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Montag, 24 Oktober 2011 15:10

Menschenrechtsorganisation fordert Aufklärung über Mord an Gaddafi-Anhängern

Menschenrechtsorganisation fordert Aufklärung über Mord an Gaddafi-Anhängern
Bengasi.24.10.2011(Mehr News/dpa)- Menschenrechtler haben Anhaltspunkte für ein Massaker unter Gaddafi-Anhängern in der libyschen Stadt Sirte gefunden.
Dort fanden Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW)die Leichen von 53 Männern, die möglicherweise von Anti-Gaddafi-Kämpfern massakriert wurden.
Wie HRW-Krisendirektor Peter Bouckaert dazu ergänzend mitteilte, wurden am Sonntag in einem leerstehenden Hotel der Küstenstadt 53 bereits verwesende Leichen gefunden. Laut Experten waren sie alle zwischen dem 14. und 19. Oktober erschossen worden.
Das Hotel liegt in dem Stadtteil, der schon Anfang Oktober von den Kämpfern des Nationalen Übergangsrates erobert worden war. 
Das wäre das schwerste Kriegsverbrechen der neuen Machthaber. Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, gerät damit bereits am ersten Arbeitstag nach dem Neubeginn in Libyen weiter unter Druck. Weil die Vorwürfe einer gezielten Tötung Gaddafis nicht verstummen wollen, kündigte Dschalil eine seit Tagen geforderte Untersuchung an.
«Alle Libyer brannten darauf, Gaddafi wegen seiner Verbrechen vor Gericht zu sehen», erklärte Abdul Dschalil auf einer Pressekonferenz in Bengasi. «Die Libyer wollten ihn im Gefängnis und gedemütigt sehen», fügte er hinzu.

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