Mittwoch, 26 Oktober 2011 07:19

Standpunkt der Führung (in Kermanschah)

Die Einheit unter den Muslimen ist ein großes Ziel des Islams.
Ihre Freundschaft baut auf ihrem gemeinsamen Glauben an den Einen Gott auf. In der Sure 43 heißt es im Vers 13: „Ihr solltet die Religion aufrecht erhalten und teilt euch darin nicht in verschiedene Gruppen. Die Götzendiener sind zu überheblich, um das anzunehmen, wozu du aufrufst.“ Die westiranische Provinz Kermanschah hatte einige Tage lang das Revolutionsoberhaupt zu Besuch. Ajatollah Khamenei traf sich mit der Bevölkerung. Die großen Menschenversammlungen zeigten, dass die verschiedenen Volksgruppen im Iran alle wie ein großes Ganzes sind. Sie gewährleisten für die Zukunft des Landes.In der sunnitischen Kurdenstadt Paweh

hat Ajatollah Khamenei die Tapferkeit des iranischen Volkes und die schafiitischen Kurden in diesem Teil des Landes gelobt. Er sagte: „Ihr habt diese Einheit demonstriert … Ihr habt dem Feind eine kräftige Abfuhr erteilt und dies war ein hervorragendes Tun.“

Durch die Fortsetzung dieser Brüderlichkeit und Freundschaft wird dem Feind klargemacht, dass unser Iran kein Ort für Zwietrachtstiftung ist. 

Ajatollah Khamenei sieht die Ursprünge der muslimischen Einheit in den islamischen Grundlagen und sagt: „Wir Muslime, Schiiten und Sunniten besitzen tiefgehende und weitgehende Gemeinsamkeiten in Bezug auf Religion und Überzeugung und haben konkrete gemeinsame Interessen. Aber der Feind streitet diese ab und versucht diese wegbereitenden Gemeinsamkeiten zum Verblassen zu bringen, damit er seine elenden hegemonialen Ziele umsetzen kann.“ 

Ajatollah Khamenei sagt: „Wir sehen, dass unser religiöses Wissen das gleiche ist, das wir alle an den Einen Gott, an Seine Propheten und an dasselbe Jenseits glauben. Unser Gebet und unser Fasten sind dasselbe und auch unser Hadsch. Wir haben dieselben Feinde und unsere Ziele und Ideale und Interessen sind miteinander verwoben.

Wie können wir muslimische Völker- ob Schiiten oder Sunniten da voneinander getrennt sein!“ 

Ajatollah Khamenei verwies auf das Einheit suchende Vorgehen der islamisch-republikanischen Staatsordnung bezüglich der islamischen Glaubensgruppen auf und führte Palästina als Beispiel an, indem er sagte: „Die Islamische Republik hat seit ihrer Gründung an der Seite der palästinensischen Brüder gestanden. Dies, obwohl es in Palästina kaum Schiiten gibt. Kein anderer Muslimstaat mit sunnitischen Denkschulen hat so anspruchslos und kameradschaftlich zu den Palästinensern gehalten.

Der Feind wird das gewahr. Aber er möchte nicht, dass die Islamische Umma in sich geschlossen ist.“ 

Die wachsamen Gelehrten versuchen, ausgerüstet mit ihrem Wissen und Bewusstsein, die Menschen auf die schädlichen Folgen der Zwietracht aufmerksam zu machen und halten das Banner der Einheit hoch. Das Oberhaupt der Islamischen Revolution verwies daher auf die wichtige Rolle von Religionsgelehrten wie Mamusta Qaderi, Freitagsimam von Paweh, und sagte, dass Gelehrten, die auf diese Weise aktiv, wachsam und aufgeklärt sind den Menschen den richtigen Weg weisen. Er sagte auch: „In allen schwierigen Epochen sind sie für die Menschen nützlich, denn sie erkennen die Probleme und betreten selber die Arena. Aber Geistliche, welche die Menschen zu Taten anspornen, während sie selber nichts unternehmen, werden nichts erreichen.“ 

Ajatollah Khamenei hat in einer Ansprache vor der Bevölkerung von Kermanschah gesagt, dass die Islamische Revolution ein Modell für die jüngsten Protesterhebungen in der Region war. Die Bewegung des Islamischen Erwachens hat schicksalhafte Zeiten vor sich und es hat den Westen in Sorge versetzt, dass die revolutionären Bevölkerungen in der Region die ihre Diktaturen loswurden, Unabhängigkeit und die Herrschaft des Islams fordern.

Die erwachten Völker erblicken in der islamischen Volksregierung im Iran ein Modell, aber die Hegemonisten versuchen zu verhindern, dass Iran ihr Vorbild wird.

Ajatollah Khamenei sagte, dass dies auch einer der Gründe ist, weshalb der Feind des Islams zwischen den muslimischen Völkern Zwietracht stiftet. Er sagte aber, dass der Iran keinerlei Forderungen an die Völker in der Region stellt.

Er fuhr fort: „Wenn wir unsere Treue zum Islam und seinen Idealen mit Vernunft, wissenschaftlichem Fortschritt und der Tätigkeit auf den verschiedenen Gebieten des Wissens und in gesellschaftlichen und politischen Fragen vermengen, dann entsteht daraus ein Modell. Und dann nutzen die Völker die Erfahrung dieser Nation.“

Ajatollah Khamenei verwies auf die Erfahrung, welche die iranische Nation in den letzten 3 Jahrzehnten gesammelt hat und dass die Bürger dieses Landes als bewusste und erfolgreiche Muslime bekannt sind und ein Vorbild liefern können. 

Natürlich zog der Iran wegen seiner Unabhängigkeitssuche den Zorn des profitgierigen Feindes mit seinen zahlreichen Angriffen und Verschwörungen auf sich. Darüber sagte Ajatollah Khamenei: Die Feinde der Islamischen Staatsordnung, die Feinde des Islams und der Völker dieser Region, welche nach Ausplünderung, Übergriffen, Einmischung und Missbrauch suchen, wollen deshalb Zwietracht stiften, damit sie verhindern, dass der Iran zu einer Richtschnur wird. Sie wollen nicht dass die Islamische Republik zu einem erfolgreichen Modell wird...“ 

Aus der Sicht des Führers der Islamischen Revolution können die Verschwörungen nur durch Standhaftigkeit vereitelt werden. Es dürfen keine Rückzieher gemacht werden, denn dann fühlt sich der Feind angespornt, den Muslimen zu schaden. Es ist eine Ehre der Islamischen Republik Iran, dass sie trotz aller Druckausübungen keinen Schritt zurückgewichen ist.

Die Wallstreet Bewegung in den USA und ihre Fortsetzung in Europa war ein weiteres Thema, das Ajatollah Khamenei in Kermanschah ansprach.

Die ganze Welt macht einen Wandel durch und dieser Wandel betrifft nicht nur die Nahostländern sondern auch die westlichen Länder.

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution bezeichnete die Wall-Street-Bewegung als wichtig und verwies in diesem Zusammenhang darauf, das sie von den westlichen Medien verharmlost wird. Er sagte: „Die gleichen Herren, die behaupten, es müsse das Recht auf freie Meinungsäußerung geben, bauschen wenn man an einem Ort gegen ihre Politik ist, sofort kleine Ereignisse auf das Hundertfache auf, aber zu einer Bewegung von einer solchen Bedeutung haben sie anfangs nur geschwiegen.“

Aus der Sicht Ajatollah Khameneis ist die aufgetretene Krise in den USA aus den gesellschaftlichen Unterschieden hervorgegangen und beruht auf der unklugen Politik des Weißen Hauses. Die gesellschaftlichen Unterschiede hätten sich nun geäußert und das Unheil des Kapitalismus wäre für die Menschen spürbar geworden, sagte er weiter und ergänzte, eine solche Bewegung könne nicht ausgerottet werden, da ihre Ursprünge bleiben. Ajatollah Khamenei erklärte: „Eines Tages wird diese Bewegung so sehr erstarken, dass das System des Kapitalismus in den USA und im Westen völlig zu Fall kommt.“ .Die Probleme, durch welche die Wallstreet Bewegung entstand, sind Probleme die die Mehrheit der Amerikaner betreffen und Ajatollah Khamenei wies darauf hin, dass sich die Demonstranten als die große Mehrheit von 99 Prozent vorstellen und diese 99 Prozent dem Rest von einem Prozent unterworfen wird. Er sagt auch, dass diese ein Prozent Israel unterstützen und das habe die Menschen aufwachen und protestieren lassen.

Ajatollah Khamenei verwies auf das harte Vorgehen der US-Polizei gegen die Demonstranten und auf den Widerspruch dieses Vorgehens zu den Behauptungen hinsichtlich der Verteidigung der Menschenrechte, des Versammlungsrechtes und Rechtes auf freie Meinungsäußerung. 

Ajatollah Khamenei sagte, dass die Weltgeschichte zur Zeit eine Wegbiegung hinter sich bringt, und die Krise des Westens voll begonnen hat. Er stellte fest: „An dieser Stelle kann der Islam mit seinen klaren Lehren eine Antwort auf die Bedürfnisse der Menschen auf der Welt liefern.“

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