Moskau. 02.12.2011(RIA Novosti/IRIB)- Geheimdienste von Katar und anderen Staaten unternehmen laut inoffiziellen Angaben aus diplomatischen Kreisen Versuche, Rebellen in Syrien mit Waffen zu versorgen und auszubilden.
Katar habe bei der Planung von Waffenlieferungen aus Libyen über die Türkei an die so genannte Freie syrische Armee eine führende Rolle gespielt, teilte ein Diplomat RIA Novosti mit. Zudem sei eine Finanzierung der syrischen Milizen durch die Strukturen des libyschen Übergangsrates geplant, der der syrischen Opposition offiziell Unterstützung zugesichert hatte.Die "Freie syrische Armee", die aus desertierten syrischen Soldaten besteht, war vom ehemaligen Luftwaffenoffizier Riad Assad gebildet worden, der im Oktober politisches Asyl in der Türkei bekommen hat.
Vor wenigen Tagen hatte das Außenministerium von Katar seine Landsleute aufgefordert, Syrien unverzüglich zu verlassen. Zuvor hatte Katar eingestanden, während des Bürgerkrieges in Libyen trotz des UN-Embargos die Aufständischen mit Waffen beliefert und sogar Soldaten in den Kampf gegen die Gaddafi-Truppen geschickt zu haben.
Die syrische Opposition veranstaltet seit Mitte März Proteste gegen die Regierung. Präsident Assad setzt Gewalt gegen die Demonstranten ein. Die Konfrontation wird immer stärker konfessionell geprägt. Die USA und die EU, aber auch die Arabische Liga verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Syrien.