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Mittwoch, 23 September 2015 07:25

Hadsch-Botschaft 2015 des Revolutionsoberhauptes

Hadsch-Botschaft  2015 des Revolutionsoberhauptes
Im Namen des Allerbarmers, des Barmherzigen!

 

 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Der Friede und Segen Gottes sei bis zum Jüngsten Tag mit dem großen Sayyid  Seiner Schöpfung, Prophet Mohammad,  und dessen edlen  Familie und Gefährten und den rechtschaffenen  Freunden seiner Gefährten  nach ihm

Und gegrüßet mit „Friede“ sei die  heilige Kaaba,  die Festung des Glaubens an den Einen Gott,  die umkreist wird von den Gläubigen und zu der die Engel herabsteigen! Gegrüßt mit „Friede“ seien die Heilige Moschee und Arafat und Masch`ar und Mina und gegrüßet mit „Friede“ seien die ergebenen Herzen und die Zungen, die Gottes eingedenk sind, die Augen, die sich weit für die  Erkenntnis geöffnet haben, und die Gedanken, die zur Belehrung fanden.  Friede euch, ihr glücklichen Hadschpilger, die euch der Erfolg beschert wurde, dem göttlichen Aufruf zu folgen, und die ihr an dieser Tafel voller Segen zugegen seid.

 

Als erstes ist es Pflicht, über die weltweite historische und ewige Bereitschaftskundgebung nachzudenken, nämlich „inn-al-hamdu wan-ni'mata laka wal-mulk, laa schariika laka labbaik – „und die Gaben kommen nur von Dir und Dein ist die Herrschaft und keiner ist gleichwertig zu Dir, hier bin ich."

Alles Lob und aller Dank gehören Ihm. Aller Segen kommt von Ihm und alle Herrschaft und Macht ist Sein.  Dies ist die Sichtweise, die dem Hadschpilger zu Beginn dieser tiefsinnigen,  inhaltsreichen religiösen Pflicht  mitgegeben wird. Mit dieser Sichtweise nehmen auch die darauffolgenden Rituale Gestalt an. Diese Perspektive  kommt  wie eine bleibende unvergessliche Lehre vor den Hadschpilger zu stehen,  und er ist aufgefordert, sein ganzes Lebenskonzept auf dieser Grundlage zu regeln.  Die Einprägung und Praktizierung dieser bedeutenden Lehre ist jener segensreicher Quell, der dem Leben der Muslime Frische, Vitalität und Dynamik spendet und sie, in diesem Abschnitt der Zeit und zu allen anderen Zeiten,  befreit aus ihren Schwierigkeiten und Nöten.

Zertrümmert werden wird dank dieses abrahamitischen Aufschreis  der Götze der Ichbezogenheit, des Hochmutes und der Gelüste, der Götze der Vorherrschaftssuche und der Unterwerfung unter die Vorherrschaft, der Götze der Weltfront der Arroganz, der Götze der Trägheit und der Gleichgültigkeit, und zerschmettert werden alle Götzen, die die geehrte Seele des Menschen erniedrigen.   Freiheit und Größe und das Wohl werden anstelle von  Abhängigkeit,  Härten und Forderung nach  Leutseligkeit und Gegenleistungen seitens anderer Mächte treten.

Die  Hadschpilger, Schwestern und Brüder,  von welcher Nation  und aus welchem Land auch immer, sollten über die  himmlischen, bedeutungsvollen Worte (der Bereitschaftskundgebung (Labaik…)) nachdenken. Sie sollten aufgrund eines sorgfältigen Blickes auf die Probleme der Islamischen Welt insbesondere in Westasien und in Nordafrika entsprechend der Fähigkeiten und Möglichkeiten, die sie besitzen und die in ihrer Umgebung existieren, ihre Aufgabe und Verantwortung festlegen und nach ihrer Erfüllung streben.

Heute besteht das vorrangigste Problem für euch alle, ihr Muslime, einerseits in den böswilligen US-Strategien  dieser Region, welche Krieg und Blutvergießen, Verheerung und Obdachlosigkeit sowie Armut und Rückständigkeit und Streit zwischen Ethnien und Religionsgruppen hervorrufen, und andererseits in den Verbrechen des zionistischen Regimes, das sein  usurpatorisches Verhalten in dem Land Palästina auf die Spitze der Hartherzigkeit und Bösartigkeit getrieben hat, sowie  in der  wiederholten Verletzung der heiligen Hoheit der Al-Aqsa-Moschee und der brutalen Missachtung von Leben und Besitz der unterdrückten Palästinenser.  Ihr müsst über dieses vorrangige Problem nachdenken und eure islamische Pflicht ihm gegenüber kennen.

 

 Noch größer ist diesbezüglich die Pflicht der Religionsgelehrten und der politischen und kulturellen Persönlichkeiten, die sie leider in der Mehrheit versäumen.  Die Gelehrten sollten, anstatt das Feuer von Meinungsunterschieden über  Rechtsschulen zu schüren,  und die Politiker sollten,  anstatt sich gegenüber dem Feind passiv zu verhalten, bzw.  die kulturellen Persönlichkeiten sollten, anstatt sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, das größte Problem der Islamischen Welt  erkennen. Sie sollten  ihre Mission,  der sie vor Gott und Seiner  Gerechtigkeit nachkommen müssen,  übernehmen  und sie erfüllen.  

Es gibt Ereignisse in der Region, die dem Menschen Tränen in die Augen treiben -   im Irak und in Syrien, im Jemen und Bahrain, im Westjordanland und in Gaza und in einigen anderen Ländern in Asien und in Afrika.  Diese Ereignisse  sind große Probleme für die Islamische Ummah (Weltgemeinde),  und man muss auf den Fingerabdruck achten, den die  Komplotte der internationalen  arroganten Front bei diesen Ereignissen hinterlassen, und soll über Lösungen nachdenken.  Die Nationen sollen dies von ihren Regierungen verlangen und die Regierungen müssen ihrem wichtigen Auftrag  treu bleiben.

 

Der Hadsch und seine beeindruckenden Zusammenkünfte sind die beste Gelegenheit, um diese historische Pflicht in Erscheinung treten zu lassen und sich darüber auszutauschen.  Die Gelegenheit zur  Distanzierungserklärung sollte man durch Teilnahme aller Hadschpilger aus allen Teilen der Welt richtig zu nutzen wissen.  Die Distanzierungserklärung (vom Götzentum) gehört zu den  Ritualen mit den größten politischen Aussagen im Rahmen dieser allseitigen religiösen Pflicht (dem Hadsch).

 

Dieses Jahr hat ein  trauriges und verlustreiches Unglück in der Al-Haram-Moschee die Freude der Hadschpilger und ihrer Nationen getrübt.  Es stimmt, dass diejenigen, die bei diesem Unglück starben,  in große Seligkeit einkehren, weil sie beim   Gebetsdienst oder bei  Umkreisung der Kaaba  und beim Gott-Dienen zu ihrem Herrn zurückkehrten  und - so Gott will – im sicheren Heiligtum der göttlichen Nachsicht und Barmherzigkeit ruhen. Dies ist auch ein großer Trost für die Hinterbliebenen. Aber deswegen nimmt  nicht die schwere Verantwortung derjenigen ab,  die sich verpflichtet haben, für die Sicherheit der Gäste  des Allbarmherzigen zu sorgen. Wir fordern entschieden, dass  dieser Verpflichtung und Verantwortung nachgekommen wird.   

 

Der Friede sei mit allen rechtschaffenen Dienern Allahs

Sayyid Ali Khamenei

4. Dhu-l Hadscha 1436, 18.9.2015

 

 

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