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Dienstag, 15 September 2015 03:05

Jüngstes Bürgertreffen mit dem Obersten Revolutionsführer

Jüngstes Bürgertreffen mit dem Obersten Revolutionsführer
   Wir sind zurzeit hier im Iran gemäß dem hiesigen Sonnenkalender im Monat Schahriwar. Dieser Monat erinnert die Menschen im Iran an die Standhaftigkeit und den Märtyrertod von Männer und Frauen, die für die Herstellung des Islams und die Unabhängigkeit ihres Landes ihr Leben opferten.

 

Der 17. Schahriwar 1357, d.h. der 8. September 1978 ist ein blutiges Kalenderblatt in der Gegenwartsgeschichte Irans.  An diesem Tag waren die Bürger wie an den anderen Tagen des revolutionären Kampfes kurz vor dem Sturz des Schahregimes auf die Straßen gekommen, um gegen die Tyrannei  dieses fremdabhängigen Herrschaftsapparates zu demonstrieren und Unabhängigkeit, Freiheit und die islamische Republik zu fordern.

Der Monarch ließ jedoch  Demonstration blutig mit Maschinengewehren  unterdrücken. Über  viertausend wehrlose Menschen starben oder wurden verletzt.  Dieser Tag ging als blutiger Freitag in die Geschichte Irans ein.

Nach diesem erbarmungslosen Massaker bekam die Revolution der iranischen Bevölkerung unter Anführung von Imam Chomeini (r.h.) noch mehr Aufschwung und als 5 Monate später Imam Chomeini aus dem langen Asyl in den Iran heimkehrte war das Pahlavie-Regime gestürzt und bald darauf wurde die Islamische Republik Iran gegründet.

Anlässlich des Gedenkens an jene Tage und den tapferen Kampf der Iraner, lud Ajatollah Khamenei auch dieses Jahr Hunderte von Bürgern aus verschiedenen Bevölkerungsschichten zu einer Versammlung ein. Bei diesem Treffen   rief Ajatollah Khamenei die bedeutungsvollen Erinnerungen der iranische Nation an jene Zeit in Erinnerung und erinnerte auch an den Beginn des 8-jährigen Krieges, den der irakische Ex-Diktator am 31. Schahriwar 1359 (1980) der jungen islamischen Republik aufhalste.  Zudem sind auch zur damaligen Zeit im Schahriwar mehrere Terroranschläge auf wichtige Persönlichkeiten der Revolution verübt worden. Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei  sagte: „Im Hintergrund aller dieser Erzeugnisse war das US-Regime am Werk. Es waren amerikanische Elemente, die direkt mitgeholfen haben oder Ansporn gaben oder zumindest die Augen gegenüber diesen Verbrechen schlossen. Diese Erinnerungen dürfen unsere jungen Menschen nicht vergessen.“

Es war Robert Huyser, ein US-General der in den letzten Tagen des US-abhängigen Schah-Regimes nach Teheran kam, um dem Handlangern des  iranischen Diktators gegenüber der Revolution der muslimischen Nation Hilfestellung zu leisten. Er schreibt in seinen Memoiren:  „Ich habe die Generäle des Schahs versammelt und ihnen gesagt, sie sollen ihre Gewehrläufe senken.“  Damit meinte er, dass die revolutionäre Kräfte auf den Straßen nicht mehr durch Warnschüsse in die Luft auseinandergetrieben werden sollen, sondern das man direkt auf die Bürger zielt.

Ajatollah Khamenei sagte mit Hinweis auf die Tatsachen der Geschichte: „Die USA haben 25 Jahre lang dieses Land (Iran) absolut beherrscht … Sie waren der Pharao in unserem Land.“

Ajatollah Khamenei sagte weiter über die Feindschaft Washingtons gegenüber der islamischen Republik:

„Der Iran war damals vollständig in der Faust der USA. Alle wichtigen Elemente im Lande gehorchten dem Willen der Amerikaner. Aber der Imam hat mithilfe dieser Bevölkerung, die USA aus dem Land vertrieben. Da ist es doch klar, dass die USA ein Feind (der iranischen Nation) ist.“

Er bezeichnete es als einen historischen Schritt Imam Chomeinis dass er die USA  mit „Großer Satan“ betitelt hat  und fuhr fort:  „Iblis ist der oberste aller Satane auf der Welt, aber er führt nur in Versuchung, während die USA sowohl in Versuchung führen als auch morden,  sowohl Sanktionen verhängen als auch betrügen und heucheln.“ 

Das Revolutionsoberhaupt übte scharfe Kritik an denjenigen, die den Großen Satan als Rettungsengel darzustellen versuchen.  „Abgesehen von der Religion und dem revolutionären Geist lassen alleine schon das Verantwortungsgefühl gegenüber  dem Wohl des Landes und die Vernunft kein solches Vorgehen zu“, sagte Ajatollah Khamenei und fuhr fort: „Welcher Verstand und welches Gewissen erlauben uns, einen Verbrecher wie die USA als edel  und als Freund und vertrauenswürdig darzustellen!?“ Er warnte vor den Strategien der USA zur Einflussgewinnung  und sagte: „Der Satan, den das Volk vor die Tür gesetzt  hat, versucht durch das Fenster zurückzukehren. Wir dürfen das nicht zulassen!“

Der Oberste Revolutionsführer betonte, dass die feindliche Politik  der USA gegen das iranische Volk anhalten wird, es sei denn die iranische Bevölkerung werde so stark sein, dass sich der Feind keine Hoffnung mehr auf ein Ergebnis seiner politischen Angriffe und Angriffe auf die Sicherheit und die Sanktionen macht. Er nannte drei wichtige Faktoren für die nationale Erstarkung,  nämlich eine widerstandsfähige Wirtschaft, eine fortschrittliche  und wachsende Wissenschaft und die Wahrung und Stärkung des revolutionären Geistes besonders unter der jungen Generation.

                                 

Im Koran spricht Gott :

(Vers 60, Sure 8)

„Und rüstet gegen sie auf, soviel ihr an Streitmacht und Schlachtrossen aufbieten könnt, damit ihr Allahs Feind und euren Feind - und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt - abschreckt; Allah kennt sie (alle). Und was ihr auch für Allahs Sache aufwendet, es wird euch voll zurückgezahlt werden, und es soll euch kein Unrecht geschehen.“

 

Gemäß dieser Koranstelle müssen die Muslime immer darauf vorbereitet sein, dass sie in Gefahr geraten und sie  müssen diese Bereitschaft  nicht nur erhalten sondern sogar vergrößern, damit der Feind infolge der Stärke der Muslime davon ablässt, die islamischen Gebiete anzugreifen. 

 

Ajatollah Khamenei verwies bei dem Treffen mit der Bevölkerung am 9. September dieses Jahres darauf,  dass die USA einerseits mit dem Iran verhandelt und auf der anderen Seite iranfeindliche Beschlüsse verabschiedet. Er betonte, dass die Amerikaner mit den Verhandlungen das Ziel verfolgten einen Machteinfluss auf Iran zu gewinnen und ihre Forderungen aufzuzwingen.  Er betonte erneut, dass der Iran lediglich in Sachen Atomenergie und ansonsten in keiner anderen Angelegenheit mit der US-Regierung Gespräche geführt hat und führt. „Wir sind aber“, so fügte er hinzu, „auf allen Ebenen bereit, mit  Staaten, Völkern und Religionen Gespräche zu führen und uns zu verständigen.“

Über das zionistische Regime sagte er, dass es keine Legitimität besitzt und fuhr fort:  „Einige Zionisten haben gesagt, aufgrund des Ergebnisses der Nuklearverhandlungen bräuchten sie sich für 25 Jahre wegen Iran keine Sorgen mehr zu machen.  Aber wir sagen, ihr werdet die nächsten 25 Jahre gar nicht erleben und  in 25 Jahre wird – mit Gottes Huld -  etwas namens `zionistisches Regime` nicht mehr in der Region existieren!“ Er versicherte,  in diesen 25 Jahren würde der islamische Geist der Kampf- und Opferbereitschaft und Bereitschaft zum Dschihad, die Zionisten nicht in Ruhe lassen.

Er fuhr fort „Eines solltet Ihr wissen: Die Völker sind erwacht. Sie wissen wer ihr Feind ist.“

                                

 Anschließend sprach Ajatollah Khamenei auch über die kommenden Parlamentswahlen zu den versammelten Bürgern. Er bezeichnete Wahlen als das beste Beispiel für die Mitbeteiligung und Mitentscheidung der Bevölkerung und sagte: „Die Bevölkerung hat durch ihr Erscheinen auf dem Schauplatz der Wahlen einer wahren Volksregierung in diesem Land Form gegeben. Das ist wichtig.  In anderen Ländern werden, wenn Krieg herrscht oder etwas  passiert,  die Wahlen verschoben. Aber im Iran“, so fuhr er fort, „sind  in den vergangenen 37 Jahren niemals Wahlen, selbst  unter den schwierigsten Bedingungen, wie während der Bombardierungen im Krieg,  auch nur um einen Tag verschoben worden.“

Ajatollah Khamenei sagte zudem, dass alle Wahlen der letzten 37 Jahre im Iran aufgrund der üblichen internationalen Maßstäbe stattfanden und zu den korrektesten und besten Wahlen gehörten. Leider würden einige im Inland schon vor Beginn von  Wahlen von Wahlbetrug sprechen. Er betrachtete die rege Wahlbeteiligung als bestes  Zeichen dafür, dass die Bevölkerung in die Staatsordnung vertraut, und kritisierte, dass einige durch Lügen und grundlose Skepsis dieses Vertrauen zerstören wollen. Er fragte, weshalb einige solche Behauptungen wiederholen, obwohl  die Korrektheit der Wahlen genau überwacht wird.

Er sagte, die Stimmen der Bürger seien ein klares Beispiel für ein Haqq ul Nas (ein Recht des Volkes) ebenso wie der Schutz dieser Stimmen. Es sei  Aufgabe aller zuständigen Verantwortlichen, die Wählerstimmen zu schützen. Er  betonte: „Der Schutz der Stimme eines jeden Iraners ist eine gesetzliche und islamische Pflicht. Niemand darf in Sachen dieses hohen anvertrauten Gutes einen  Verrat begehen!“

 

Er verteidigte den Verfassungsschutzrat (auch Wächterrat genannt) gegenüber haltlosen Behauptungen im Zusammenhang mit den Wahlen  und sagte: „Der Verfassungsschutzrat  ist das wache Auge der Staatsordnung bei den Wahlen und überall auf der Welt gibt es ein solches Organ, nur heißt es eventuell anders.“ Er sagte, diese Überwachung gehöre auch zum Haqq ul Nas und müsste geachtet und bewahrt bleiben.

                         

Zur Information über die Wahlbeaufsichtigung im Iran:

Die Beaufsichtigung von Wahlen soll  korrekte Wahlen gewährleisten, damit das Recht des Volkes auf Mitbestimmung über sein  Schicksal vor Verstößen und eventuell Wahlbetrügen geschützt wird.

  Wahlbeaufsichtigung wird in allen demokratischen Gesellschaften akzeptiert.

In den westlichen Demokratien werden die Mitglieder in dem Organ für die Wahlaufsicht vom Präsidenten oder  Parlament  oder von beiden bestimmt. In der US- Präsidialordnung, beaufsichtigt  der Oberste Gerichtshof,  dessen Mitglieder der Präsident ernannt hat, die Wahlen. In Deutschland und Italien wird das Aufsichtsorgan für Wahlen  vom Parlament gewählt. In Frankreich bestimmen der  Präsident, die Nationalversammlung und der Senat darüber, wer Mitglied im Rat für die Wahlaufsicht sein soll.

  Die Mitglieder des Verfassungsschutzrates in der islamischen-republikanischen Staatsordnung Irans  sind religiöse Rechtsgelehrte und Juristen.  Die religiösen Rechtsgelehrten wählt das Revolutionsoberhaupt und die Juristen  werden indirekt von der Judikative und der Legislative bestimmt.

                               

Nun noch die Worte, mit denen Ajatollah Khamenei am 9. September dieses Jahres seine Ansprache vor einer großen Zahl von Bürgern beendete, nämlich:

„Die Islamische Republik Iran mit dieser Bevölkerung, dieser Lehre und diesem Grundgesetz wird über alle Feinde siegen, vorausgesetzt, dass wir Vertrauen auf Gott , den Allmächtigen haben, einander brüderlich die Hände reichen, unsere Einmütigkeit festigen, keine Spaltung im Land hervorrufen und  einander nicht gegenseitig schwächen. Wenn wir diese Dinge  beachten, wird Gott auch uns beachten. Jeder, der dem Islam weiterhilft, dem schickt auch Gott Seine Hilfen.“  

 

 

 

 

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