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Donnerstag, 04 September 2014 07:56

Das Revolutionsoberhaupt zum Thema Takfiri-Gruppen wie IS (2)

Flagge der Gruppierung „Islamischer Staat“ (IS - ehemals ISIS). im Irak und der Levante“ Flagge der Gruppierung „Islamischer Staat“ (IS - ehemals ISIS). im Irak und der Levante“
Im ersten Teil haben wir über die Ansicht Ajatollah Khameneis hinsichtlich der  zunehmenden Takfiri-Bewegung der letzten Jahre, welche die Sunnah des Propheten und den Koran starr und oberflächlich auslegt und andere Muslime , insbesondere die Schiiten, verfolgt, gesprochen.

Wir sagten, dass das Revolutionsoberhaupt darin ein neues Szenario der Hegemonieordnung zur Zwietrachtstiftung unter den Muslimen sieht.                   

Wohlgemerkt  erfahren diese Gruppen mit ihrem muslimischen Anstrich heimlich die Unterstützung von  Großmächten, und dies reicht als Hinweis darauf,  dass diese Mächte  sie für ihre politischen Ziele einsetzen.

Die internationalen arroganten Kräfte und Mächte stellen diese Gruppen als Muslime vor, um den Islam in der Weltöffentlichkeit zu diffamieren. Dies dient dem Zweck, Einmischungen in muslimische Länder zu rechtfertigen und sich letztendlich die Muslime untertan zu machen.

Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagt darüber:     

„Die Herrscher des Unglaubens und der Heuchelei,wollen,  angeführt von den USA und Israel   die Formel „Dschihad und Widerstand“ in das Projekt „Takfir (Exkommunikation) und Terrorisierung der Kinder des Islams umwandeln . Kurz: Sie wollen der Islamischen Welt einen schiitisch-sunnitischen Krieg aufbürden und die muslimischen Völker darin verwickeln. Es schwebt ihnen vor, auf diese Weise alle materiellen und immateriellen Schätze der Islamischen Welt in den Griff zu bekommen. (Sommer 2012).“

                 

Die Urheber der Menschenrechtsverletzungen, welche die Takfiris an Muslimen begehen,   sind in Wahrheit ihre Unterstützer. Wenn der Westen mit Hilfe der Kommunikationsmitteln und  durch Geldmittel Schiiten und Sunniten zur gegenseitigen Beleidigungen und Konfrontationen aufstacheln, lässt sich daraus schließen, dass es der Front der arroganten Mächte etwas nützt, wenn die Muslime miteinander in Streit geraten.

 

Das Revolutionsoberhaupt sagt darüber :

„Die arroganten Unterdrückermächte versuchen die Anhänger der verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen in Konflikte miteinander verwickeln und dann durch Hervorhebung der ekelhaften Maßnahmen von Takfiri-Gruppen, wie der Biss in die Leber eines Ermordeten, den echten Islam in der Weltöffentlichkeit zu verunglimpfen."  

Das Revolutionsoberhaupt unterstreicht dass dies ein abgekartetes und vorprogrammiertes Spiel der arroganten Mächten ist.  (Januar 2014)

 

Aus der Sicht Ajatollah Khameneis gehören die Takfiri-Gruppen weder zu den Schiiten noch zu den Sunniten. Sie rufen Konflikte unter den Muslimen hervor und dienen den Interessen der Feinde des Islams  . Aber Ajatollah Khamenei  hat trotzdem diejenigen, die Takfiris wie die IS finanziell unterstützen und ausrüsten, als die  wichtigsten Feinde bezeichnet und gesagt: „Der Hauptfeind ist derjenige, der sie aufhetzt, der ihnen Geld gibt, und wenn ihre Motiviation nachlässt sie wieder mit Hilfe verschiedener Mittel motiviert. ... Es sind die verborgenen Hände der Sicherheits- und Nachrichtendienste im Spiel .“ 

(Juni 2014)  .

 

Der Koran hat vor der Spaltung gewarnt. Im Vers 159 der Sure 6 steht: „Mit jenen aber, die zur Spaltung ihrer Religion beitrugen und zu verschiedenen Parteien (und Glaubensgruppen)  geworden sind, hast du (Prophet)  nichts Gemeinsames. Gott allein entscheidet über sie ...“

 

Der Koran  spricht davon, dass es bei den Polytheisten üblich ist, sich in Gruppen aufzuspalten, die Muslime jedoch unbedingt eine Spaltung vermeiden müssen. Die Muslime sind aufgefordert, sich unter dem monotheistischen Banner zu vereinen. Der Koran mahnt: (in Sure 30, 31 und 32)

... und reiht euch  nicht unter die Götzendienern. „

Unter diejenigen, die ihren Glauben gespalten haben und zu Parteien geworden sind - ...“

                            

Eine negative Folge der Spaltung unter den Muslimen besteht darin, dass sie nicht die Welle islamischen Erwachens fortsetzen. Angesichts dieser Tatsache verwies das Revolutionsoberhaupt  am 29.4.2013  auf die große Gefahr, dass die islamischen Erwachungsbewegungen sich in blutige Konflikte zwischen Anhängern verschiedener Rechtsschulen oder Konfessionen bzw. Volks- oder Nationalgruppen verwandeln.

Ajatollah Khamenei sagte über die diesbezüglichen Machenschaften: „Diese  werden heute seitens der Spionagedienste des Westens und des Zionismus mit Hilfe der Öldollars und verräterischer Politiker  von Ostasien bis Nordafrika und insbesondere in der arabischen Region  massiv weiterverfolgt.   Gelder, die für ein besseres Leben der Geschöpfe Gottes eingesetzt werden könnten, sind für Drohungen, Exkommunikationen, Terror, Bombenlegungen, Ermordung von Muslimen und Entfachung eines andauernden Hasses  vergeudet worden."

Die Situation erfordert also  Scharfsinn  und Weitsicht gegenüber der Zwietrachtspolitik, damit die Muslime nicht den Islamfeinden den Gefallen tun und sich untereinander streiten. Ajatollah Khamenei sagt darüber: „Diese Weitsicht , die bei Ereignissen notwendig und die auch in den Überlieferungen und den Worten von Imam Ali hervorgehoben wird, bedeutet, dass der Mensch über die Ereignisse, die um ihn herum geschehen und die ihm bevorstehen und mit ihm zu tun haben, nachdenkt. Seid bestrebt, die Ereignisse nicht oberflächlich zu betrachten. Mit den Worten Amir al Mumenins (Imam Alis) sollt ihr aus den Ereignissen eine Lehre ziehen (Nahdschul Balagha Ansprache 103) ... d.h. ihr sollt  Angelegenheiten aufgrund von gründlichen Nachdenken bewerten. Mit dieser Bewertung gelangt ihr zur Erkenntnis. .. d.h. der Mensch gewinnt Einsicht und seine Auge öffnet sich für die Wahrheit.“

Ein Mensch mit Erkenntnis und Weitsicht begreift , dass jemand der nach Spaltung unter den Muslimen sucht, mit Sicherheit von dem imperialistischen System gelenkt wird.  Ajatollah Khamenei nennt den Muslimen daher  grundlegende Kriterien :  Er sagte im Juni 2013: „ Jeder der heute zur Einheit der islamischen Welt aufruft , spricht im Sinne Gottes und  wer die muslimischen Völker und islamischen Rechtsschulen und verschiedenen muslimischen Gruppen zur Feindschaft gegeneinander anspornt ... der spricht im Sinne von Satan. Wer mit der Zunge des Iblis spricht, der  befördert sich selber und die, die auf ihn hören in die Verdammnis... „

 

-„ Siehst du nicht jene, die Allahs Gnaden mit der Undankbarkeit vertauschten und ihr Volk in die Stätte des Verderbens brachten?“(Die Stätte des Verderbens und der Vernichtung ist nichts anderes als) die Hölle. Darin erleiden sie die Feuerstrafe und das ist eine schlimme Unterkunft.“  (Sure 14, Vers 27 und 28) 

Es ist zweifelsohne die Einheit der Muslime, welche inmitten des Feuers der Zwietrachtstiftung und des Aufruhrs,   die üblen Ziele der imperialistischen arroganten Welt gefährdet ..

Der Koran hat den Muslimen die Einheit geboten und gesagt: 

„Und haltet insgesamt an Allahs Seil (Koran, Islam, jedes Mittel der Einheit )  fest, und teilt euch  nicht, ..-. (Sure 3, Vers 103)“

Der Erhabene Prophet (s) hat gefordert, dass die Muslime gegenüber den  Fremden zusammenhalten.

Ajatollah Khamenei sagt daher in einer Ansprache im Jahre 2005:

Der einzige Weg, auf dem die Islamische Welt die Interessen der muslimischen Völker wahren kann, ist die Vereinigung um die Achse des Islams und ein Nein gegenüber den  imperialistischen Absichten und Hoffnungen der Feinde und arroganten Mächte. Der  arrogante Imperialismus hat es darauf abgesehen, die nationale und religiöse Identität in der Islamischen Welt und insbesondere im Nahen Osten auszulöschen. Gegen diese Absicht kann nur durch größere Einheit und Solidarität, durch Festhalten am Islam und seine Verbreitung und durch Widerstand gegenüber  der Maßlosigkeit der USA und arroganten Herrscher vorgegangen werden.“

Aus der Sicht Imam Alis (a)  hat Gott in der Geschichte der Menschheit keinem Volke und keiner Gemeinschaft einen Segen zukommen lassen, wenn  es zerstritten war (Ansprache 176, Nahdschul Balagha) . Vielmehr führt Zwietracht dazu, dass Gott  den Menschen Segensfülle und Macht nimmt. Daher  braucht die Islamische Welt heute mehr denn je Einheit und muss sich vor Zwietracht hüten, damit die  Feinde des Islams vor ihrer Stärke Respekt haben und sich in Acht nehmen.

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