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Sonntag, 06 September 2015 07:02

Weitere Flüchtlinge erreichen österreichische Grenze

Ein langer Menschenzug überquerte am Samstag in den frühen Morgenstunden die Grenze nach Österreich. Ein langer Menschenzug überquerte am Samstag in den frühen Morgenstunden die Grenze nach Österreich.
München/Brüssel/ (IRIB) - Der Flüchtlingsstrom aus Ungarn Richtung Deutschland reißt nicht ab.
In der Nacht auf Sonntag trafen etwa 1.000 Flüchtlinge über Österreich in der bayerischen Landeshauptstadt München ein. Dort mussten sie kurz nach ihrer Ankunft in einen Zug mit Ziel Dortmund umsteigen. Insgesamt erreichten seit Samstag etwa 8.000 Flüchtlinge München. Ein Großteil von ihnen wurde in andere Bundesländer weiter geleitet, darunter Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Regierungen in Wien und Berlin hatten am späten Freitagabend zugesagt, Flüchtlinge - etwa aus dem Kriegsgebiet in Syrien - aus Ungarn nach Österreich und Deutschland einreisen zu lassen. Seither sind damit rund 10.000 potenzielle Asylbewerber aus Ungarn nach Österreich gekommen. Die zwischen Deutschland und Österreich abgesprochene Öffnung der Grenzen wollen Aktivisten nun offenbar für einen für Sonntag geplanten Konvoi mit privaten Autos von Ungarn nach Wien nützen. Die Aktion ist heikel, und am Freitag hatte es auch geheißen, dass man aufgrund der rechtlichen Konsequenzen „nicht mehr verantworten“ könne, dass die Aktion stattfinde. Das hat sich nun geändert. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die verschärften Grenzkontrollen in Europa wegen der Flüchtlingskrise kritisiert. „Wenn Menschen in Europa Zuflucht suchen, ist das noch lange kein Grund, Schengen außer Kraft zu setzen“, sagte Juncker der „Bild am Sonntag“. Europa habe „Jahrzehnte dafür gearbeitet, dass wir hier ohne Mauern und Zäune leben und reisen können“.

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