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Donnerstag, 09 Juli 2015 02:56

Palästina aus der Sicht Ajatollah Khameneis

Palästina aus der Sicht Ajatollah Khameneis
Die Islamische Republik Iran hat die Palästinafrage an die Spitze der Probleme der Islamischen Welt gestellt und das ist ein großer Verdienst  ihrer Revolution.
Nach der Okkupierung Palästinas durch die Zionisten haben die arabischen Regierungen zunächst die Palästinafrage in den Brennpunkt ihrer  Aufmerksamkeit gerückt. Sie gründeten die Organisation für Islamische Konferenz um die  Befreiung des Heiligen El Quds zu unterstützen.   Einige arabische Staaten machten aber den strategischen Fehler, die Palästinafrage als eine arabische Angelegenheit zu betrachten, wodurch sie sich von der islamischen Weltgemeinde absonderten.  Nach drei Kriegen gegen die Zionisten und dem Verlust eines Teils ihrer Territorien hat schließlich als erster ein arabischer Staatsführer durch Unterzeichnung des Camp David Vertrages das palästinensische Freiheitsideal verraten:  es war   Anwar Saddat, Ex-Präsident von Ägypten. Dadurch büßte er sein Leben ein.
Aber in einem anderen Teil der Islamischen Welt nämlich im Iran ernannte Imam Chomeini, der Begründer der Islamischen Republik den letzten Freitag im Monat Ramadan zum internationalen El-Quds-Tag und machte die Befreiung von Palästina zu einer Forderung der gesamten Islamischen Welt. Revolutionsführer Imam Chomeini war davon überzeugt, dass das menschenverachtende zionistische Regime eine Krebsgeschwulst ist, welche absichtlich von den Zionisten und  Großmächten hervorgerufen  wurde. Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges siedelten Juden aus aller Welt in der Heimat der Palästinenser an und machten die Urbewohner von Palästina zu Vertriebenen.  Dieses internationale Programm war kein Zufall  oder ein internationaler Wiedergutmachungsakt wegen der Judenmorde der Nazis , sondern es war eine Verschwörung gegen die Muslime. Daher hat Imam Chomeini Israel als eine Krebsgeschwulst unter den islamischen Ländern bezeichnet, die entfernt werden muss.   Imam Chomeini legte den Rahmen der Politik der Islamischen Republik Iran gegenüber der Besatzung Palästinas für 10 Jahre fest. Sein Nachfolger Ajatollah Khamenei setzte diese Politik gegenüber den Aggressionen des zionistischen Regimes fort.

Bei verschiedenen Anlässen und Treffen mit den Anführern der Widerstandsfront gegenüber dem zionistischen Regime in Palästina  und Libanon hat er  das Wesen von Israel dargelegt und über den Widerstand gegenüber diesem illegalen Regime gesprochen.

Die Angriffe des zionistischen Regimes auf Libanon und die wiederholten Offensiven auf  den Gazastreifen und laufenden Angriffe auf die Palästinenser im Westjordanland und im Heiligen El-Quds (Jerusalem) bestätigen die Rechtmäßigkeit der  Stellungnahmen Imam Chomeinis und Ajatollah Khameneis zu dem Wesen Israels.

                                 

 Vor kurzem erschien ein Buch unter dem Titel Palästina aus der Sicht des Revolutionsoberhauptes, in dem auf 414 Seiten  die Stellungnahmen Ajatollah Khameneis zu  Palästina in seinen Botschaften und Ansprachen zusammengestellt wurden.

                        

Hinsichtlich der Palästinafrage und darüber, dass alle Muslime die Befreiung Palästinas als ein Ideal aufrechterhalten sollen, hat das Revolutionsoberhaupt gesagt: „Das wichtigste heutige Anliegen ist die Palästinafrage. Sie ist seit einer Jahrhunderthälfte die wichtigste Angelegenheit der Islamischen Welt und vielleicht die wichtigste Frage der Menschheit.  Es ist die Rede von dem Leid und der Obdachlosigkeit eines Volkes und der Ungerechtigkeit gegenüber ihm. Es ist die Rede von der Usurpation eines Landes; von der Hervorrufung einer Krebsgeschwulst mitten im Herzen der Islamischen Länder und an der Verbindungsstelle zwischen Ost und West  der Islamischen Welt.  Hier ist die Rede von anhaltender Unterdrückung, welche nun zwei aufeinanderfolgende Generationen des muslimischen Volkes Palästinas in Mitleidenschaft bezogen hat. Heute stellt der opferbereite Islamische Aufstand gestützt auf die Volksmassen in der palästinensischen Heimat, eine ernsthafte Gefahr für die gewissenlosen Besatzer dar, denen jegliche Menschlichkeit und Scheu vor Verbrechen fremd ist. Die Methoden des Feindes sind raffinierter und bedrohlicher denn je zuvor geworden und die Muslime auf der ganzen Welt müssen dieses Problem mehr denn je ernst nehmen und sich etwas ausdenken und etwas unternehmen …“

                                              

Im Zusammenhang mit der Palästinafrage ist besonders die Entstehung von Israel und die Vertreibung der Palästinenser aus der Heimat ihrer Väter und Vorväter ein wichtiger Punkt um auf bestimmte Äußerungen reagieren zu können. Zum Beispiel die Äußerung, die Palästinenser hätten  ihre Grundstücke an die Juden verkauft und würden nun darum kämpfen wieder in ihren Besitz zu gelangen!

Hierzu sagt  Ajatollah Khamenei: „Sie (die Engländer) haben anfangs, als sie Palästina betraten, nicht gesagt, dass sie Einwanderer nach Palästina bringen.  Denn dann hätten die Palästinenser sich gewundert und gefragt, wen sie denn herbeiholen wollten. Sie haben gelogen und gesagt: Wir holen Experten herbei.  Was ich sage, ist dokumentarisch belegt. Das steht in den Dokumenten,  die das britische Außenministerium veröffentlicht hat…  Die Außenministerien einiger Länder veröffentlichten ja alte Dokumente. Die Dokumente, von denen ich spreche wurden heute, nach 60-70 Jahren, für die Öffentlichkeit preisgegeben. Laut ihnen schreibt  ein englischer Offizier, der damals einen Auftrag in Palästina hatte, in einem Bericht: `Wir haben der Bevölkerung in Palästina gesagt, dass die Leute die nach Palästina kommen, Experten und Ingenieure sind und dass sie kommen um das Land aufzubauen. (Wir haben gesagt: )Sie werden wieder zurückkehren, nachdem sie euer Land aufgebaut haben`  In einem Brief bekennt dieser englische Offizier: `Aber wir sagen diesem Volk nicht die Wahrheit!`

   Man hat  Juden   ohne besondere Qualifikationen aus aller Welt  nach Palästina geholt und ihnen Geld,  Boden und alles Mögliche zur Verfügung gestellt.  Man wollte  nämlich die Ur-Bewohner  aus diesem Land vertreiben! Von Anfang an ist man listig vorgegangen und sobald sie festen Fuß gefasst hatten, haben sie mit ihren  Angriffen begonnen.“

                            

Ajatollah Khamenei besitzt tiefe Kenntnisse über die Palästinafrage und das Wesen des zionistischen Regimes. Aufgrund dieses Wissens hat er bei Treffen mit den Anführern des Islamischen Widerstandes in Libanon und Palästina  die verschiedenen Gefahren, die von Israel für die Muslime ausgehen, dargelegt und hervorgehoben, dass die Palästinenser in den besetzten Gebieten und außerhalb von Palästina, im Westjordanland und Gazastreifen und alle Muslime in Alarmbereitschaft bleiben müssen, um die Angriffe des zionistischen Regimes zu erwidern.  

 

Der Revolutionsführer sieht in der Palästinafrage nicht nur ein Problem der Palästinenser sondern auch ein Problem der Islamischen Welt. Die Besatzung Palästinas und Gründung des illegalen und rassistischen Regimes namens Israel betrachtet er als großes Unrecht gegen die Menschheit. Er sagt dazu: „Das Unrecht, das heute dem palästinensischen Volk angetan wird, ist noch niemals einem Volk angetan worden.“ Die Verteidigung des palästinensischen Ideals und die Ablehnung jeglicher Versöhnung ist einer der wichtigsten Grundgedanken Ajatollah Khameneis. Er sieht in der Verteidigung Palästinas eine konkrete Pflicht und betrachtet jegliche Herrschaft außer der der Palästinenser als unberechtigt und eine Beschlagnahme. Er gab offen bekannt: „Für uns ist der Dschihad gegen die Zionisten eine Pflicht.“

Die Unterstützung des Revolutionsoberhauptes für das palästinensische Ideal beschränkt sich nicht nur auf politische Unterstützung.

                      

Die Islamische Republik Iran hat sofort nach ihrem Sieg nichts unterlassen um den palästinensischen Kämpfern politisch, spirituell und finanziell zu helfen. Ajatollah Khamenei  sagt dazu: „Überall wo Palästina verteidigt wird, sind wir mit dabei.“

 

 

Am internationalen El-Quds  am letzten Freitag des Monats Ramadas finden in der Islamischen Republik immer beeindruckte Fußmärsche   statt. Dieser Tag ist so etwas wie ein Nationaltag geworden und   das freitägige Gemeinschaftsgebet in Teheran und hunderten anderen Städten Irans ist besonders stark besucht.  

Die Anführer des Islamischen Widerstandes von Palästina haben öfters die Bedeutung der Unterstützungen der Islamischen Republik für ihre Erfolge gegenüber den Offensiven Tel Avivs und für den Widerstand der Palästinenser  in Gaza-Streifen hervorgehoben. Ismail Haniyyah, Leiter des politischen Büros der Hamas, hat in einem Telefongespräch mit dem Vize-Außenminister Dr. Salehi am Gedenktag für Imam Chomeini, Anfang vergangenen Junis gesagt, dass es der iranische Revolutionsführer war, der den Gedanken der  Verteidigung von El Quds und Palästina wiederbelebte. Hanniyah würdigte auch die Fortsetzung der effektiven Unterstützung durch Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei und den iranischen Präsidenten in der palästinensischen Sache und die Unterstützung für Unterdrückte.

   

Ajatollah Khamenei hat eine demokratische Lösung für die Palästinafrage vorgeschlagen. Er ist überzeugt, dass es für die Nahostfrage nur eine Lösung gibt und zwar die Auflösung des zionistischen Regimes. Die palästinensischen Flüchtlinge müssen in ihr Land zurückkehren können. Es gibt 8 Millionen Ur- Besitzer Palästinas. Es sind in der großen Mehrzahl Muslime, aber auch Juden und Christen sind darunter.  Die Ur-Besitzer Palästinas  sollen eine Regierung bilden und diese  soll darüber entscheiden, ob die Einwanderer aus anderen Ländern   bleiben dürfen – oder zurückkehren müssen. Sie sollen auch die Bedingungen unter denen sie bleiben können, festlegen.“„

Imam Chomeini und Ajatollah Khamenei sehen beide in Israel einen Zögling des Imperialismus und der arroganten Mächte und sie fordern eine  grundsätzliche Lösung der Palästinafrage.   Ajatollah Khamenei hält jegliche Verhandlungen mit dem zionistischen Regime für sinnlos und unterstreicht, dass die Muslime ihre Kräfte  zur Befreiung von El-Quds vereinen sollen. Ein Beweis für die Richtigkeit dieses Standpunktes liefern die  60-jährige  bisheriger Erfahrung im Nahen Osten  und insbesondere die Ergebnislosigkeit das zwanzigjährigen sogenannten Nahost- Friedensprozesses.

 

 

 

 

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