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Samstag, 20 Februar 2016 04:52

Hollande warnt vor "Kriegsrisiko" zwischen Türkei und Russland

Frankreichs Präsident François Hollande beim EU-Gipfel © Stephane de Sakutin/AFP/Getty Images Frankreichs Präsident François Hollande beim EU-Gipfel © Stephane de Sakutin/AFP/Getty Images
Paris (AFP/IRIB) - Der französische Präsident François Hollande hat wegen des Syrien-Konflikts vor einem "Kriegsrisiko" zwischen der Türkei und Russland gewarnt. "Die Türkei ist in Syrien involviert", sagte Hollande in einem Interview des Radiosenders France Inter am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. "Da gibt es ein Kriegsrisiko."

Man müsse alles tun, um diese Eskalation zu verhindern. Die Verhandlungen müssten wieder aufgenommen und die Bombardierungen gestoppt werden. Zudem müsse die Bevölkerung versorgt werden. Wegen türkischer Angriffe auf kurdische Einheiten in Syrien beantragte Russland für Freitag eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.

Die türkische Armee hatte zuletzt bei ihren bisher stärksten Angriffen auf den Norden Syriens Gebiete unter Kontrolle der Kurden-Miliz „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) beschossen, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Die Türkei macht die YPG für den Anschlag von Ankara am Mittwoch verantwortlich. Inzwischen hat sich „TAK“, eine PKK-Splittergruppe, zu dem blutigen Anschlag in Ankara bekannt.

Hollande sagte, Russland werde nicht bei seiner "einseitigen Unterstützung" des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad bleiben können. "Ich will Russland nicht außen vor halten", versicherte der Präsident. Er erinnerte daran, dass er im November nach Moskau gefahren war, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein gemeinsames Vorgehen im Syrien-Konflikt zu sprechen.

Die russische Luftwaffe fliegt seit Ende September zur Unterstützung Assads Angriffe auf Terroristen und andere Rebellen. Die Türkei beschießt ihrerseits seit sechs Tagen die Kurden, um ihren weiteren Vormarsch im Norden Syriens zu verhindern.

 

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