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Dienstag, 29 Dezember 2009 05:08

Westerwelle droht mit Boykott der Afghanistan-Konferenz

Berlin (IRNA) - Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat mit einem Boykott der Ende Januar in London stattfindenden internationalen Afghanistan-Konferenz gedroht, falls dort nicht der zivile Aufbau in den Vordergrund gestellt wird.
"Wenn die Afghanistan-Konferenz in London eine reine Truppenstellerkonferenz wird, fahre ich nicht hin", sagte Westerwelle laut IRNA dem Hamburger Magazin "Stern".
Statt einer rein auf militärische Fragen beschränkten Debatte seien "ein breiter politischer Ansatz und eine Gesamtstrategie" nötig, sagte der Außenminister. Einem Pressebericht zufolge will Westerwelle das Bundeswehrkontingent in Afghanistan allenfalls gering aufstocken. Die von den USA gewünschte Truppenaufstockung in Höhe von rund 2500 Soldaten stehe für den Außenminister außerhalb jeder Diskussion, berichtete der in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" unter Berufung auf FDP-Kreise. Dies habe Westerwelle intern klargestellt.
Die Bundesregierung hat eine Beschlussfassung über die Entsendung zusätzlicher Soldaten nach Afghanistan von den Ergebnissen der Londoner Geberkonferenz abhängig gemacht. Zurzeit sind am Hindukusch etwa 4500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

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