Die Enthüllung der Meldung über ein zwei Milliarden Pfund-Investition für atomare Sprengköpfe hat starke Kritik am englischen Verteidigungsministerium ausgelöst, gab die in England erscheinende Zeitung "Guardian" laut Irna bekannt. Dieser Beschluss sei eine absolute Verhöhnung der demokratischen Prozesse –so die Kritiker- denn noch sei keine offizielle Entscheidung diesbezüglich getroffen worden.
Die englische Regierung hatte sich im vergangenen Jahr verpflichtet, die Entscheidung über die Modernisierung des englischen Atomwaffensystems "Trident" bis nach den für 2015 vorgesehenen Wahlen zu verschieben.
"Mit der Planung von zwei Milliarden Pfund für Atomwaffen ist man den künftigen Regierungen praktisch zuvorgekommen und stellt sie vor vollendete Tatsachen", heißt es im Guardian.
Das englische Verteidigungsministerium behauptet, dass diese Investition die Sicherheit der vorhandenen atomaren Sprengköpfe garantiert, räumt aber zugleich auch ein, dass dieser Betrag bei Bedarf auch für den Entwurf neuer Sprengköpfe ausgegeben werden könnte.
Die Informationen über eine zwei Milliarden Pfund -Investition für die Modernisierung von Atomwaffen kamen ans Licht, nachdem die einzige grüne Parlamentsabgeordnete des Landes Carolin Lucas das Verteidigungsministerium befragte.
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