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Donnerstag, 01 Oktober 2015 06:40

1700 afghanische Ortskräfte wollen nach Deutschland

Ehemalige Mitarbeiter der Bundeswehr leben in Afghanistan gefährlich. Ehemalige Mitarbeiter der Bundeswehr leben in Afghanistan gefährlich.
Berlin (dpa/IRIB ) - Rund 1700 ehemalige afghanische Mitarbeiter der deutschen Bundeswehr und deutscher Behörden in Afghanistan wollen nach Deutschland, weil sie sich in ihrer Heimat bedroht fühlen.

Nicht einmal jeder zweite Antrag wird angenommen. In 661 Fällen sei eine Gefährdung festgestellt und die Aufnahme in Deutschland genehmigt worden, teilte das deutsche Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das entspricht 40 Prozent der Aufnahmeanträge.

Die deutsche Bundeswehr, die Polizei, die Botschaft in Kabul und das Entwicklungsministerium haben seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes der Nato vor 14 Jahren Hunderte Ortskräfte beschäftigt, zum Beispiel als Dolmetscher. Viele befürchten nun, dass sie zum Ziel von Racheakten der Taliban werden könnten.

Bis zum 23. September gingen laut Innenministerium 1688 Gefährdungsanzeigen ehemaliger Ortskräfte ein. 1644 davon seien bearbeitet worden. Von den 661 Personen, denen eine Aufnahme in Deutschland zugesagt wurde, seien bislang 487 mit 1324 Familienmitgliedern nach Deutschland eingereist. Aktuell beschäftigen die deutsche Bundeswehr und Behörden in Afghanistan noch 556 Ortskräfte.

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