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Montag, 04 Januar 2010 05:30

Familie von Marwa protestiert gegen Einstellung der Ermittlungen

Dresden (dpa/IRNA) - Die Familie der in einem Dresdner Gericht ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini will gegen die Einstellung der Ermittlungen gegen einen Polizisten und zwei Richter kämpfen.
"Wir werden diese Entscheidung bis in die höchste Instanz anfechten", zitiert die «Bildzeitung» einen Anwalt der Familie. Zur Not gehe man vor den Europäischen Gerichtshof. Marwa El-Scherbini war im Juli als Zeugin vor Gericht von einem Russlanddeutschen erstochen worden. Ihr Mann wurde im Handgemenge von einem Polizisten angeschossen.
Er hat nun gegen den Gerichtspräsidenten und den vorsitzenden Richter Anzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet.
Die Dresdner Staatsanwaltschaft  hatte am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben, dass die eingeleiteten Ermittlungen gegen den Landesgerichtspräsidenten, den vorsitzenden Richter im Prozess und den Bundespolizisten, der den Ehemann von Marwa El-Sherbini angeschossen hatte, eingestellt worden sind. Ihnen sei kein pflichtwidriges Verhalten vorzuwerfen.
Die Familie Scherbinis beschuldigte außerdem das ägyptische Außenministerium einem nachlässigen und passiven Handeln bei der Verfolgung des Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten, der Marwas Ehemann im Gerichtssaal angeschossen hatte.

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