Samstag, 04 Februar 2012 04:27

Offenbar Dutzende Tote bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in Syrien

Damaskus/London 04.02.2012(IRIB/AP/nt)- In der syrischen Stadt Homs hat es nach Angaben von Aktivisten die bislang folgenschwersten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Oppositionsbewegung und den Sicherheitskräften gegeben.
Mehr als 200 Menschen seien getötet worden, als der Angriff am frühen Samstagmorgen mit massivem Beschuss begann, berichteten das in London ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte und die Örtlichen Koordinationskomitees. Ihre Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.
Allein im Viertel Chaldijeh, eine Hochburg der Opposition, seien an die 140 Menschen ums Leben gekommen, hieß es. "Das ist der schlimmste Angriff seit Beginn des Aufstandes, seitdem der Aufstand im März begann", sagte der Leiter des Syrischen Observatoriums, Rami Abdul-Rahman. Den Koordinationkomitees zufolge setzten die Regierungstruppen Panzer und schwere Maschinengewehre ein.
Unklar war zunächst, was den Angriff auslöste. Es gibt aber Berichte, dass Deserteure Kontrollposten in dem Gebiet errichtet haben und versuchen, ihre Kontrolle dort zu konsolidieren.
Bereits am Freitag kamen offiziellen syrischen Angaben zufolge mindestens 23 Menschen bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Bewaffneten in der Umgebung der syrischen Hauptstadt sowie in einigen Dörfern im Süden des Landes ums Leben.
Der UN-Sicherheitsrat setzt am (heutigen) Samstag seine Verhandlungen über eine Resolution zum Konflikt in Syrien fort. Das verlautete am Freitag aus Diplomatenkreisen in New York. Zuvor hatte US-Außenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow telefoniert, um den Moskauer Widerstand gegen eine Resolution zu überwinden. Die USA und ihre Verbündeten unterstützen einen Plan der Arabischen Liga, der Assad auffordert, die Macht an seinen Stellvertreter zu übergeben.

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