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Mittwoch, 12 Oktober 2011 10:16

Mafia-Boss berichtet über Pakt zwischen Cosa Nostra und Politik

Mafia-Boss berichtet über Pakt zwischen Cosa Nostra und Politik
Rom(Stol.it)- Neue Aussagen des ehemaligen Mafia-Bosses Giovanni Brusca vor Gericht werfen Licht auf die Verstrickungen zwischen der Cosa Nostra und der Politik in Italien Anfang der 90er Jahre.
Der abtrünnige Mafia-Pate Brusca berichtete, dass er von der langjährigen Nummer eins der Mafia, Toto Riina, von Verhandlungen zwischen dem italienischen Staat und der Cosa Nostra über einen „Waffenstillstand“ erfahren habe.

Diese Verhandlungen seien nach den Anschlägen auf die Mafia-Jäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino 1992 in die Wege geleitet worden.

Riina selbst habe ein Schreiben mit Forderungen an die Politik verfasst, sagte Brusca, der per Videoschaltung auf die Fragen der Richter von Palermo antwortete.

Brusca sagte als Zeuge im Prozess gegen Mario Mori, den Ex-Kommandanten der Carabinieri-Sondereinheit ROS, aus.

Mori wird beschuldigt, in den 90er Jahren im Namen des italienischen Staates einen Geheimpakt mit der Mafia zur Verhinderung von Anschlägen abgeschlossen zu haben.

Mori, der auch ehemaliger Chef des Geheimdienstes SISDE war, steht in Palermo wegen des Vorwurfs vor Gericht, die Festnahme des Mafia-Bosses Bernardo Provenzano, im Jahr 1995 verhindert zu haben.

 

Provenzano war erst im April 2006 in seinem sizilianischen Heimatdorf Corleone verhaftet worden. Die Polizei hatte ihn 43 Jahre lang gesucht.

 

Brusca gilt als einer der brutalsten Mafia-Bosse in Italien. Nach eigenen Worten soll er mehr als 100 Morde begangen oder in Auftrag gegeben haben.

 

Der seit 1996 in Haft sitzende „Schlächter der Cosa Nostra“ und heutige Kronzeuge gilt unter anderem als Auftraggeber für eines der grausigsten Mafia-Verbrechen: Die Entführung und Ermordung des elfjährigen Sohnes eines Mafia-Kronzeugen, dessen Leiche später in Salzsäure aufgelöst wurde.

 

Brusca bekam allein dafür 30 Jahre Haft. Zudem musste er sich für das Attentat auf den Mafia-Jäger Giovanni Falcone verantworten, das 1992 ganz Italien erschütterte

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