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Donnerstag, 16 Juli 2015 01:44

Ramadan-Treffen der Akademiker mit dem Revolutionsoberhaupt

Ramadan-Treffen der  Akademiker mit dem  Revolutionsoberhaupt
  In diesem Beitrag werden wir wichtige Punkte hinsichtlich der Ansprache Ajatollah Khameneis bei dem Empfang von Akademikern im Monat Ramadan besprechen.

    Der Koran erklärt  Wissen zu einem islamischen Wert. Dieses Wissen beschränkt sich nicht nur auf Theologische Wissenschaften sondern auf jegliche Art von Wissen die das Wohl der Islamischen Umma (Weltgemeinde ) gewährleistet.

Die hohe Wertstellung des Wissens im Islam, hat auch den  Gelehrten und Wissenschaftlern,  die um  Lehre und Weiterentwicklung  der Wissenschaften bemüht sind, zu einem hohen Platz in der islamischen Gesellschaft verholfen. Der Prophet des Islams (Gottes Segen sei auf ihm und Friede seinem Hause)  sagt: „Ehrt die Gelehrten, denn sie sind die Erben der Propheten. Wer sie achtet, der hat Gott und seinen Propheten geachtet.“

Das Oberhaupt der Islamischen Republik Iran lädt jedes Jahr zu verschiedenen Anlässen Akademiker zu sich ein. Am 17. Ramadan, dem 4. Juli  dieses Jahres, fand wieder ein solches Treffen statt, auf denen die Universitätsdozenten ihre Vorschläge und Ansichten unterbreiteten.

                         

Zu Beginn der darauffolgenden Ansprache  Ajatollah Khameneis betonte dieser die Tragweite der Forderung des Islams nach die Achtung der Lehrmeister.   Er sagte, dass auch dieses Treffen der Ehrung des Gelehrten gelten sollte und fuhr fort:  „Ein Ostad (Lehrmeister, Dozent, Professor)  ist nicht nur ein Lehrer, sondern er ist auch Erzieher. Es ist eine offene Weisheit   dass jemand, von dem wir etwas lernen und der uns ein Tor zum Wissen öffnet, uns automatisch auch seelisch und geistig beeinflusst.   Im Lernenden wird sozusagen durch das Lehren   eine Art Beeinflussbarkeit hervorgerufen wird und dies ist eine gewaltige und außergewöhnliche Gelegenheit.“

Ajatollah Khamenei betonte, dass die Lehrbeauftragten an den Hochschulen  diesen erzieherischen Aspekt der Lehre als einmalige Gelegenheit dafür nutzen sollen, um in der jungen Generation positive Eigenschaften zu festigen, wie Religiosität, Eifer, Gerechtigkeit und nationalen Ehrgeiz.“

 

 

Die Psychologie bestätigt,  dass der Lernende nicht nur Wissen und Kenntnisse von seinem Lehrmeister erwirbt  sondern unbewusst auch Gefühle übernimmt. Forschungen ergeben zudem, dass die meisten Einstellungsänderungen an der Universität zustande gekommen.  Die Studenten sind jung, wenn sie an die Universität kommen. Sie befinden sich noch auf der Suche nach ihrer Identität  und haben noch keinen konkreten Platz  in der Gesellschaft gefunden.  Somit gewinnt die  Rolle der Lehrbeauftragten an den Universitäten wesentlich an Bedeutung. Ihre Äußerungen und ihr Verhalten, ihr Charakter und ihre Ziele und sogar ihre Motivation wirken sich auf die Studenten aus.

                               

Das Revolutionsoberhaupt zählte die Lehrbeauftragten an den Universitäten zu den Befehlshabern im sanften Krieg und sagte:  „Heute braucht das Land junge Menschen als  starken Arm für den Fortschritt; junge Menschen, die durch ihren Glauben motiviert sind  und religiöse Erkenntnis besitzen, die  entschlossen und kühn sind, in die eigenen Kräfte vertrauend, hoffnungsfroh  und nach Autarkie strebend und  entschieden   jeden Angriff auf die nationale Unabhängigkeit abwehrend.  Wir brauchen junge Leute mit einer solchen Haltung und Moral und diese Moral können die Lehrbeauftragten an den Schulen in der jungen Generation, die an den Universitäten nach Wissen strebt, erwecken.“   

 

Das Revolutionsoberhaupt  erklärte seine Zufriedenheit darüber, dass die Mitglieder der   Universitätskader inzwischen 70 Tausend betragen und sagte, ein großer Teil von ihnen sei religiös und von den Grundlagen der Revolution überzeugt. Dies sei, so fuhr er fort,  von großer Bedeutung  und eine große Ehre für das Land.

Er lobte die Standhaftigkeit und Tapferkeit der Universitätsdozenten gegenüber den propagandistischen Angriffen der Feinde der Islamischen Revolution.

Mit Hinweis auf die wissenschaftliche Bewegung in den letzten 15 Jahren und den Aufstieg Irans auf den 16. Platz weltweit,  sagte er, dass dieser Aufstieg der außerordentlichen Beschleunigung des wissenschaftlichen Fortschritts im Iran zu verdanken ist. Er sagte: „Gemäß den internationalen Statistiken  hat sich der wissenschaftliche Fortschritt Irans  mit einem Entwicklungstempo, 13 mal größer als der internationale Durchschnittswert, entfaltet.“

Ajatollah Khamenei rief die Verantwortlichen im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Technologie auf, um  Wahrung des bisherigen Entwicklungstempos in der Wissenschaft bemüht zu sein.

2014 hat SCImago – ein renommiertes Internetportal mit Sitz in Spanien vorausgesehen, dass der Iran bei Fortsetzung des jetzigen Entwicklungsprozesses in der Wissenschaft bis 2018 auf den 4. Platz bei der internationalen Wissenschaftsproduktion gelangen wird. 

Der wissenschaftliche Stand Irans  Ende 2014 gemäß der internationalen Datenbank und Suchmaschine für wissenschaftliche Publikationen, Scopus, zeigt,  dass der Iran wie seit einigen Jahren diesbezüglich  weiter den ersten Platz unter den islamischen Ländern und der Region belegt. Ajatollah Khamenei führte diesen Erfolg Irans auf die ernsthaften Anstrengungen der Studenten, Dozenten und iranischen Wissenschaftler  zurück und  unterstrich, dieser Prozess dürfe sich auf keinen Fall verlangsamen.  

Ajatollah Khamenei nannte in seiner Ansprache am 4. Juli einige Punkte, die für die Wahrung dieser schnellen  wissenschaftlichen Weiterentwicklung beachtet werden müssen. In diesem Zusammenhang  betonte er zum Beispiel, dass man sich an den Universitäten nicht an nebensächlichen Dingen aufhalten soll. Er sagte: „Ich bin davon überzeugt, dass es im universitären Raum  politisches Bewusstsein, politische Analysen und politisches Wissen geben soll,  aber politische Spiele sollten es nicht geben und man sollte sich nicht mit Nebensächlichem beschäftigten.   Das Abschweifen vom Wesentlichen schadet nämlich der eigentlichen Aufgabe, nämlich dem wissenschaftlichen Wirken und dem Fortschritt der Wissenschaft.“

                      

Ajatollah Khamenei wies auch auf die Bedeutung der Humanwissenschaften hin und forderte erneut einen konkreten Wandel in diesem Bereich der Wissenschaft.  „Die Erzielung eines solchen Wandels erfordert Initiativen an den Universitäten und Unterstützung von außen,“ sagte er und  erklärte , dass sich an den Universitäten bereits in dieser Richtung etwas getan habe, nur müssten die relevanten Behörden die erfolgten theoretischen Resultate für einen Wandel in den Humanwissenschaften umsetzen und die Beschlüsse des Rates für den Wandel in den Humanwissenschaften verwirklicht werden.

Bereits seit mehreren Jahren hat Ajatollah Khamenei in Ansprachen und bei Treffen die Bedeutung eines Wandels in den Humanwissenschaften hervorgehoben. Dabei soll ein solcher Wandel nicht bedeuten, dass

 wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Westen nicht mehr genutzt würden. Allerdings liefert die materialistische Weltanschauung die Grundlagen für  die westlichen Humanwissenschaften und diese  weisen zum Teil große Unterschiede zu   islamischen und korankonformen  Grundlagen auf.

Ajatollah Khamenei sagt , dass die Denker der Islamischen Welt  die  westlichen  Humanwissenschaften überprüfen müssen, weil sie  auf einer falschen Weltanschauung aufbauen. Er betont, dass der  Wandel in diesen wissenschaftlichen Fächern auf der Basis der Islamischen Weltanschauung herbeigeführt werden muss.

In seiner Rede vom 4. Juli  sprach Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei auch über den Anteil des Forschungsbudgets am Gesamthaushalt des Landes. Er erinnerte daran, dass dieser Anteil laut des langfristigen Zukunftsplanes  4 Prozent betragen muss.  Da dies kurzfristig nicht erreichbar sei, müssten vorläufig mindestens 2 Prozent für die Forschung abgezweigt werden und diese Gelder auf geeignete Weise  zur Verwendung in der Forschung gelangen.

Anschließend forderte er auch die Ergänzung und Umsetzung des Papiers für die akademische Lehrordnung und sagte, aufgrund dieses Papiers würden die Kapazitäten der Universitäten und  Lehrfächer festgestellt und diesbezüglich Entscheidungen getroffen sowie  Prioritäten bei Investitionen zwecks Erzielung entscheidender Fortschritte gesetzt werden.  

Er sagte: „Die Sanktionen haben natürlich Schwierigkeiten hervorgerufen, aber sie können nicht den Fortschritt verhindern. Wir müssen unsere eigenen Kapazitäten und Fähigkeiten nutzen.“

Es gereicht der Islamischen  Republik Iran zur Ehre, dass sie sich in den verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen weiterentwickelt hat. Die Erkenntnisse in der  Nukleartechnologie und Herstellung des vollständigen nuklearen Brennstoffzyklus, durch den das Land in diesem Bereich international auf den 5.Platz gelangte,  gehören zu diesen wissenschaftlichen Erfolgen.  Außerdem  konnte das Land Fortschritte in neuen Wissenschaften erzielen, und nimmt  zum Beispiel in der Nanotechnologie  weltweit  den 7. Rang ein.  In der Lasertechnik, Mikroelektronik  und dem Roboterbau  erzielte es weitere Erfolge, ebenso wie beim Bau von Großrechnern und der  Entwicklung von hard sowie sofort ware und Nutzung der Informatik. Iran konnte 362 Medaillen auf internationalen Wissenschaftsolympiaden gewinnen.  Das alles sind Errungenschaften der  Islamischen Revolution und sie sind zum einen der besonderen Aufmerksamkeit des Revolutionsführers für die Wissenschaft und zum anderen natürlich auch den zunehmenden Anstrengungen der iranischen Wissenschaftler und jungen Akademikergeneration zu verdanken. 

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