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Montag, 10 Oktober 2011 12:25

Lawrow: USA nicht gewillt, Anbauflächen mit Opiummohn in Afghanistan zu vernichten

Lawrow: USA nicht gewillt, Anbauflächen mit Opiummohn in Afghanistan zu vernichten
Moskau.10.10.2011(RIA Novosti/IRIB)- Moskau ist nach Angaben des Außenministers, Sergej Lawrow, befremdet darüber, dass die USA nicht gewillt sind, die Anbauflächen des Opiummohns in Afghanistan zu vernichten.
„Ich möchte eine Frage zuspitzen, die wir seit Jahren nicht lösen können, und zwar dass es notwendig ist, gegen die afghanische Drogengefahr in der ganzen Kette der Drogenindustrie, angefangen mit der Vernichtung der Saatflächen, zu kämpfen“, sagte Lawrow am Montag im internationalen Forum „Entwicklungsziele des Millenniums in Osteuropa und Zentralasien“.
„Es fällt uns schwer, zu begreifen, warum unsere US-amerikanischen Partner nicht wünschen, dass sich die Internationale Sicherheitsunterstützungsgruppe in Afghanistan (ISAF) damit beschäftigt. Sie sagen, dass dies das Problem nicht lösen würde, weil es Schwierigkeiten für die Agrarproduktion schafft, wenn die Anbauflächen des Opiummohns vernichtet werden“, äußerte Lawrow. „Doch aus irgendeinem Grund gehört die Ausrottung der Koka-Plantagen in Kolumbien und anderen Ländern Lateinamerikas zur absoluten Priorität für dieselben unsere Partner“, fügte er an.
Moskau besteht auf einer völligen Vernichtung der Opiummohn-Anbauflächen in Afghanistan. Die in Afghanistan stationierten Nato-Truppen lehnen jedoch solche Schritte ab, weil sie befürchten, dass dies die afghanischen Bauern zum Beitritt zu den Taliban bewegen würde.
Afghanistan ist weltweit der Spitzenreiter unter allen Drogenproduzenten, mehr als 80 Prozent der gesamten in der Welt produzierten und illegal verbreiteten Opiate entfallen auf dieses Land.
Laut Angaben der russischen Drogenaufsichtsbehörde werden in Afghanistan jährlich 150 Milliarden Dosen an Heroin und fast 30 Milliarden Dosen an Haschisch produziert. Die Rauschgiftmittel werden dann über Tadschikistan und Pakistan nach Europa und Russland geschmuggelt.

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