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Montag, 19 August 2013 10:22

Russland und Japan beraten über geplanten Friedensvertrag

Russland und Japan beraten über geplanten Friedensvertrag
Moskau (RIA Novosti) - Russland und Japan beginnen laut dem Vizeaußenminister Igor Morgulow mit der Behandlung der Hauptmomente der bevorstehenden Verhandlungen über einen fälligen Friedensvertrag.
„Wie die Spitzenvertreter unsere Länder vereinbart haben, nehmen wir die Erörterung der Hauptausgangsmomente und die Modalitäten der bevorstehenden Verhandlungen zum Problem des Friedensvertrages in Angriff“, sagte Morgulow bei einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen Shinzuki Sugiyama. Der japanische Vizeaußenminister wies seinerseits darauf hin, dass die beiden Staatschefs sich die Aufgabe gestellt hätten, die bilateralen Beziehungen zu fördern. „Wir treffen uns erstmals nach dem Russland-Besuch des japanischen Premierministers Ende April. Bei dem Treffen erteilten die beiden Spitzenvertreter den Auftrag, die Verhandlungen bei der Suche nach gegenseitig annehmbaren Lösungen zu beschleunigen“, sagte Sugijama in Moskau. Die Beziehungen zwischen Russland und Japan werden von einem ungelösten Territorialstreit überschattet. Japan erhebt Anspruch auf die vier Südkurileninseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai und beruft sich dabei auf das bilaterale japanisch-russische Traktat über Handel und Grenzen von 1855. Die Rückgabe der Inseln sind Tokios Bedingung für den Abschluss eines Friedensvertrages mit Russland. Die Position Moskaus besteht darin, dass die Südkurileninseln nach dem Zweiten Weltkrieg und der bedingungslosen Kapitulation der japanischen Armee in den Staatsverband der damaligen Sowjetunion aufgenommen wurden, deren Rechtsnachfolger Russland ist. Die russische Souveränität über diese Inseln sei völkerrechtlich belegt und könne nicht angezweifelt werden, hieß es in Moskau.

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