Mittwoch, 22 Februar 2012 05:58

Iran verurteilt Koranverbrennung in Afghanistan durch Nato-Militär

Teheran/Washington/Kabul (IRIB) - Der iranische Außenamtssprecher hat die Schändung des heiligen Korans durch Nato-Militärkräfte in Afghanistan verurteilt.

"Die Respektlosigkeit gegenüber den islamischen Überzeugungen und Werten rührt daher, dass die ausländischen Besatzer die Religion und Kultur der Muslime in der Region und auf der Welt nicht verstehen", sagte Ramin Mehmanparast am Dienstag.
Die wiederholten Verletzungen der Rechte der Afghanen seien auf die fortdauernde Okkupation des Landes zurückzuführen und darauf, dass die Besatzerkräfte nicht für ihr gesetzwidriges Vorgehen zur Verantwortung gezogen werden. Er bezeichnete den sofortigen Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan als einzigen Weg zur Rückkehr von Stabilität und Frieden in diesem Land und äußerte seine Zuversicht, dass die Afghanen indem sie die vollständige Kontrolle über ihr Land gewinnen, die Probleme in Afghanistan bewältigen können.
Indes hat sich US-Verteidigungsminister Panetta für die Verbrennung des Korans durch US-Soldaten in Afghanistan offiziell entschuldigt. Er werde die Untersuchung dieses Vorfalls aufmerksam verfolgen und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern, sagte Panetta am Dienstag.
Zuvor hatten mehrere tausend Menschen vor dem US-Stützpunkt im afghanischen Bagram demonstriert, wo am Montagabend mehrere Koranexemplare durch ausländische Militärkräfte verbrannt worden waren.
Nato-Sprecher Carsten Jacobsen behauptete die Koranexemplare seien versehentlich verbrannt worden.

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