und dass seine Mitglieder gegenüber den 6 Weltmächten stark blieben, die Ziele verteidigten und sich den anderen Verhandlungsparteien gegenüber behaupteten. Er würdigte auch die Religiosität Dr. Zarifs. In Sachen Verhandlungen mit den USA über regionale Fragen fuhr er fort: „Die Amerikaner wollen keine Lösungen, sondern sie wollen anderen ihre eigenen Interessen aufzwingen. Sie wollen 60 bis 70 Prozent ihrer Wünsche bei Verhandlungen erzwingen und den Rest ihrer Absichten dann auf illegale Weise erreichen und auferlegen. Welchen Sinn ergeben daher Verhandlungen?“

Bereits zuvor hat Ajatollah Khamenei betont, dass die Verhandlungen Irans mit den USA nur die Nuklearfrage betreffen und Iran niemals in anderen Fragen, darunter Regionalfragen, Verhandlungen mit den USA führen werden.

Khamenei bezeichnete außerdem die Logik der Islamischen Republik in regionalen Fragen als solide und international akzeptabel. In Bezug auf die Lösungswege Irans für regionale Fragen führte das Revolutionsoberhaupt als erstes Beispiel Palästina an und sagte: „Wir lehnen einerseits das usurpatorische und künstliche Regime ab und verurteilen scharf seine täglichen Verbrechen, während wir zugleich Wahlen unter Beteiligung aller Palästinenser vorgeschlagen haben. Dies entspricht völlig den weltweit gültigen Regeln.“

Er fügte hinzu: „Die Regierung, die sich aus den Wahlstimmen des palästinensischen Volkes ergibt, soll darüber bestimmen, was mit den Zionisten und den Bewohnern in den besetzten Gebieten geschieht. Natürlich hieß es in Ablehnung unseres logischen Vorschlages, dass dies den Sturz des Besatzerregimes bedeute, was nur natürlich ist, denn dieses künstliche Regime muss stürzen.“

In Bezug auf Syrien unterstrich er: „Wir sind der Überzeugung dass es nicht sinnvoll ist, dass andere Staaten sich umeinander versammeln und über ein Regierungssystem oder seinen Chef entscheiden. Dies ist ein gefährlicher neuer Trend und keine Regierung auf der Welt wird dessen Umsetzung in Bezug auf sich selber akzeptieren.“

Er betonte, die Syrienfrage ließe sich durch Wahlen lösen. „Aber dafür“, so fuhr er fort, „müssen die militärischen und finanziellen Hilfen an die bewaffneten Gegner eingestellt werden.  Er forderte: Erst müssen Krieg und Unruhen ein Ende finden, damit die syrische Bevölkerung in einer sicheren und ruhigen Atmosphäre diejenigen wählen kann, die sie haben möchte.“

Er sagte, der Lösungsweg Irans für Irak laute, dass die Einheit des Landes und territoriale Integrität bewahrt und die Bevölkerung nach ihrer Meinung gefragt wird. Bezüglich Jemen erklärte er: Die Auseinandersetzungen in diesem Lande können bei einem sofortigen Abbruch der Verbrechen der Saudis und den Gesprächen zwischen den jemenitischen Parteien ein Ende finden. Er sagte, die Saudis würden eine doppelwertige Politik gegenüber Jemen und Syrien betreiben, und fuhr fort: „In Bezug auf Jemen sagen sie, sie hätten sich auf Wunsch des abgedankten und flüchtigen Staatspräsidenten dieses Landes militärisch eingemischt, aber in Bezug auf Syrien sind sie nicht bereit auf Wunsch des legalen Staatspräsidenten dieses Landes von der Unterstützung der bewaffneten Gegner abzulassen.“ Außerdem erklärte das Oberhaupt der Islamischen Revolution in Bezug auf Bahrain: „Die Bevölkerung von Bahrain will nicht mehr als ihr Recht auf Meinung und auf Wahlen. Für uns sind das logische Forderungen.“

Imam Ali (a) sagt: Sei Feind des Unterdrückers und Helfer der Unterdrückten.“ Gemäß den Lehren des Islams  dürfen Muslime nicht gleichgültig gegen dem Unrecht der Unterdrücker sein. Die Muslime dürfen sich kein Unrecht gefallen lassen und müssen den anderen helfen, wenn sie unterdrückt werden.

Ajatollah Khamenei hat nach der Unterbreitung der Lösungswege der Islamischen Revolution für die Probleme der Region  hinzugefügt, dass der Hauptursache für die die gestörte Sicherheit darin besteht, dass die USA das zionistische Regime und die Terrorgruppen unterstützen. Er sagte, diese Politik unterscheidet sich um 180 Grad von der Politik der Islamischen Republik Iran.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren