Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Freitag, 19 Februar 2016 18:07

Deutsche Rüstungsexporte stiegen 2015 stark an

Deutsche Rüstungsexporte stiegen 2015 stark an
Berlin (neuesdeutschland.de) - Im vergangenen Jahr sind so viele Ausfuhrgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter erteilt worden wie seit Jahren nicht.

Mehr als die Hälfte der Genehmigungen sei für Lieferungen an EU-Länder oder NATO-Partner erteilt worden, erklärte der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel am heutigen Freitag. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Waffenausfuhren im Wert von 7,5 Milliarden Euro genehmigt. Die Summe hat sich gegenüber 2014 fast verdoppelt.

Gabriels Angaben zufolge wurden 2015 Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Wert von 5,9 Milliarden Euro erteilt. Die Summe erhöht sich um 1,6 Milliarden Euro durch eine Panzerlieferung an Katar, die bereits die schwarz-gelbe Vorgängerregierung genehmigt hatte. Gabriel war in der Koalition mit dem Versuch gescheitert, die Genehmigung rückgängig zu machen.

Zu den genehmigten Exporten gehören auch vier Tankflugzeuge an Großbritannien im Wert von 1,1 Milliarden Euro und eine Lieferung von Lenkflugkörpern an Südkorea für 500 Millionen Euro. Gabriel sagte, diese beiden Großaufträge sorgten für die hohe Summe von 5,9 Milliarden Euro.

Seit zwei Jahren legt die Bundesregierung im Herbst zusätzlich einen Zwischenbericht über die erste Jahreshälfte vor. Dabei hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Exportgenehmigungen von 2015 das Ausmaß von 2014 deutlich übersteigen würden. Saudi-Arabien soll Rüstungsgüter im Umfang von 270 Millionen Euro erhalten.

Nach der Massenhinrichtung von Regime-Gegnern zu Beginn des Jahres hatten LINKE, Grüne, die Kirchen und Teile der Koalition verlangt, keine Waffen mehr an das Land zu liefern

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren