Montag, 16 Januar 2012 13:00

Iran- gute Atomkraft, böse Atomkraft

Iran- gute Atomkraft, böse Atomkraft
Montag, 16. Januar 2012 , von Freeman um 10:00
Die folgende Werbung wurde von der amerikanischen Atomindustrie in Zeitungen und Zeitschriften in den 70-Jahren geschaltet. Es zeigt den vom Westen an die Macht gebrachten Diktator Schah Mohammad Reza Pahlavi als Werbeträger und Vorbild für den Bau von Atomkraftwerke. Die Überschrift des Inserats lautet: 

"Ratet mal wer Atomkraftwerke baut." 

... und dann die Argumente: 

"Der Schah von Persien sitzt auf den grössten Ölreserven der Welt." 

"Trotzdem baut er zwei Atomkraftwerke und plant den Bau von zwei weiteren, um sein Land mit Strom zu versorgen." 

"Er weiss das Öl geht zu Ende - und damit die Zeit auch."

 

Was war damals anders? 

Ganz einfach, der Iran war unter der Dikatur des Schah ein Freund des Westens und ein Alliierter Israels. Irans Streben nach einem Atomprogramm war überhaupt kein Thema. Im Gegenteil, es wurde vom Westen gefördert und die ganze Techologie dafür an den Iran verkauft und geliefert, wie vom deutschen Siemens-Konzern.

Was änderte sich?

Der korrupte Diktator mit seiner Geheimpolizei und westlichen dekadenten Lebensweise wurde vom iranischen Volk durch die islamische Revolution am 11. Februar 1979 gestürzt und sie wünschten sich eine religiösorientierte Staatsform. Eine überwältigende Mehrheit wählte die neue Verfassung, die eine Vereinigung von Religion und Staat vorsah, mit dem Koran als Vorbild.

Die neue Regierung verstaatlichte die Ölindustrie und die westlichen Ölkonzerne hatten das Nachsehen. Von da an wurde der Iran zum "Feind" erklärt und mit allen Mitteln bekämpft. Zuerst verhängten die USA ab 1979 Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die bis heute immer schärfer geworden sind. Dann führte man 8 Jahre lang einen Krieg gegen den Iran, von 1980 bis 1988, mit dem Irak als Proxy. Und dann erfand man die Lüge über ein iranisches Atomwaffenprogramm und was für eine schreckliche Bedrohung für die Welt davon ausgehen würde. Man müsse deshalb einen Krieg gegen den Iran führen! 

Vorher gute Atomkraft, danach böse Atomkraft! 

Dieser Meinungswechsel zeigt, es ist alles nur Propagaganda und eine billige Ausrede. Es geht dem Iran damals wie heute nur um die Stromproduktion. 

Genau wie beim Vorlauf zum Krieg gegen den Irak, mit der Lüge, Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen, geht es beim Iran um eine erfundene Bedrohung und um künstliche Hysterie und nicht um dessen Atomprogramm. In Wirklichkeit geht es um die alleinige Vormachtstellung Israels im Nahen Osten und um die Kontrolle des iranischen Öl durch Amerika. 

Washington und Tel Aviv wollen einen Regimewechsel, eine Rückkehr zu alten Zeiten, wo eine vom Westen eingesetze Marionette ihren Befehlen gehorcht. Es ginge ihnen um Demokratie und Menschenrechte ist lächerlich und nur ein Spruch für die gutgläubigen Dummbürger hier. Das ist ihnen doch völlig egal. Hauptsache Israel kann unangefochten seine agressive Landnahme fortsetzen, als einziger in der Region der wirklich Atombomben hat seine Nachbarn damit bedrohen und die amerkanischen und britischen Weltkonzerne können den Iran wieder ausplündern.

Die einzige wirkliche Bedrohung für die Welt sind die Kriegshetzer hier im Westen, die Kriegsverbrecher in Washington, London, Paris, Berlin und Tel Aviv, die ein Land nach dem anderen überfallen und bombardieren, dabei Hunderttausende Menschen ermorden und nur Zerstörung, Leid, Elend und verseuchte Erde hinterlassen. Alles nur wegen ihrer masslosen Gier nach immer mehr, weil sie Gott Mammon anbeten und jeder hat sich ihm zu unterwerfen.   (Quelle:http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/01/iran-guter-atom-boser-atom.html)

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