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Freitag, 05 September 2014 07:04

Deutschland und Dänemark schicken mehr Soldaten nach Polen

Deutschland und Dänemark schicken mehr Soldaten nach Polen
Cardiff (Reuters) - Als Reaktion auf die Ukraine-Krise stocken Deutschland, Dänemark und Polen die Zahl ihrer Soldaten in Stettin auf.

Die drei Nationen betreiben in der polnischen Stadt mit rund 200 Soldaten das Hauptquartier des sogenannten Multinationalen Korps Nordost, das bisher binnen sechs Monaten einsatzfähig sein musste. Künftig soll sich die Vorwarnzeit auf ein bis drei Monate verringern und die Zahl der Soldaten auf etwa 400 steigen. Die Zahl der Bundeswehr-Soldaten in Stettin dürfte sich damit von 30 auf 60 verdoppeln. Damit könne das Hauptquartier besser auf zukünftige Bedrohungen und Herausforderungen reagieren, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Bei einem Angriff auf das Bündnisgebiet der Nato soll das Hauptquartier Kampftruppen der westlichen Militärallianz führen.

Die Aufstockung des Stützpunktes in Stettin gehört zu einem ganzen Maßnahmenpaket, das der Nato-Gipfel in Wales am Freitag beschließen will und das die Schlagkraft der Allianz als Reaktion auf die Ukraine-Krise erhöhen soll. Außerdem wollen die Staats- und Regierungschefs nach Angaben aus Militärkreisen die Bildung einer schnellen Eingreiftruppe mit etwa 4000 Soldaten beschließen, die binnen zwei Tagen einsatzfähig sein soll. Eine dauerhafte Stationierung von Nato-Kampftruppen im Osten, wie sie etwa Polen gefordert hatte, sei dagegen unwahrscheinlich.

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