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Mittwoch, 30 Oktober 2013 12:34

Deutsche Steuerzahler müssen Krankenhaus für US-Armee bauen

Wo heute noch Wald ist, wollen die US-Streitkräfte sich von Deutschland ein riesiges Militärkrankenhaus bauen lassen. (Bild: SWR) Wo heute noch Wald ist, wollen die US-Streitkräfte sich von Deutschland ein riesiges Militärkrankenhaus bauen lassen. (Bild: SWR)
Berlin (DWN/IRIB) - Im Auftrag der US-Streitkräfte wird Deutschland bis 2021 bei Weilerbach in der Pfalz ein neues Militärkrankenhaus bauen.

Die geschätzten Kosten liegen bei 750 Millionen Euro, berichtete DWN am Mittwoch. Der deutsche Steuerzahler muss 127 Millionen Euro beisteuern. Dazu ist der Steuerzahler gemäß einem Abkommen mit den „Gaststreitkräften“ rechtlich verpflichtet. Die „Reformkommission Bau von Großprojekten“ der Bundesregierung warnt indes vor einer Explosion der Kosten.

Das nur wenige Kilometer entfernte Landstuhl Regional Medical Center soll geschlossen werden. Mit 3.000 Mitarbeitern ist es das größte Militärkrankenhaus außerhalb der USA.

Zwar hatten die USA angekündigt, ihre in Deutschland stationierten Truppen zu reduzieren. Doch offenbar soll der Luftstützpunkt Ramstein als wichtigste europäische Drehscheibe für den Lufttransport von US-Truppen ausgebaut werden. 

Bereits 2011 hatte die Linken-Fraktion in einer kleinen Anfrage Aufklärung darüber gefordert, was die Bundesregierung über den Bau des neuen Militärkrankenhauses seit wann weiß und wie viel er den deutschen Steuerzahler kostet. Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass sie in die Entscheidung der US-Armee für den Neubau des Militärkrankenhauses nicht eingebunden war.

Das Bundesbauministerium wollte die Umweltverträglichkeit des künftigen Militärkrankenhauses zunächst nicht prüfen lassen. Dagegen klagten Naturschutzverbände. Sie fordern unter anderem, dass weniger Wald gerodet wird. Im Februar 2014 sollen die Rodungen beginnen.

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