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Sonntag, 01 Juli 2012 15:56
Europa dreht sich selbst den Ölhahn zu - Tanker brauchen iranisches Öl
Teheran (FNA) - Das europäische Embargo gegen Iran hat unvorhergesehene Konsequenzen auf die internationale Schifffahrt, da iranisches Öl ein unverzichtbarer Bestandteil des Treibstoffs von Öl-Tankern ist.
Die im Januar von den EU-Ländern gegen Iran beschlossenen und heute in Kraft getretenen Sanktionen beinhalten ein Verbot des Imports und der Nutzung iranischen Öls. Davon betroffen sind alle Öl-Tanker, die mit Treibstoff fahren, der als wesentliche Komponente iranisches Öl, bekannt als "Bunker" enthält - ganz gleich, wo das Öl, das sie transportieren, gefördert wurde.
Schon im Januar hat das iranische Öl-Ministerium negative Effekte der Sanktionen auf die amerikanische und europäische Wirtschaft prognostiziert. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie die bisherigen europäischen Öl-Importeure reagieren werden, wenn künftig nicht nur das iranische Öl ausbleibt, sondern alle Öl-Transporte eingestellt werden müssen, weil die Tanker ohne Treibstoff, dem iranisches "Bunker"-Öl beigemischt ist, fahruntüchtig sind.
Nachdem die EU beschlossen hat, iranisches Öl zu boykottieren, hat Teheran von sich aus den Export nach Europa eingestellt, zunächst nach Frankreich und England, kürzlich außerdem nach Griechenland und Spanien.
Dagegen steigt die Öl-Nachfrage asiatischer und afrikanischer Märkte. Gegenwärtig beliefert Iran Sri Lanka zu 100 %, die Türkei zu 51 %, Südafrika zu 25 % sowie Indien und China zu je 10 %.


