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Donnerstag, 20 Dezember 2012 16:38

Iran: 32 Tonnen Drogen innerhalb von zwei Wochen beschlagnahmt

Iran: 32 Tonnen Drogen innerhalb von zwei Wochen beschlagnahmt
Teheran (FNA) - Iranische Polizeikräfte haben innerhalb von zwei Wochen an den östlichen Landesgrenzen 32 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Das gab Innenminister Mostafa Mohammad Najjar bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer des UN-Büros für Drogen und Kriminalität (UNODC), Yuri Fedotov, bekannt.
An Irans Ostgrenzen, insbesondere an der Grenze zu Pakistan, konnten von der Polizei 32 Tonnen verschiedenster Drogen beschlagnahmt werden. Einige Schmuggler wurden dabei getötet, weitere verletzt und festgenommen. Außerdem wurden siebzehn Fahrzeuge konfisziert.
Innenminister Najjar sprach in diesem Zusammenhang von einer alarmierenden Zunahme des Mohnanbaus in Afghanistan.
Nach aktuellen Informationen der UNODC stammen 93 Prozent des weltweit produzierten Opiums aus Irans Nachbarland Afghanistan. Davon gehen 60 Prozent in EU-Länder und in die USA. Der Hauptvertriebsweg führt durch den Iran, wo Polizeikräfte ständig ihr Leben riskieren, um Drogentransporte zu ermitteln, Schmugglerbanden festzunehmen und die dahinter stehenden Organisationen aufzudecken.
Iran beklagt seit langem eine geringe Bereitschaft der EU und anderer internationaler Körperschaften, sich am Kampf gegen den Drogenschmuggel aus Afghanistan zu beteiligen.
Der von der UNODC herausgegebene Opium-Überblick für das Jahr 2011 stellt fest, dass ungeachtet gewisser Erfolge bei der Bekämpfung des Opium-Anbaus gestiegene Preise und Nachfrage zu einem Anstieg des Anbaus um sieben Prozent geführt haben.
Während in Afghanistan unter den Taliban jährlich nur 185 Tonnen Opium produziert wurden, ist die Produktion seit der von den USA angeführten Invasion auf 3.400 Tonnen jährlich angestiegen. Im Jahre 2007 erreichte der Opiumhandel einen Spitzenwert von 8.200 Tonnen.
Afghanische und westliche Offizielle beschuldigen Washington und die Nato für diese Entwicklung.
Iran hat mittlerweile Milliarden Dollar ausgegeben und tausende seiner Polizeikräfte in diesem Krieg gegen Drogen verloren. Damit ist Iran im Anti-Drogenkrieg weltweit führend. Das wurde vom Vertreter der UNODC erst kürzlich offiziell anerkannt.

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