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Montag, 11 Mai 2015 09:05

Jüngste Stellungnahme zu den Nuklearverhandlungen und Jemen

Jüngste Stellungnahme  zu den Nuklearverhandlungen und Jemen
   Der 12.Ordibehescht ist im Iran der Tag des Lehrers. Aus diesem Anlass hat sich dieses Jahr am 6. Mai eine größere Anzahl von Lehrkräften Irans beim Oberhaupt der Islamischen Revolution versammelt.

Ajatollah Khamenei hat in einer Ansprache  als erstes die Verdienste der Lehrer gewürdigt. Er sagte:“ Bildung und Erziehung sind in Wahrheit Ausgangspunkt für die Schaffung der zukünftigen Welt“ – Die Zukunft unserer Welt hängt von den heutigen Anstrengungen in diesem Bereich ab – Die Rolle des Lehrers ist dabei einmalig. Der Lehrer hat eine einmalige geistig- seelische Wirkung auf die heutigen Kinder, die einmal die erwachsenen Frauen und Männer von Morgen sein werden. Er bezeichnete die Ausgaben für Bildung und Erziehung in Wahrheit als Investition für die Zukunft.

                        

Ajatollah Khamenei sprach im Anschluss an die Würdigung der Lehrer  über die aktuellen Nuklearverhandlungen Irans mit der Gruppe 5+ 1 .

Er sagte mit Hinweis darauf, dass der Feind gegenüber dem Widerstand und der Stärke der iranischen Nation gescheitert ist: „Wir sind ein großes Land mit einer Bevölkerung von mehr als 70 Millionen und besitzen eine lange kulturelle Vergangenheit und eine edle Geschichte, die älter ist als die an vielen anderen Orten der Welt. Außerdem besitzen wir Tapferkeit und einen festen Willen.

Wir sind ein Volk welches seine Identität verteidigt.“

Als bestes Beispiel für diesen Rang führte er den Verteidigungskampf an, den die Iraner gegenüber dem Versuch, sie durch einen 8-jährigen Krieg zu unterwerfen, geführt haben.  Ajatollah Khamenei forderte, dass diese Größe bewahrt werden müsse.

Er fuhr fort, Politiker anderer Länder hätten direkt oder indirekt  zugegeben, dass  jedes andere Land  unter dem Druck, der zurzeit durch die Sanktionen auf die iranische Nation ausgeübt wird, zugrunde gegangen wäre.  Das Revolutionsoberhaupt  betonte, dass viele Völker die Standhaftigkeit des Irans kennen,  obwohl die  internationale Propagandamaschine zu verhindern versucht, dass sie Näheres über den Iran erfahren.   Er sagte,  selbst die Staatsoberhäupter des Westens wären sich, auch wenn sie manchmal unsachlich werden, in  Wahrheit der Größe der iranischen Nation bewusst. Sie würden es jedoch nicht aussprechen.

                  

Ajatollah Khamenei sprach auch  im Zusammenhang damit,  dass   zwei hohe  Vertreter der US-Regierung  in den vergangenen Tagen, während die Nuklearverhandlungen  im Gange waren,  dem  Iran mit einem Militärschlag drohten. Er sagte dazu: „Verhandlungen ergeben  bei Drohungen keinen Sinn und die iranische Nation duldet keine Verhandlungen die  von Drohungen überschattet werden.“

 

Der US-Außenminister John Kerry hat am 28. April wieder von der Option eines Militärschlages gegen Iran gesprochen und gesagt: „Wenn wir sehen, dass sie sich in die andere Richtung (in Richtung einer Nuklearwaffe) bewegen, werden wir wieder an den gleichen Punkt zurückkehren wo wir anfangs gestanden haben, und wenn wir wollen, erneut die Sanktionen  verhängen oder sofort die militärische Option wählen.“  Unterdessen hat US-Vizepräsident Joe Biden  am 30. April  vor dem Nahost-Institut in Washington gesagt,  der Angriff auf Iran sei nicht einfach und nicht voraussehbar. Aber er werde passieren, wenn es nötig sei. Biden erklärte: „Es ist ein Risiko, das wir möglicherweise in Kauf nehmen.“

 Ajatollah Khamenei reagierte auf diese Drohungen mit der Äußerung: „Die iranische Nation duldet  keine Verhandlungen, die von Drohungen überschattet werden!  Warum droht ihr?“

Er sagte  an die Adresse der US-Regierungspolitiker,  dass sie absolut  im Irrtum seien und wie er schon  dem vorherigen US-Präsidenten gesagt hat,  seien die Zeiten vorbei, wo jemand zuschlagen  und dann das Weite suchen konnte.  Er warnte,  die iranische Nation werde jemanden, der sie angreift, nicht mehr in Ruhe lassen.

 

Ajatollah Khamenei sagte , gerichtet an die amerikanischen Regierungspolitiker, dass sie auf die Verhandlungen angewiesen sind, weil sie in ihrem Arbeitszeugnis einen wichtigen Punkt stehen haben wollen und damit sie behaupten können: „Wir haben Iran an den Verhandlungstisch gebracht und gezwungen, einige Dinge zu akzeptieren.“

 

In Bezug auf den Iran sagte er: „… Wir möchten dass die Verhandlungen zu einem Erfolg führen und die Sanktionen aufgehoben werden, aber das soll nicht bedeuten, dass wir bei Nichtaufhebung der Sanktionen nicht mehr das Land verwalten könnten. … Heute steht für alle im Inland fest, dass die Lösung der Wirtschaftsprobleme nicht von der Aufhebung der Sanktionen abhängt, sondern dass diese Probleme durch kluge Überlegung, aufgrund eines festen Willens und  mit unseren  eigenen Kapazitäten gelöst werden müssen, ob es Sanktionen gibt oder nicht.“

Ajatollah Khamenei  sagte weiter, ohne Sanktionen wäre es möglicherweise einfacher, die Wirtschaftsprobleme zu bewältigen, aber diese würden auch  bei anhaltenden Sanktionen lösbar sein.

 

Ajatollah Khamenei betonte: „Ich bin nicht mit Verhandlungen einverstanden, die unter Drohungen verlaufen. Sie sollen Gespräche führen und eine Vereinbarung erzielen, das ist in Ordnung, aber dabei müssen die wichtigen roten Linien eingehalten werden.“ Die Mitglieder des iranischen Verhandlungsteams dürften sich  nichts aufzwingen lassen und keine Herabsetzung und Drohung akzeptieren, forderte er.   

                                           

Ajatollah Khamenei  verwies auf den schlechten internationalen Ruf der US-Regierung.  Ein Grund dafür sei zum Beispiel ihre offene Unterstützung für die Verbrechen des saudischen Regimes in Jemen. Darüber sagte er:   

„Ohne jegliche Rechtfertigung und lediglich unter dem Vorwand, dass das jemenitische Volk eine bestimmte Person nicht als Präsidenten anerkennt, massakrieren sie die unschuldige Bevölkerung in Jemen, darunter   Frauen und Kinder, und die Amerikaner unterstützen dieses gewaltige Verbrechen.“

Ajatollah Khamenei sagte weiter: Die USA genießen aus der Sicht der Völker in der Region keinerlei Ansehen.

                       

 

Am 26. März dieses Jahres hat das saudi-arabische Regime einen Großangriff auf Jemen gestartet, um den zurückgetretenen jemenitischen Präsidenten Mansur Hadi, der sein naher Verbündeter ist,  wieder an die Macht zu bringen.

Dieser Angriff dient zur Schwächung der Volksbewegung der Ansarallah (Huthis) , die seit September 2014 die Hauptstadt von Jemen Sanaa in der Hand haben.

 

Das Weiße Haus hat kurz nach Beginn der saudischen Angriffe  auf Jemen erklärt, dass es bei diesem Angriff enge Zusammenarbeit  mit Riad  und nachrichtendienstliche und logische Unterstützung leistet. Seit mehr als 40 Tagen ist die Zivilbevölkerung in Jemen den brutalen Angriffen der Saudis  ausgesetzt, bei denen auch Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden.

 

Das Revolutionsoberhaupt sagte mit Hinweis auf die offene Unterstützung der USA für das saudische Regime und die Militärhilfen gegen die wehrlose Bevölkerung : „Sie erklären sogar offen ihre Unterstützung und schämen sich nicht. Und dann sagen sie zu uns: Warum helft ihr?  Wir wollten nur  Medikamente für die  Kranken schicken.  Sie brauchen keine Waffen von uns. Alle Kasernen von Jemen und die Armee stehen der revolutionären kampfbereiten Bevölkerung dieses Landes und  der Ansarallah zur Verfügung. 

Sie brauchen also keine Waffen von uns. Ihr verwehrt einem Volk den Zugang zu Medikamenten und zu Nahrung und Energie und befehlt: Nicht dass einer ihnen hilft! Ihr habt sogar dem Roten Halbmond nicht erlaubt Hilfe zu leisten. Zugleich schicken sie (die USA) militärische Informationen an die Saudis, geben ihnen Waffen, stellen ihnen Möglichkeiten zur Verfügung und spornen sie politisch an. Sie sind wirklich verrufen!“ 

                              

 

Nach der Verschärfung der Angriffe Saudi Arabiens auf Jemen und dem großen Mangel an Arzneimitteln und medizinischer Ausrüstung zur Rettung der Verletzten, hat der iranische Rote Halbmond begonnen Nahrungs- und Arzneimittelhilfen nach Jemen zu entsenden. Aber die Saudis haben den Fluglotsenturm und die Hauptlandebahn  des Flughafens bombardiert und die Landung des Flugzeuges der iranischen Hilfsorganisation verhindert.  Unterdessen besaß das iranische Flugzeug die notwendigen Genehmigungen für eine Landung in Sanaa von den zuständigen Behörden.  Schon am 22. April hatten die Kriegsflugzeuge Saudi Arabiens verhindert, dass ein iranisches Flugzeug nach Absprache mit dem internationalen roten Kreuz  humanitären Hilfen in den Jemen einfliegt.

                                       

Ajatollah Khamenei unterstrich abschließend zu seinen Ausführungen über  die Nuklearverhandlungen und die Drohungen der USA sowie  die US-unterstützten Angriffe auf Jemen, der Weg, den die iranische Nation gewählt hat, sei vernünftig, solide und erfolgreich.  Er sagte: „Mit Gottes Hilfe und zum Missbehagen der Feinde  wird dieser Weg   seine Resultate bringen und alle werden sehen, dass die Feinde nicht ihre üblen Absichten hinsichtlich des iranischen Volkes verwirklichen konnten.“

 

 

 

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