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Mittwoch, 19 Oktober 2011 06:08

Amnesty: Gestürzte arabische Machthaber erhielten bis zuletzt Waffen auch aus Deutschland

Amnesty: Gestürzte arabische Machthaber erhielten bis zuletzt Waffen auch aus Deutschland
New York (Irna/dpa) - Deutschland und 16 weitere Staaten haben nach Angaben von Amnesty International große Mengen Waffen in den Nahen Osten und nach Nordafrika geliefert, die jetzt zur Unterdrückung friedlicher Proteste eingesetzt würden.
Diese Waffenlieferungen seien genehmigt worden, obwohl es schon damals ein erhebliches Risikos gegeben habe, dass mit ihnen Menschenrechtsverletzungen begangen würden, sagte Amnesty- Rüstungsexperte Mathias John laut dpa am Dienstag.
Die Organisation forderte alle betroffenen Länder auf, für mehr Transparenz bei der Kontrolle entsprechender Exporte zu sorgen. Nur so könnten sie verhindern, dass mit ihren Waffen Menschenrechte unterdrückt würden.
Untersucht wurden dafür Waffenverkäufe nach Bahrain, Ägypten, Libyen, Syrien und in den Jemen seit 2005. Allein in Deutschland seien bis 2009 Exportgenehmigungen für Militärausrüstung im Wert von 77 Millionen Euro erteilt worden. Dabei sei es um Kleinwaffen, Munition und Militärfahrzeuge gegangen. Als weitere Hauptlieferanten nennt der Bericht die USA, Russland, Frankreich und Großbritannien.

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