Das geht aus einer per Facebook verbreiteten Erklärung des Studentenverbands des Landes hervor. Laut der Erklärung schließen sich die Studenten dem für den 11. Februar geplanten Generalstreik an.
Die Hauptforderungen der Studenten sind die unverzügliche Übergabe der Macht von den Militärs an zivile Strukturen und der möglichst baldige Abschluss des Prozesses gegen Ex-Präsident Husni Mubarak.
Der Studentenverband, der mehr als 3,5 Millionen junge Ägypter vereint, wirft dem heute im Lande regierenden Obersten Militärrat vor, eine äußert angespannte Situation im Lande erzeugt zu haben und faktisch nichts zur Wiederherstellung der Sicherheit zu unternehmen.
Vor einigen Tagen hatte die ägyptische Jugendbewegung „Der 6. April" zu einem Generalstreik aufgerufen, der am 11. Februar, zum ersten Jahrestag des Rücktritts von Mubarak, beginnen soll.
In Ägypten ist es auch am Wochenende zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In Kairo gingen am Sonntag Polizisten mit Tränengas gegen Regierungskritiker vor, die das Innenministerium mit Steinen angriffen. Bei den Auseinandersetzungen vor dem Gebäude sind in den vergangen vier Tagen sieben Menschen getötet worden. Die Demonstranten werfen den Sicherheitsbehörden vor, den Tod von 74 Menschen bei den Krawallen in einem Fußballstadion nicht verhindert zu haben. Einige Aktivisten glauben, dass noch im Regierungsdienst verbliebene Unterstützer des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak hinter dem Zwischenfall in Port Said stecken, bei dem auch etwa 1000 Menschen verletzt wurden.
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