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Samstag, 01 März 2014 00:34

Janukowitsch bekräftigt bei Pressekonferenz in Russland seinen Machtanspruch

Janukowitsch bekräftigt bei Pressekonferenz in Russland seinen Machtanspruch
Rostow (APA/zeit.de/welt.de) - Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hat am Freitag bei einer Pressekonferenz im russischen Rostow seinen Machtanspruch bekräftigt.

Er sei noch immer der Präsident und werde weiter "für die Zukunft der Ukraine kämpfen", sagte Janukowitsch. Er sei "nicht abgesetzt" worden, sondern habe das Land wegen der akuten Bedrohung seines Lebens verlassen. Er werde zurückkehren, sobald seine persönliche Sicherheit gewährleistet sei.

Janukowitsch schlug ein Referendum in der Ukraine vor, das über alle wichtigen Fragen entscheiden müsse, die die Menschen bewegten. Worüber genau in einer solchen Abstimmung entschieden werden solle, ließ er offen. Die für den 25. Mai geplanten Präsidentschaftswahlen bezeichnete er als unrechtmäßig. Deshalb will er daran auch nicht teilnehmen.

Bei seiner Pressekonferenz äußerte sich Janukowitsch auch zu den Schüssen während der Proteste. "Ich habe niemals Schießbefehle gegeben", sagte Janukowitsch. Die Polizei habe sich nur rechtmäßig selbst verteidigt.

Für die derzeitige Krise in der Ukraine machte er den Westen verantwortlich. Dieser habe der Opposition auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew nachgegeben, sagte Janukowitsch. Er habe auf den Anstand der westlichen Vermittler vertraut, als er das Abkommen mit der Opposition unterschrieben habe. "Gesetzlosigkeit, Terror, Anarchie und Chaos" seien die Folge. Die Spannungen auf der Krim seien eine "natürliche Reaktion" auf den unrechtmäßigen Umsturz. Die Krim müsse Teil der Ukraine bleiben.

Moskau müsse alle seine Möglichkeiten nutzen, "Chaos und Terror" in der Ukraine zu beenden, doch sei er "kategorisch gegen eine Invasion, eine Verletzung der Souveränität der Ukraine".

Er werde Russland nicht um militärische Hilfe bitten, versicherte Janukowitsch.

Seit seiner Flucht nach Russland habe er mit Präsident Wladimir Putin telefoniert, ihn aber noch nicht getroffen.

Janukowitsch war nach dem Machtwechsel in Kiew vor knapp einer Woche untergetaucht.

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