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Dienstag, 02 September 2014 02:02

Das Revolutionsoberhaupt zum Thema Takfiri-Gruppen wie IS (1)

Das Revolutionsoberhaupt zum Thema Takfiri-Gruppen wie IS (1)
In diesem Text geht es um die Ansichten Ajatollah Khameneis über  den Nutzen des Terrors der Takfiris für das zionistischen Regime.

In Syrien sind schon seit mehreren Jahren und im Irak inzwischen mehrere Monaten  takfiristisch-salafistische Terroristen aktiv .  Sie haben Unruhe gestiftet, richten Verbrechen an und bringen Muslime um, wobei sie behaupten den echten Islam zu verteidigen.  Diese Gruppen gehen takfiristisch mit anderen Muslime um, d.h. sie werfen andersdenkenden Muslimen Kufr (Unglauben) vor, exkommunizieren und bekämpfen sie brutal.  In Wirklichkeit haben sie sich damit zum besten Instrument für die Verwirklung der Spaltungsabsichten der Feinde des Islams entwickelt.                             

Der Nahe Osten ist das geografische Zentrum der Islamischen Welt und die Takfiri-Terroristen begehen genau in dieser Region ihre Massaker an Muslimen.  Die Ideologie der Takfiris hat nichts mit dem Islam zu tun, was an ihren Schreckenstaten, die sie mit dieser Ideologie begründen,  zu sehen ist. Ihr Vorgehen    steht klar im Widerspruch zum Islam.    Zugleich gibt  die gar nicht so sehr verborgene  Unterstützung der arroganten Gewaltmächte und des Weltzionismus für diese Terroristen Aufschluss über die wahre Identität der Takfiri-Salafisten.

Die Takfiris behaupten , die Rückkehr zum Koran und zum islamischen Religionsrecht (Scharia) sei eine ihrer elementaren Grundsätze, aber dies sind nur leere Propagandasprüche. In Wahrheit gibt es im Islam keinerlei Rechtfertigung für ihr Vorgehen.  Ihre abwegige Interpretation der islamischen Lehren  hat zu einer gewaltsamen Ideologie geführt und ihre Anhänger  bedienen sich zur Durchsetzung dieser Ideologie terroristischer Methoden und der Verbreitung von Furcht und Schrecken.  Konkrete Beispiele für dieses Vorgehen liefern  Takfiri-Gruppen wie die Al Qaida und die Taliban, die Boko Haram und die IS (auch ISIS, ISIL oder Daisch. )

Unterdessen ist der Islam die Religion der Barmherzigkeit und Güte und lässt bis auf Ausnahmefälle , die unter besonderen Bedingungen gelten, keine Gewaltanwendung zu. 

Die abwegige Interpretation der Takfiris geht historisch gesehen auf das Denken von Ibn  Tamiyyah (1263 -1328 n.Chr. ) zurück. Dieser lehnte  aufgrund einer oberflächlichen Auslegung des Korans und der Sunnah (Vorgehensweise des Propheten) jegliche neue Strömungen aufgrund von Rationalität, Philosophie und Scholastik ab.  Seine Ideen und Gedanken wurden nun, in der Gegenwartsgeschichte , zum Ausgangspunkt für die Entstehung von üblen Terrorgruppen , die angeblich einen islamischen Staat gründen wollen. 

Der Westen will sich die muslimischen Völker auf der Welt untertänig machen und deshalb hat man den Gedanken verbreitet, dass der Islam nicht in die moderne Welt passe und durch Terroraktionen auf die moderne Zivilisation reagiert.  Im Rahmen dieser Propaganda wird behauptet, der Islam sei eine   Religion, die sich gegen die Vernunft stellt. Diese Dinge haben zur Umsetzung des Projektes der Islomophobie und dazu geführt, die Muslime auf der Welt als Terroristen abzustempeln.

Der Gründer der islamischen Republik Iran, Imam Chomeini hat vor vielen Jahren vor der Gefahr  eines starren Denkens in der Islamischen Welt gewarnt . Er prägte den Begriff des amerikanischen „Islams“ als Gegenstück zum wahren Islam Mohammads (s)    und erklärte, dass geistige Starre Teil  dieses  amerikanischen Islams ist, welcher sich äußerlich auf den Islam gestützt,  jedoch die Herrschaft der Religionsfeinde und die Zusammenarbeit mit Abgottregimes akzeptiert. Auch hat das jetzige Oberhaupt der Islamischen Revolution Irans, Ajatollah Khamenei,  die Takfiri-Bewegung als eine neue Strategie der Islamfeinde zur Bekämpfung des Islams  bezeichnet.  Über den Salafismus und die Abweichungen der Takfiri-Gruppen vom Islam sagte er:  

„Wenn Salafismus bedeutet an den Grundsätzen der Schrift und der Sunna festzuhalten und den Grundwerten treuzubleiben und gegen Aberglauben und Abweichungen zu kämpfen, das Religionsgesetz wiederzubeleben und die Verblendung durch den Westen abzulehnen, dann sollten alle Salafit sein. Aber wenn es als  Fanatismus und versteinertes Denken und Gewalt unter den Religionen oder den islamischen Denkschulen verstanden wird- ist es nicht mehr mit Kreativität,  Toleranz und der Rationalität – welche  die Säule des islamischen Denkens und der islamischen Zivilisation bilden, vereinbar und wird selber zur verstärkten Verbreitung von Säkularismus und Religionslosigkeit beitragen.    (Ansprache zum Freitagsgebet   3.2.2012 )  

Er betonte auch in der gleichen Ansprache, dass niemand in eine angeblich islamische Ideologie vertrauen soll, die Krieg  zwischen Volkstämmen und Religionsgruppen schürt,  Gläubigen gegenüber streng und hart ist und Ungläubige  milde und zuvorkommend behandelt. Er mahnte auch: Seid misstrauisch gegenüber dem amerikanischen und englischen „Islam“, der euch in die Falle des westlichen Kapitalismus und die Konsumsucht und den moralischen Zerfall herabzieht.

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagte ebenso: über die Ausrichtung der Takfiris:  „Es ist eine klare Tatsache, dass sie bei ihrer Ausrichtung genau mit  180 Grad Abweichung in entgegengesetzte Richtung zum Islam gehen. Der Islam hat die Kooperation mit den Feinden der Religion und Unterwerfung unter die  Herrschaft der Religionsfeinde und arroganten Gewaltmächte zu den Dingen gezählt, die Gläubige unterlassen müssen.“ (Juli 2014) .

Ajatollah sagt, dass der Takfiri-Islam genauso wie der laizistische „Islam“  in die Sparte „amerikanischer Islam“ einzuordnen ist, das heißt es handelt sich um einen  Schein-Islam, der zu Gunsten der Islamfeinde ist. Er sagte:  „Vom Westen wurden und werden  euch zwei Modelle für den Islam vorgeschlagen: der Takfiri-Islam und der laizistische Islam“ ; dies mit dem Ziel zu verhindern, dass das Modell des ausgewogenen rationalen und grundlagengetreuen Islams  unter den Revolutionen in der Region gestärkt wird.“

Die islamische Revolution im Iran hat die Muslime davon überzeugt, dass sie aufgrund ihres Glaubens das israelische Besatzerregime ablehnen müssen und dass der Zionismus Feind Nr. 1 der Muslime ist. So kam es im Nahen Osten zu einem geistigen Konsens hinsichtlich der Bekämpfung von Israel und der Befreiung Palästinas aus der Besatzung.  Die Einmütigkeit unter den Muslimen hinsichtlich des Kampfes gegen die Besatzung Palästinas, hat das zionistische Regime dauerhaft in die Angst versetzt, seine Herrschaft über die besetzten Gebiete der Palästina zu verlieren. Wegen dieses Konsens konnte das Besatzerregime seine Existenz noch nicht stabilisieren.   

Bis heute sind daher die kompromisslerischen so genannten Friedensgespräche, die die israelische Existenz stabilisieren sollen, ergebnislos verlaufen und das verbrecherische Regime in Tel Aviv konnte sich nur  mit seinen unmenschlichen Maßnahmen gegen die palästinensischen Bürger über Wasser halten. Dabei ist dieses  Regime aber auch immer besorgt, wegen Staatsterrorismus von der Weltöffentlichkeit verurteilt zu werden.  (Wir sind auch jetzt wieder Zeuge davon, dass die Weltöffentlichkeit nicht gegenüber dem Genozid und den Kriegsverbrechen, die die Zionisten in Gaza begangen haben, schweigt.

Unter diesen Umständen erweist sich für das zionistische Regime ein Krise im Nahen Osten und in der islamischen Welt als sehr günstig, denn dadurch verliert die Besatzung Palästinas an Vorrangigkeit für die Muslime und es kann selber eine Verschnaufspause einlegen.  Die Spaltung zwischen den Muslimen ist vielleicht das einzige, was das Thema   Besatzung Palästinas an den Rand drängen kann.                      

Ajatollah Khamenei sagte, dass  die Islamfeinde und der Imperialismus trimuphieren, wenn im Namen des Islams Radikalismus verbreitet wird und die Takfiri-Gruppen in der Islamischen Welt zunehmen. Er sagte im Januar 2014 dass nämlich dadurch die Muslime von dem zionistischen Regime abgelenkt werden. . In einer anderen Ansprache sagte er, dass der Feind  sich der Spaltungspolitik bedient, weil Israel gegenüber anderthalb Milliarden Muslime  schwach ist, und erklärte: Der zionistische Feind ist doch nichs im Vergleich zu anderthalb Milliarde Muslimen! Die Meinungssverschiedenheiten in der Islamischen Welt bezeichnete er als eine Schwäche der Muslime und sagte, diese Schwäche hätte dazu geführt, dass der an sich machtlose Feind weiterkommt und sogar unter den Muslimen Helfer findet. (Aus einer Ansprache  im Juli 2009. 

Die Feinde des Islams haben also eine Verschwörung angezettelt und  die Meinungsunterschiede zwischen den Muslimen in einigen Überzeugungsfragen in Feindschaft und Konflikte  verwandelt. Sie haben mit den Worten des Revolutionsoberhauptes (Herbst 2013)  begriffen, dass das  zionistische Regime aufatmen kann, wenn in der Islamischen Welt die islamischen Religionsgruppen sich in die Haare geraten und sich in einen Konflikt miteinander verwickeln.

Das Revolutionsoberhaupt  hat in Bezug auf das Mitspiel der Islamfeinde bei der Schürung von Religionsstreit unter den Muslimen auf die alte Politik der Imperialisten insbesondere Englands in den letzten Jahrhunderten hingewiesen, und gesagt: „Damit die imperialistischen arroganten Systeme an ihre eigenen Ziele gelangen und von ihren eigenen Problemen ablenken,  schüren sie  in der Islamischen Welt unter den Muslimen  Streit . Sie erzeugen Angst vor den Schiiten, um das zionistische Besatzerregime zu schützen, .(Mai 2014)                       

Die Schürung eines Krieges zwischen den Religionsgruppen zur Spaltung zwischen den Muslimen ist eine große Hilfe für das zionistische Regime.  Auf diese Weise kann es durch Ausdehnung des Konfliktes  den Druck reduzieren, der von der geistigen Einmütigkeit der Muslime ihm gegenüber ausgeht. Das zionistische Regime  will die jetzigen Bedingungen für seine Stabilisierung in der Region ausnutzen.  Mitten in dem Aufsehen, welches der Takfiri-Terrorismus erregt, kann das Besatzerregime den Druck auf die  Palästineneser verstärken und offen mit den arabischen kompromisslerischen Staaten kooperieren.  Man kann also sagen:  dass in diesem Fall der eine Terrorismus dem anderen Terrorismus dient.Der Takfiri-Terrorismus  leistet dem zionistischen Staatsterrorismus  einen guten Dienst gegenüber dem Islamischen Widerstand Palästinas. 

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